Du dort und ich hier – Wie uns 4000 km trennen und doch verbinden

Es ist 6 Uhr morgens und ich sehe deinen Namen auf meinem Bildschirm. Wie gern hätte ich dich gerade hier, neben mir. Meine Gedanken sind den ganzen Tag bei dir, über 4.000 km weit entfernt von meinem Körper. Und überhaupt bin ich, seit du weg bist, nicht mehr komplett. Du hast einen kleinen Teil von mir mitgenommen, der auf dich aufpasst, während ich es nicht kann. Und glaub mir, ich würde es so gerne können.

Ich schreibe dir, dass ich dich vermisse. Doch manchmal wünschte ich, ich würde es nicht tun. Mit dir bin ich der glücklichste Mensch dieser Welt, egal wo du bist. Doch um ehrlich zu sein, tut es ab und an auch ein wenig weh, dich zu vermissen. Dich an den wichtigen Tagen nicht bei mir haben zu können, ist schwer zu ertragen. Aber dir geht es nicht anders. Und das ist das, was uns verbindet. Die Sehnsucht nach einander. Und die Vorfreude auf die kurze gemeinsame Zeit, wenn du wieder hier bist. Denn wir wissen ja beide, dass Vorfreude bekanntlich die schönste Freude ist.

Aber dir geht es nicht anders. Und das ist das, was uns verbindet. Die Sehnsucht nach einander.

Ich setze wieder ein rotes Kreuz auf meinen Kalender. Jetzt sind es nur noch 72 Tage. Das klingt nicht gerade nach wenig, aber die Hälfte ist immerhin geschafft. Das macht es doch ein wenig leichter. Jedes Mal, wenn ich dieses Kreuz setze, fühl ich mich dir ein Stück näher. Mit jedem Kreuz wird mir bewusst, dass ich dich bald wieder in den Arm nehmen kann, auch wenn es nur für eine kurze Zeit ist.

21 Uhr abends. Wir erzählen uns von unserem Tag, schauen uns an, lachen gemeinsam, sprechen über belanglose Dinge und für einen Moment fühlt es sich an, als wärst du hier. Gott, bin ich froh über die Möglichkeit, dich wenigstens in meinem Bildschirm sehen zu können. Bis auf dem Bildschirm wieder plötzlich „Schlechte Verbindung“ erscheint. Ich sehe dich nicht, höre dich nicht. Ich seufze.

Wir schaffen das gemeinsam, denn wir sind es wert

Langsam bin ich es wirklich leid und glaub mir, wenn nicht du es wärst, würde ich das alles nicht durchstehen. Doch du gibst mir die Kraft dazu. Du machst mich stark. Du hältst mich hoch, wenn ich wieder am Boden scheine. Du versuchst, mich glücklich zu machen, in jedem noch so kleinen Moment.

Und das schaffst du auch. Du versuchst, in allem das Beste zu sehen. Und ich weiß, dass diese Zeit unsere Bindung nur stärken wird. Doch um das zu erreichen, müssen wir erstmal hier durch. Gemeinsam. Und es ist so schön zu wissen, dass du hinter mir stehst. Dass du hinter uns stehst. Und genauso wie ich kämpfst, für das, was wir haben. Und wir wissen beide ganz genau: Das ist es wert.

Erika ist ein echter Kleinstadtmensch, liebt es, am Meer zu sein und verbringt Wochenendnachmittage am liebsten mit einem Flat White in kleinen süßen Cafés. In ruhigen Ecken schreibt sie Zeilen, in denen sie ihr Innerstes umkrempelt und zur Schau stellt, um anderen zu zeigen, dass sie nicht allein mit ihren Gefühlen sind. Mehr von ihr, gibt es hier.

Headerfoto: Kinga Cichewicz  via Unsplash. (“Gedankenspiel”-Button hinzugefügt.) Danke dafür!

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