Loslassen – für uns gibt es kein Happy End

Du und ich. Ein Schritt gehst du auf mich zu. Zwei zurück. „Kein Druck“ hast du gesagt. Und ich „offene Kommunikation“. Aus unseren Fehlern wollten wir lernen und es diesmal anders machen.

Ich habe angefangen, an meiner Selbstliebe zu arbeiten, die Opferrolle zu verlassen, in die Eigenverantwortung zu gehen und Grenzen zu setzen. Du musst lernen, dich mir anzuvertrauen, dein Herz zu öffnen und wahren Kontakt zuzulassen und vor allem musst du deine Angst überwinden, verletzt zu werden.

Die Hoffnung, dass wir uns ändern können, war da 

Ich habe so gehofft, dass du das schaffst! Zwischen uns ein unsichtbares Band, an dem ich festhalte. Ich habe aber auch gelernt, dass ich mir selber die wichtigste Person sein sollte. Was mir nicht gut tut, muss weg.

Und so erfinde ich tagtäglich Ausreden, um dich trotzdem in meinem Leben zu halten. Es macht mich müde und raubt mir letztendlich alle Kraft.

Das mit uns war magisch und nicht von dieser Welt. Seelenverwandte. Und dein Rückzug hat mich damals aus der Bahn geworfen. Ich dachte, wenn ich dir die Zeit gebe, die du brauchst, bekommen wir unser Happy End.

Heute weiß ich, zu einem Happy End gehören immer zwei. Ich kann mich nicht weiter quälen in der Hoffnung lebend, dass du eines Morgens aufstehst und es endlich verstanden hast. Nein, ich lebe im Hier und Jetzt.

An sich selber zu arbeiten, erfordert Mut und kann sehr wehtun. Aber man wird belohnt! Du bist nicht bereit dazu.

An sich selber zu arbeiten, erfordert Mut und kann sehr wehtun. Aber man wird belohnt! Du bist nicht bereit dazu. Aus uns wird wohl nie ein „Wir“. Es bleibt ein du und ich.

Manchmal treffen sich zwei Menschen und es fühlt sich an wie vorherbestimmt. Magisch, vertraut und nicht von dieser Welt, als würde man sich schon ewig kennen. Und manchmal treffen sich einfach nur zwei Menschen. Ende.

Für A.

Corinna, 33 Jahre, ist hoffnungslos romantisch und kann schwer loslassen, spirituell angehaucht und immer auf der Suche nach dem Sinn des Lebens 🙂 Techno, Gin und Pizza findet sie auch ganz gut. Mehr zu ihr findet ihr hier.

Headerbild: Stacey Gabrielle Koenitz Rozells via Unsplash. („Gedankenspiel“-Button hinzugefügt.) Danke dafür! 

2 Comments

  • „Was nicht guttut muss weg“. So sieht´s aus! Allerdings muss auch nicht immer alles weg, meine ich. Man muss das Kind nicht mit dem bad ausschütten. Eine Verbindung ist ja nicht eingebildet, sondern was Reales. Man kann auch die eigenen Erwartungen den Gegebenheiten anpassen und nur die Nähe annehmen, die halt geht, Und das offen gebliebene Bedürfnis anderweitig befriedigen. Sag ich mal so – und bin selbst noch immer am Dran-tüfteln. Und wenn das zuviel wird, dann hilft Gin-tonic, und Musik, und Freundschaft, und Pizza, Spätzle gehen auch.
    https://beatekalmbach.home.blog/2020/10/14/lieben-heist-loslassen-konnen/

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