13 kleine und effektive Tipps für ein nachhaltigeres Zuhause


Dieser Artikel erschien zuerst bei

Refinery29 / Instagram / Facebook 

Seit geraumer Zeit sorgen die Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion und die soziale Bewegung Fridays for Future immer wieder für Schlagzeilen. Kein Wunder: Unser Planet steht schließlich vor einer echten Bedrohung und diese Organisationen tun ihr Bestes, die Menschheit (und vor allem Politiker*innen, die etwas verändern könnten) wachzurütteln. Außerdem versuchen immer mehr Menschen, das Schlimmste abzuwenden und irgendwie zu helfen – sei es, indem sie verantwortungsvoller einkaufen oder Urlaub auf Balkonien machen, statt irgendwo hinzufliegen.

Große Gesten wie diese sind natürlich sehr wichtig, doch leider können es sich zum Beispiel manche nicht leisten, für eine Demonstration zu streiken oder nur noch Bio-Fleisch zu kaufen. Zum Glück gibt es aber sehr viele Dinge, die jede*r einzelne von uns machen kann. Und selbst, wenn wir alle nur einen klitzekleinen Beitrag leisten, kann das große Veränderungen bewirken.

Es ist höchste Zeit, umzudenken und zu handeln

Und da kommt die Umweltaktivistin Natalie Fee ins Spiel. In ihrem neuen Buch How to Save the World for Free thematisiert sie nicht nur die großen Fragen, sondern gibt auch praktische Tipps, die jede*r ganz einfach im Alltag umsetzen kann. Sowas wie: Wenn du das nächste Mal eine neue Zahnbürste kaufst, teste doch einfach mal eine aus Bambus aus! Und wie wäre es mit einer Menstruationstasse statt einer Box Tampons?

Natalie hat natürlich auch Ideen, wie du dein Zuhause umweltfreundlicher gestalten kannst. Einige davon verraten wir dir gleich.

Bevor es losgeht, kannst du schon mal deinen persönlichen ökologischen Fußabdruck berechnen. Dafür musst du auf einfach nur online ein paar Fragen des Global Footprint Networks beantworten. Danach bist du sicher noch motivierter, dir die folgenden Tipps zu Herzen zu nehmen (so ging es mir zumindest).

1. Geschirrspülen

Teile deine Geschirrspültabs in zwei gleich große Stücke – so reichen sie für die doppelte Anzahl an Spülvorgängen. Keine Angst: Dein Geschirr und dein Besteck werden trotzdem sauber. Und bitte stell die Maschine nicht wegen einer Pfanne und drei Weingläsern an, sondern spiel eine Runde Tetris und belade sie ordentlich. Überfüllen solltest du sie jedoch auch nicht, denn dann wird nicht alles sauber und du musst den Geschirrspüler noch mal anwerfen.

2. Leuchtmittel

Tausche deine Energiesparlampen gegen LED-Leuchtmittel aus. LED-Leuchtmittel sind bis zu 80 Prozent effizienter als andere Glühbirnen und halten bis zu sechs Mal länger. Perfekt sind sie aber leider auch nicht, denn sie enthalten giftige Stoffe – inklusive Blei. Aber besser als Quecksilber-Energiesparlampen sind sie allemal.

3. Indoor-Layering

Statt bei 20 Grad Außentemperatur schon die Heizung anzumachen, kannst du auch eine gemütliche Strickjacke und Kuschelsocken anziehen.

4. Lufttrocknen

Lass deine Wäsche an der Luft trocknen, statt sie in den Trockner zu werfen. Mal ehrlich: Musst du diesen einen Pulli morgen wirklich anziehen oder kannst du auch einen anderen tragen, der nicht frisch gewaschen und demzufolge noch nass ist?

5. Kühlschrank-Optimierung

Bring Ordnung in deinen Kühlschrank – dann musst du die Tür nicht minutenlang auf lassen, um in jeder Ecke nachzuschauen, ob sich nicht vielleicht doch noch irgendwo ein Schokoriegel versteckt. Wenn es der Schnitt deiner Küche erlaubt, stell deinen Kühlschrank am besten in eine kühle Ecke, dann verbraucht er weniger Strom.

6. Hahn zudrehen

Lass das Wasser beim Zähneputzen nicht laufen, sondern dreh den Wasserhahn erst auf, wenn du ausspülen willst. Sollte dein Wasserhahn tropfen, lass ihn reparieren. Zwar kostet dich das etwas Zeit, aber in der Regel sollte so etwas bei Mietwohnungen und -häusern die Hausverwaltung übernehmen – und wenn du dich nicht darum kümmerst, verschwendest du in einem Jahr bis zu 20.000 Liter Wasser.

7. Wasser-Recycling

Du hast ein Aquarium? Dann verwende das schmutzige Wasser, um deine Pflanzen zu lieben – deine Blümchen werden es lieben!

8. Nachhaltiges Interior

Du willst dir neue Möbel (oder Dekostücke) anschaffen? Dann achte darauf, aus welchen Materialien sie gefertigt wurden. Am besten sind Bambus, recyceltes Plastik und Holz.

9. Bepflanzung

Solltest du einen Garten oder einen Balkon haben, pflanze ein paar Bienen-freundliche Blumen an wie Lavendel, Zwergmispel, Heidekraut, Schnittlauch, Katzenminze oder Fingerhut.

10. Nachfüllpack kaufen

Fülle alles nach, was geht. Du musst zum Beispiel nicht immer neue Flüssigseife im Spender kaufen, du kannst auch einfach ein Glasgefäß mit einem Nachfüllpack auffüllen. Ansonsten gibt es mittlerweile einige Unverpackt-Läden und manche Bioläden bieten zum Beispiel Müsli, Nüsse und Kerne zum selbst abfüllen in mitgebrachte Boxen an.

Pro-Tipp: Wenn du statt Chemiekeule lieber natürliches Putzmittel selbstmachen und verwenden möchtest, empfehle ich dir diesen Essig-Zitrusschalen-Mix.

11. Temperatur regulieren

Doppelverglaste Fenster und eine gegen Zugluft abgedichtete Tür können dabei helfen, dass deine Wohnung nicht so schnell auskühlt. Abgesehen davon musst du die Heizung im Schlafzimmer vielleicht nicht unbedingt den ganzen Tag auf der Fünf stehen haben, wenn du bei der Arbeit bist. Und vergiss nicht, immer schön die Türen von beheizten Räumen zu schließen. Stoßlüften solltest du aber trotzdem unbedingt immer mal wieder, um Schimmel zu vermeiden.

12. Ausmisten

Das alte WG-Geschirr und andere Dinge, die noch benutzbar sind, aber dir einfach nicht mehr gefallen, kannst du in eine „Zu verschenken“-Box packen und vors Haus stellen. Aber schau bitte nach ein paar Stunden noch mal nach, ob wirklich alles mitgenommen wurde – falls nicht, entsorge es. Ansonsten gibt es auch noch Umsonstläden, Ebay Kleinanzeigen und die gute alte Kleiderspende.

13. Werbung reduzieren

Brauchst du den Ikea-Katalog wirklich oder kannst du nicht auch einfach online stöbern? Und wie sieht es mit dem kostenlosen Magazin deiner Krankenkasse aus? Kannst du das nicht vielleicht auch gleich kündigen? Wenn das erledigt ist, klebst du noch einen „Keine Werbung“-Sticker auf deinen Briefkasten – auch wenn sich leider viel zu wenig daran halten, ist es einen Versuch wert.

Headerbild: Toms Rīts via Unsplash („Heal the World“-Button hinzugefügt.) Danke dafür!

TEXT: Nathalie Fee.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.