Warum Dein unethisches Konto die Umwelt zerstört, Kinderarbeit und die Waffenindustrie fördert und was Du jetzt dagegen tun kannst

Als wir im gegenteil im November 2013 gründeten – und damit die Liebe zu unserem Job machten –, war zumindest eine von uns schon Vegetarierin und die andere wirklich sehr daran interessiert, diese wundervolle Erde nicht weiter abzufucken. Daher lag es uns am Herzen, das Geschäftskonto bei einer ethischen Bank zu eröffnen. Freunde aus dem Finanzbereich erzählten mir gruselige Geschichten von den Investitionen, die „normale“ Banken mit unserem Geld tätigen. Und da wollte im gegenteil nun wirklich nicht mitwirken.

Nun ist es ja so: Geld regiert die Welt. Wir können in spirituelle Sphären abdriften, ganz viel Yoga machen und unsere Hafermilch selbst herstellen. Damit helfen wir, das ist heilsam, das ist gut. Das reicht aber noch lange nicht aus. Die großen und mächtigen Konzerne da draußen ticken leider noch ganz anders und agieren zu Lasten der Umwelt, zu Lasten von Kindern, zu Lasten von Afrika, zu Lasten der Tiere, und so weiter und so fort. Viele Banken und Investmentfonts ticken ganz ähnlich.

Diese Weltrettung ist viel: kein Plastik, keine Kohle, keine benzinfressenden Autos und keine Klamotten von großen schwedischen Bekleidungsketten. Manchmal weiß man gar nicht, wo man anfagen soll.

Wenn ein Finanzunternehmen nicht ausgewiesen ethisch agiert, investiert es unser Geld möglicherweise in Waffen(handel), Kinderarbeit und umweltfeindliche Projekte. Und ja, auch die meisten der neuen Online-Banken und „ich muss an keinem Automaten beim Geldabheben Gebühren zahlen“-Institute sind ein Unheil für diese Erde, auch wenn sie es uns vermeintlich leichter machen. Ich weiß, diese Weltrettung ist viel: kein Plastik mehr, keine Kohle mehr, nicht mehr diese alten benzinfressenden Autos fahren und keine Klamotten von großen schwedischen Bekleidungsketten. Manchmal weiß man gar nicht, wo man anfagen soll.

Ich plädiere dafür: Jede*r tut, was er oder sie kann. Der eine ist super öko, die andere steigt gerade ins Thema ein. Von mir bekommen beide fetten Applaus. So auch mein Uni-Freund Robin, der für die Initiative für nachhaltiges Investieren eine spannende Doku-Reihe über die soziale und umweltpolitische Verantwortung unserer Geldanlagen dreht. Den Einsteiger macht eine Dokumentation über Divestment – denn wer Menschen liebt, der lässt die Kohle besser im Boden. Warum Euch das vermutlich enorm wichtig ist, seht Ihr hier: 

Ihr merkt, wir dürfen alle hingucken, wo unser Geld hin fließt. Die Politik tut nicht mal das Nötigste und Resignation hilft uns nicht weiter. Engagement is the key! Die Initiative für nachhaltiges Investieren zeigt uns, wie wir uns durch Divestment (also De-Investment aka Geld rausziehen) einmischen können. Mit ethischen Investments gelingt es uns, Klimaschändern den Geldfluss zu verknappen. Wir können mitgestalten. Wir haben Macht. Und gemeinsam sind wir stark. Schwöre ich Euch. Ja, und wie geht das jetzt alles noch mal genau? Hier findet Ihr eine Anleitung zu Eurem persönlichen Divestment.

Mit ethischen Investments gelingt es uns, Klimaschändern den Geldfluss zu verknappen. Wir können mitgestalten. Wir haben Macht.

Indem wir zu ethischen Banken wechseln und unsere Aktien/Fonds darauf überprüfen, ob sie nachhaltig sind, schützen wir uns, unsere einzigartige, atemberaubende, wundervolle Erde und die nachfolgenden Generationen. Ein Hoch auf mehr Transparenz in der Finanzwelt. Die anderen Dokus des Kanals geben noch tiefere Einblicke in die Materie. #bingewatching

Leute, wir wollen ja auch in 30 Jahren noch gesund und munter über diesen Planeten hüpfen. Wenn wir nur eine einzige Menschenseele dazu bewegen, ihr unethisches Finanzinstitut zu wechseln und nachhaltig zu investieren, dann freuen wir uns wie das Modul einer Solaranlage in L.A. Also richtig derbe. Wegen Sonne. Ihr versteht. <3

(P.S.: Kann man mit Nachhaltigkeitswitzen jemanden aufreißen? Frage für eine Freundin. Jule. Ich frag für Jule!)

WERBUNG: Stellt Euch mal vor, eine gemeinnützige Stiftung sponsert Euren Artikel. Ey, best of both worlds. Wir können unsere Büromiete zahlen und stellen Euch eine geniale Initiative vor. Dankbarkeit². 

Headerfoto: Stockfoto von Viacheslav Boiko/Shutterstock. („Heal the World“-Button hinzugefügt.) Danke dafür!

ANNI ist Gründerin von im gegenteil und seit vielen Jahren verheiratet. Mit einem echten Mann! Wahnsinn! Mittlerweile hat sie sogar ein Kind. Willkommen im Spießerleben <3. Anni ist Texterin, Konzepterin, hat ein Händchen für Sales und kann ALLES organisieren. Die Frau liebt Nachhaltigkeit, verkuppelt für ihr Leben gerne Menschen und legt manchmal noch als Fleshdance DJs im Club auf. Aber nie länger als bis 1:30h! Wegen Schlafen! Im Büro sorgt Annibunny für Atmung, Spirituelles, sehr gute und sehr sehr schlechte Gags. Stay funny. Stay hydrated. Stay Frischluft.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.