Dein Wille ist meine Fantasie – Unendliches Begehren | Teil 1

Wir stehen uns direkt gegenüber und mit den Absatzschuhen ist sie sicherlich fünfzehn Zentimeter größer als ich. Sie schaut zu mir hinunter und ich schaue mit weit geöffneten Augen ehrfürchtig zu ihr hinauf, in ihre Augen, ihre eindrucksvollen, kalten, blauen Augen.

In ihrem Bann

Sie hebt entschlossen ihre Hand an mein Kinn und drückt es sanft nach oben. Ich habe schon Hoffnung, dass sie mich küssen will, doch sie schaut mich einfach nur an.

Sie hebt entschlossen ihre Hand an mein Kinn und drückt es sanft nach oben. Ich habe schon Hoffnung, dass sie mich küssen will doch sie schaut mich einfach nur an.

Meine Augen gleiten über jeden Zentimeter ihres Gesichts. Auf ihrer großen Stirn ziehen sich, selbst bei entspanntem Gesicht, leichte Sorgenfalten entlang. Zwischen ihren Augenbrauen bilden sich zwei schon tiefer eingeprägte Falten, die besonders zum Vorschein kommen, wenn sie gestresst ist.

Ich dachte, wenn man sagt, dass Augen strahlen, sei es eine Metapher, doch ihre Augen strahlen und funkeln wirklich. In einem wunderschön verzaubernden Blau und das bei jedem Licht, jeder Tageszeit und jeder Stimmung. An den Seiten ihrer Augen erkenne ich sanfte, wunderschöne Lachfältchen.

Ihre Nase ist auf den ersten Blick unauffällig und doch hat sie eine ganz besondere Form. Außerdem wird sie geschmückt von ein paar winzig kleinen Sommersprossen.

Ihre Lippen sind schmal und zartrosa. Auf ihren Wangen finden meine Augen kleine, flache Leberflecke, als wären sie von einem Künstler bedacht, mit einem feinen Pinsel gezeichnet, sodass sie sich auf ihrem ganzen Körper wiederfinden lassen. Ich wünsche mir, irgendwann jeden einzelnen auswendig zu kennen.

Manchmal frage ich mich, wie alt sie wohl ist. Vielleicht Ende dreißig? Vielleicht auch schon Anfang vierzig, dann wäre sie doppelt so alt wie ich. Ich dachte immer, es sei mir einfach egal, doch ich merke, wie es mich erregt.

Manchmal frage ich mich, wie alt sie wohl ist. Vielleicht Ende dreißig? Vielleicht auch schon Anfang vierzig, dann wäre sie doppelt so alt wie ich. Ich dachte immer, es sei mir einfach egal, doch ich merke, wie es mich erregt.

Ich rieche ihr Parfum und muss aufpassen, dass mir meine Beine nicht wegknicken. Dann fragt sie mich mit einem Seufzer: „Was soll ich nur machen?“ Ihre Stimmer erreicht mein Ohr und ihr Atem meine Nase, der nach der fünften Tasse Kaffee riecht, den sie um diese Uhrzeit immer trinkt.

Sie streckt ihre Hand zu mir aus, hält sie an meine Wange und streichelt mich sanft mit ihrem Daumen. Ich schmiege meinen Kopf gegen ihre Hand und habe das Gefühl, ich könnte alles, was ich bin, in ihre Hände legen.

Ihre Hand gleitet hinunter an mein Kinn. Mein Atem wird schwerer und lauter. Sie verändert die Haltung ihrer Hand und streicht mir mit dem Daumen über meine Unterlippe. Mein Unterleib verzehrt sich nach ihr und in meinem String beginnt es zu kribbeln.

Sie führt ihren Daumen sanft über meine Unterlippe in meinen Mund ein und drückt meine Zunge sanft herunter. Ich kann mich nicht mehr zurückhalten und gebe ein lautes und durchdringendes Stöhnen von mir.

Sie lächelt selbstgerecht und zufrieden, während sie ihre Hand zurücknimmt und wieder zurück auf ihren Bildschirm schaut. Ich bin schier am Verzweifeln und weiß nicht, was ich machen soll. Ich habe das Gefühl zu explodieren.

Ich bin schier am Verzweifeln und weiß nicht, was ich machen soll. Ich habe das Gefühl zu explodieren.

Ich lasse meinen Kopf erschöpft auf ihren Knien nieder. Kurz darauf spüre ich ihre Hand, wie sie mir sanft über meinen Kopf streichelt und höre dabei das leise Geräusch, das sie manchmal macht, wenn sie schmunzelt.

