Rien ne va plus: Wenn nichts mehr geht und man doch alleine weitermachen muss

Teil 1 dieser Geschichte findest du hier.

Die Kugel bleibt stehen. Ich traue mich nicht, meine Augen zu öffnen. Mein Herz pocht, das Adrenalin strömt durch jede einzelne Faser meines Körpers. Vorsichtig blinzle ich durch ein Auge. Will ich wissen, wo die Kugel stehen geblieben ist? Was, wenn es Schwarz und somit alles vorbei ist?

Schnell schließe ich wieder mein eben noch blinzelndes Auge. In mir tobt ein Kampf zwischen Angst und Hoffnung. Möchte ich das Ergebnis wirklich wissen? Ich zögere. Was, wenn es doch Rot ist? Meine Gedanken schwirren umher, meine Gefühle fahren Achterbahn. „Sei mutig“, denke ich mir. „Du hast keinen Einfluss auf das Ergebnis. Du kannst den Ausgang nicht entscheiden. Es liegt nicht bei dir. Du musst loslassen.“ Ich folge meinen Gedanken und öffne die Augen.

Er hat sich entschieden. Für Schwarz. Für den leichten Weg. Für sich. Gegen uns.

Die Kugel liegt auf Schwarz. Er hat sich entschieden. Für Schwarz. Für den leichten Weg. Für sich. Gegen uns. Ich verurteile ihn nicht dafür, denn Liebe zuzulassen und sich selbst darauf einzulassen, erfordert Mut. Geduld. Zeit. Das weiß ich. Nicht jeder ist bereit, diese Anforderungen an die Liebe zu erfüllen.

Irgendwie habe ich es tief im Inneren gespürt. Vielleicht hatte ich deshalb Angst, meine Augen zu öffnen. Weil ich wusste, dass es dann kein Zurück mehr gibt. Dass ich mich nicht mehr an meiner Traumwelt festhalten kann, weil mein Traum wie eine Seifenblase zerplatzt.

Wir verlieren uns und vertiefen uns in den Gedanken, die wir nicht festhalten können.

Wir alle gehen in diesen Momenten durch einen Prozess des Verarbeitens. Dabei prasseln die verschiedensten Gefühle auf uns ein. Sie gleichen einem Unwetter bei dem man nicht weiß, ob es jemals wieder aufhören wird zu regnen. Oftmals bleiben Fragen, die nie beantwortet werden. Sie treiben das Gedankenkarussell in unserem Kopf immer weiter an. Wir verlieren uns und vertiefen uns in den Gedanken, die wir nicht festhalten können.

Manchmal wollen wir nicht wahrhaben, dass es vorbei ist. „Es hat doch alles so toll angefangen. Das kann es nicht gewesen sein“, denkst du dir. Vielleicht versuchst du einen Weg zu finden, um darum zu kämpfen, weil es dir wichtig ist. Du denkst an das, was war, vor allem an die schönen Momente. Doch lass die Vergangenheit Vergangenheit bleiben. Lass los. Mach dich frei.

Du bist okay. Lass dir von niemandem etwas anderes erzählen.

Es ist okay, wenn du traurig bist. Es ist okay, wenn du wütend bist. Es ist okay, wenn du nicht weißt, wie es weitergehen soll. Du bist okay. Lass dir von niemandem etwas anderes erzählen. Nur du weißt, was du brauchst und was dir gut tut. Nimm dir alle Zeit der Welt und lasse deine Emotionen frei. Halte sie nicht im Zaum, nur um den Vorstellungen und Erwartungen der Gesellschaft zu entsprechen.

Und irgendwann, wenn du am wenigsten damit rechnest, merkst du, wie aus dem ganzen Unwetter plötzlich der erste Sonnenstrahl fällt. Wie er dein Augenlid kitzelt und dich zum Lächeln bringt.

Du bist heute der Mensch, der du bist, weil all deine Erfahrungen dich geprägt haben. Die guten und die schlechten.

Du bist heute der Mensch, der du bist, weil all deine Erfahrungen dich geprägt haben. Die guten und die schlechten. Jede Erfahrung bringt dich weiter. Aus jeder Erfahrung kannst du neue Energie ziehen.

Schau mich an. Ich habe einen Menschen getroffen, der mich so tief bewegte, dass ich plötzlich das Bedürfnis verspüre, meine Gedanken und Emotionen festzuhalten und zu teilen. Er war der Anstoß, doch ich tue es nicht für ihn, sondern für mich. Und ich bin stolz auf mich. Und das sollest du auch auf dich sein. Jeden einzelnen Tag.

Jennifer ist 28 Jahre alt und ein echtes Hamburger Deern. Während sie im Beruf die toughe Marketingberaterin geben muss, ist sie im Privaten eine Frohnatur, die sich vom hippen Großstadtdschungel und dem verrückten Single-Dasein nicht unterkriegen lässt.

Headerfoto: Stockfoto von michaelheim/Shutterstock.(„Gedankenspiel“-Button hinzugefügt, Bild gecroppt.) Danke dafür!

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