Unvergessliche, verbotene Nächte: Wie ich alles aufs Spiel setzte, um dir zu gefallen

Eine Party, eine Frau, ein Mann. Der Klassiker unter den Kennenlern-Geschichten. Und doch irgendwie anders. Zumindest fühlte es sich so an. Ich, 30, verheiratet, Kind. Er, 26, vergeben. Jeder normale Mensch würde jetzt mit dem Kopf schütteln – doch die Anziehung war zu groß. Der erste Blickwechsel zu intensiv. Und als wir dann übereinander stolperten, ließ es sich nicht mehr vermeiden.

Ich, 30, verheiratet, Kind. Er, 26, vergeben. Jeder normale Mensch würde jetzt mit dem Kopf schütteln – doch die Anziehung war zu groß.

Keine 15 Minuten später hielten wir uns draußen in den Armen. Unsere Körper wollten spüren, tanzen und vergessen. Diesen einen Moment, der uns geschenkt wurde, genießen. Ich zitterte bei jeder Berührung und irgendwann verschwammen die Grenzen.

Irgendwann wurden wir eins, auch wenn ich mich lange gewehrt habe. Es nicht zulassen wollte. Doch es fühlte sich so gut an. Ich habe gespürt, wie ich noch nie gespürt habe. Es war eine Achterbahn der Berührungen. Jede fühlte sich anders an.

Der nächste Morgen

Wir hielten uns die ganze Nacht in den Armen. Und schauten uns morgens in die Augen. Es war etwas da, etwas besonders Einzigartiges. Zumindest habe ich es geglaubt. Du hast mir gesagt, dass du mein Lächeln magst. Ich hab dir gesagt, wie wunderbar tiefbraun deine Augen sind. Du hast mir gesagt, dass ich dich an deine Ex erinnere. Ich hab mich geschmeichelt gefühlt, weil sie dir so viel bedeutet hat. Und irgendwie auch nicht.

Wir hielten uns die ganze Nacht in den Armen. Und schauten uns morgens in die Augen. Es war etwas da, etwas besonders Einzigartiges. Zumindest habe ich es geglaubt.

Du hast mir gesagt, dass du mich wiedersehen möchtest. Ich habe dir gesagt, dass es nicht geht. Wir haben geredet über all die oberflächlichen und tiefsinnigen Dinge. Und dann sind wir gegangen. Getrennt voneinander. Ohne Abschied. Einfach so.

Nicht ohne dich

Kaum auf dem Heimweg habe ich dir geschrieben. Dass du mir jetzt schon fehlst. Du hast dich gefreut. Zumindest habe ich es so verstanden. Und nach ein paar Tagen hatten wir einen Termin. Ein Datum, wann wir uns wieder sehen. Es war verwirrend und aufregend zugleich. Zurück im Alltag und die Gedanken sind immer nur bei dieser einen Person, die nicht dein Mann ist. Und ich dachte, es wäre bei uns beiden so. Doch wie sich herausstellte war es das nicht.

Es war verwirrend und aufregend zugleich. Zurück im Alltag und die Gedanken sind immer nur bei dieser einen Person, die nicht dein Mann ist.

Wir sahen uns wieder. Im Hotelzimmer, ein weiterer Klassiker. Wir konnten die Finger nicht voneinander lassen, sind übereinander hergefallen, wie Tiere. Lagen danach nackt nebeneinander, Arm in Arm. Haben diesen einen Song mit allem, was dazugehört, gespürt. Du hast mir in die Augen geschaut und ich dir. Wir waren in diesen kleinen zerbrechliche Blase, in der jeder Moment perfekt war.

Der Schlag ins Gesicht

Und dann ist die Blase geplatzt. Du hattest Hunger, ich auch ein wenig. Dann sagtest du nebenbei, dass wir uns draußen nicht berühren dürfen. Dass du noch andere Frauen hast, die uns sehen könnten. Und ich hab dieses laute Knacken gehört. Dieser Riss in meinem Herzen, obwohl es eigentlich noch viel zu früh war für solche Gefühle. Aber seit wann denken Gefühle rational?

Ich versuchte es zu überspielen, ich hab mir eingeredet, dass es nur um diesen verdammt guten Sex ging. Wir waren essen, er gähnte und gähnte, seine Blicke schweiften ab und kamen nur selten zurück zu mir. Ich habe Witze gemacht, über seine Frauengeschichten. Und er hat mir Bilder gezeigt. Und ich habe mich schlecht gefühlt. Nicht gut genug. Und was tat ich? Ich habe ihn zum Essen eingeladen, schließlich hat er das Hotelzimmer gezahlt. Selbstachtung? Adé.

Ich versuchte es zu überspielen, ich hab mir eingeredet, dass es nur um diesen verdammt guten Sex ging. Wir waren essen, er gähnte und gähnte, seine Blicke schweiften ab und kamen nur selten zurück zu mir.

Und trotzdem konnte ich nicht loslassen. Schließlich gab er mir das, was mir in der Ehe so fehlte. Gesehen zu werden, zu spüren. Auch wenn das nur in der Blase möglich war. Und ich bin zurück mit ihm ins Hotelzimmer. Wir lagen Arm in Arm und es fühlte sich so verdammt gut an. Sodass ich gewillt war, alles andere zu verdrängen. Sodass wir um 5:45 Uhr das Hotelzimmer mit unserem quietschenden Bett beglückten. Und am nächsten Morgen sah er wieder nur mich, teilte sein Innerstes mit mir und es fühlte sich an, als ob wir uns ewig kennen würden.

Der Schlussstrich

Kaum daheim habe ich gemerkt, wie sehr er mir fehlt. Und wie schlecht er mir tut. Ich habe ihn wissen lassen, dass ich das nicht kann. Dass ich mir zu wertvoll bin.

Kaum daheim habe ich gemerkt, wie sehr er mir fehlt. Und wie schlecht er mir tut. Ich habe ihn wissen lassen, dass ich das nicht kann. 

Und trotzdem wünsche ich mir jeden Tag, dass er mir schreibt. Dass er mir sagt, dass er mich wiedersehen will. Dass er mir Dinge erzählt, die er sonst keiner erzählt. Und jeder Tag, an dem er sich nicht meldet, bricht mein Herz ein kleines bisschen weiter. Denn zwei Nächte können verdammt intensiv sein.

Leonie fühlt manchmal zu intensiv, ist manchmal zu laut und lebt manchmal in ihrer eigenen Welt. Sie liebt das Abenteuerleben und ist für fast jeden Spaß zu haben. Einkaufswagen-Rennen, Wildschimmen und im Regen tanzen sind ihre liebsten Beschäftigungen.

Headerfoto: Claudia van Zyl via Pexels. (Kategorie-Button hinzugefügt, Bild gecroppt.) Danke dafür!

 

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