Unsere Liebe war jenseits von Gut und Böse

Ich hab dich so unfassbar geliebt. Bedingungslos.

Doch selbst wenn du dich melden würdest, wie könnte ich dir verzeihen was du mir angetan hast? Wie könnte ich je wieder vertrauen? Wie könnte ich mich selbst noch im Spiegel anschauen?

Also irre ich, wie ein kleines verletzliches Kind, verzweifelt durchs Leben, auf der Suche nach mir selbst.

Orientierungslos auf verlorenen Wegen

Ich stolpere durch die Gegend und will eigentlich nur dich finden… Wie lächerlich! Angesichts der Tatsache, dass ich mich auf dem Weg zu dir selbst verloren habe.

Sollte ich nicht lieber mich finden wollen?

Man sagt, man kann niemanden lieben, solange man sich nicht selbst liebt… was für ein Schwachsinn.

Man sagt, man kann niemanden lieben, solange man sich nicht selbst liebt… was für ein Schwachsinn.

Ich war mir nie so wichtig, aber scheiße nochmal, hab ich dich geliebt! Alles in mir. Alles an dir.

So sehr, dass ich mir mit jedem Tag mehr tiefer ins eigene Fleisch schnitt, um bei dir sein zu können. Wohl wissend, dass das mit uns nicht halten würde. Was mich nicht davon abhielt zu hoffen, statt so schnell wie möglich so weit wie möglich zu rennen.

Von Heilung und aufgerissenen Narben

Ein Teil von mir ist gesund, will dich vergessen, heilen, mich von diesem Schmerz erholen und ist froh, dass du weg bist. Er weiß, es würde mir sehr wahrscheinlich gerade sehr viel schlechter gehen, wenn du noch da wärst.

Jedoch ist da noch dieser Andere…

Der Teil, der nach all dem immer noch in jeden Kampf MIT dir, statt gegen dich ziehen würde.

Ein Teil der dich mit seinem Leben beschützen würde. Ein Teil der vielleicht niemals richtig weg geht.

Also steh ich hier. Alleingelassen. Verbittert, tief erschüttert und mit Narben so tief, dass Sie wohl niemals ganz verblassen.

Also steh ich hier. Alleingelassen. Verbittert, tief erschüttert und mit Narben so tief, dass Sie wohl niemals ganz verblassen. Jederzeit bereit aufzureißen, erneut zu bluten…

Ich habe es überlebt. Das weiß ich… Aber wie lebt man jetzt? Wenn jeder Teil in meinem Körper nach dir ruft und sich mein in Einzelteile zerfetztes Herz, mit jeder Faser, nach dem Mann, der es so zertrümmert hat, sehnt, es wieder zu reparieren.

Benutzt, verraten und ausgetauscht

Mutwillig. Vernichtend. Skrupellos. Selbstherrlich. Und das Schlimmste: ohne jeglichen eigenen Schaden. Denn deine Mission war nie, die Frau fürs Leben zu finden, sondern eine Frau zum Leben.

Also hast du mich benutzt, verraten und ausgetauscht. Mal wieder. Und kommst erst wieder zurück, wenn es zu spät sein wird.

Also hast du mich ausgetauscht, verraten und benutzt. Mal wieder. Und kommst erst wieder zurück, wenn es zu spät sein wird. Was gut für mich ist, mich aber in manchen Nächten zur Verzweiflung treibt.

Dieser vernichtende, unerträgliche Schmerz, der durch jede Faser meines Körpers strömt. Ich versuche, ihm zu entkommen.

Also raffe ich mich auf, lerne erneut zu leben. Ein Leben ohne dich.

Unsere Autorin wünscht anonym zu bleiben.

Headerbild: cottonbro (Kategorie-Button hinzugefügt und Bild gecroppt.) Danke dafür!

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