Die Sehnsucht nach Dir

Sehnsucht. Sehnsucht nach Dir,
Deinem Geruch,
Deiner Nähe,
Deiner Hand, die liebevoll mein Gesicht streichelt.

Sehnsucht nach unseren Momenten,
wenn all unsere Schutzwälle abfallen, weil wir uns lieben und respektieren,
wenn wir keine Termine haben und in den Tag hineinleben,
wenn wir stundenlang die Küste entlangspazieren und unsere Gedanken frei lassen.

Sehnsucht nach Deiner Nähe,
weil Du mich erdest,
weil Du mich zum Lachen bringst,
weil Du mich forderst.

Sehnsucht nach dem Gefühl,
von einem innigen Kuss nach einer langen Trennung von Dir,
von einem Morgen, an dem ich neben Dir aufwache,
von einem Abend, an dem wir uns im Spiegel anlächeln beim Zähneputzen.

Sehnsucht nach unserer Unbeschwertheit,
die wir empfanden, als wir uns das erste Mal küssten,
die wir empfinden, wenn wir zusammen weg von zu Hause sind,
die wir empfinden werden, wenn wir ein gemeinsames Gleichgewicht schaffen werden.

Sehnsucht nach Deinem wachen Blick,
der sieht, wenn ich traurig bin,
der es liebt, wenn ich strahle vor lauter Freude und sich mit mir freut,
der mich beruhigt, wenn ich mich zu sehr aufrege.

Sehnsucht nach Gesprächen mit Dir,
über das, was Dich beschäftigt,
über das, was mich bewegt,
über das, was möglicherweise noch kommen kann.

Sehnsucht nach dem Geschmack
von Deinen Lippen auf den meinen,
von schwarzem Kaffee und Franzbrötchen morgens im Bett mit Dir,
von schwarzem Tee, den Du wieder viel zu lange hast ziehen lassen.

Sehnsucht nach mehr Zeit,
die ich Dir widmen kann, denn ich glaube, dass es gut werden wird,
die wir gemeinsam verbringen, denn ich glaube, dass wir uns beide danach sehnen,
die noch vor uns liegt, denn ich glaube, dass wir beide mehr sein können.

Sehnsucht nach Sex mit Dir,
denn Du weißt, wie ich am liebsten berührt werde,
denn Du schaffst es, dass ich mich Dir ganz hingebe,
denn Du schaust so zufrieden, wenn wir uns gegenseitig befriedigt haben.

Sehnsucht nach mehr von Dir,
als ein paar Stunden zwischen den Terminen,
als die Zweisamkeit, die wir kurz vorm Einschlafen haben,
als die Zeilen, die wir uns übers Handy schreiben.

Sehnsucht nach mehr Wir,
weil wir uns gegenseitig zur besten Version unserer selbst machen,
weil der Wein besser zu Zweit schmeckt,
weil Liebe die Entschädigung für unsere Sterblichkeit ist.

Sehnsucht nach mehr Geduld,
denn ich spüre, dass Du mich brauchst,
denn ich weiß, dass Du mir gut tust,
denn ich glaube, dass, wenn wir das geschafft haben, wir stärker sein werden.

Sehnsucht nach Dir,
Deinem Geruch,
Deiner Nähe,
Deiner Hand, die liebevoll mein Gesicht streichelt und ich spüre, dass Wir zusammen gut sind.

Sophie liebt die See, gutes Essen und glaubt daran, dass alles aus einem bestimmten Grund passiert. Im Norden tief verwurzelt spaziert sie im Friesennerz über den Jungfernstieg oder Havaianas über den Schilkseer Bootssteg. Ein Leben ohne Fischbrötchen wäre für sie möglich, aber vollkommen sinnlos. Und damit der Kopf nicht platzt, schreibt sie ab und zu in das kleine Buch, das neben ihrem Bett liegt – und von Zeit zu Zeit kommt etwas Schönes dabei raus.

Headerfoto: Inna Lesyk via Unsplash. (“Gedankenspiel”-Button hinzugefügt.) Danke dafür!

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