Egal in welche Augen ich schaue, es sind niemals deine

Manchmal habe ich Angst, dass es zu spät ist, dass es vorbei ist, bevor es überhaupt angefangen hat. Diese tiefe Liebe zu dir trug mich durch all die Jahre und gab mir Hoffnung, noch einmal Liebe leben zu können. Die Sehnsucht nach dir und nach mir selbst zeigte mir den Weg, den es zu gehen galt. Und ich gehe ihn immer noch. Nur sehr langsam, weil ich fast da bin.

Ich nähere mich dem Kern. Und der macht mich schwach und verletzlich, so sehr, dass ich mich nach Schutz sehne. Nicht irgendeinem Schutz, sondern deinem. Ich spüre die Blicke jedes Einzelnen auf meinem Körper. Ich merke, wie meine Aura strahlt und die Menschen erhellt. Doch ich schaue niemals zurück. Denn egal in welche Augen ich schauen würde – es wären nicht deine. Es sind niemals deine.

Wir hatten eine Chance, aber ich habe sie versiegen lassen

Und das macht mich traurig. So traurig, dass ich weinen muss, weil ich daran erinnert werde, dass du nicht hier bist – hier bei mir. Irgendeine weise Stimme in mir wusste vor vier Jahren, dass das zwischen uns etwas Großes ist, als hätte diese Stimme gewusst, dass wir uns gegenseitig weh tun würden, wenn wir uns nicht die Chance zur Heilung geben würden.

Und jetzt fühlt es sich an, als müsste ich mir selbst verzeihen, weil ich diese Chance habe versiegen lassen. Die Chance, dass du mich damals schon hättest retten können und ich es nicht zugelassen habe, weil ich stark sein wollte. Aber die Wahrheit ist, ich bin es nicht.

Sylvie Philipp ist junge 33 und fühlt sich manchmal wie 93. Nach einer langen Zeit der Veränderungen hinterfragt sie immer noch alles, was sich ihr bietet und erkennt, dass die einzige Gemeinsamkeit zwischen jetzt und damals ist: Ich existiere. Egal, was sich damals und heute im Außen abpielt und bliebig veränderbar ist – eines bleibt: Ich bin. Du auch. Und wir alle zusammen. Mehr Informationen findest du auf ihrer Website.

Headerfoto: Gabrielle Henderson via Unsplash. („Gedankenspiel“-Button hinzugefügt.) Danke dafür!

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