Der Befehl 

Eine Zeitlang verweilen wir in dieser Position. Manchmal liegt ihre Hand ruhig auf meinem Kopf, manchmal streichelt sie mich. Doch die meiste Zeit verbringen beide ihre Hände wieder auf der Tastatur.

Bis sie plötzlich zu mir nach unten schaut und ihre Hand sachte unter mein Kinn führt. Sie deutet mir mit ihrem Griff an, dass ich zu ihr nach oben schauen soll.

Sie deutet mir mit ihrem Griff an, dass ich zu ihr nach oben schauen soll. Ich schaue binnen einer Sekunde blitzartig und hoffnungsvoll zu ihr hinauf.

Ich schaue binnen einer Sekunde blitzartig und hoffnungsvoll zu ihr hinauf. Sie öffnet ihren unglaublich verführerischen Mund und ihre Lippen beginnen sich zu bewegen: „Steh auf“, sagt sie ruhig und bestimmt.

‘Steh auf‘, sagt sie ruhig und bestimmt.

Ich richtete mich langsam vor ihr auf, lächele befangen und stehe total unbeholfen direkt vor ihr. Ich schaue verlegen nach unten. Sie merkt, dass mir die Situation unangenehm ist und lässt mich kurz einfach so stehen, ohne etwas zu sagen oder zu tun. Und ich spüre dabei, wie ich feuchter und feuchter werde.

Sie schaut mich einfach nur an. Dann flüstert sie in einem tiefen und betörenden Ton: „Ich will, dass du dir deinen Rock ausziehst.“

Meine Hände greifen schnell hinter mich zum Reißverschluss, froh darüber, eine Anweisung von ihr zu bekommen. Sie lacht kurz auf, schaut mich voller Begehren an und sagt: „Langsamer, bitte langsamer.“ Ich muss unsicher lachen und entschleunige meine Bewegungen.

Sie merkt, dass mir die Situation unangenehm ist und lässt mich kurz einfach so stehen, ohne etwas zu sagen oder zu tun. Und ich spüre dabei, wie ich feuchter und feuchter werde.

Meine eine Hand hält den Rock, die andere zieht den Reisverschluss Haken für Haken langsam und in Stille auf. Der Rock fällt zu Boden. Sie schaut mich von Kopf bis Fuß mit ihren großen, unglaublich blau strahlenden Augen an. Durch meine dünne, schwarze Strumpfhose sieht man meinen roten Spitzentanga.

Ich schaue an mir herunter und denke darüber nach, ob meine kurzen, doch schön geformten Beine zu dick aussehen könnten, während ich unsicher auf meiner Unterlippe herumkaue.

Sie schaut mich einfach nur an. Dann zeigt sie auf meine Schuhe. Ich beuge mich langsam und elegant, eng an meinem eigenen Körper geschmiegt hinunter, sodass mir meine kurzen Haare ins Gesicht fallen. Ich greife nach dem Absatz meines Schuhs und ziehe so daran, dass er sich von meinem Fuß löst und man durch meine Strumpfhose meine rot lackierte Fußnägel sehen kann. Dann den anderen.

Ich richte mich langsam wieder auf, sodass meine Haare mir wieder aus dem Gesicht gleiten und sich wie zuvor legen. Dann schaue ich ihr in die Augen. Sie schmunzelt, nimmt meine Hände in ihre Hände und zieht mich zu sich.

Dann schaue ich ihr in die Augen. Sie schmunzelt, nimmt meine Hände in ihre Hände und zieht mich zu sich.

Sie hält ihre Beine zusammen und drückt ihre Knie so zwischen meine Beine, dass sich meine Oberschenkel öffnen. Mit einem kleinen Schwung zieht sie mich auf ihren Schoß und da sitze ich nun und schaue sie mit aufgeregtem Blick an.

Berauschende Aussicht 

Wie unglaublich sehr ich diese Nähe zu ihr vermisst habe. Mein Blick fällt auf ihre Bluse, bei der ein Knopf mehr auf ist als gewöhnlich. Ich habe so einen tiefen Einblick, dass ich die oberen Ränder ihres schwarzen BHs sehen kann, der sich sanft an ihre wunderschön geformten Brüste anschmiegt.

Erst jetzt wird mir so richtig bewusst, wie sehr sich meine Lippen danach gesehnt haben, den Körper dieses Menschen zu berühren.

Diese Aussicht berauschte all meine Sinne und als mir in Erinnerung kommt, wie betörend weich ihre Haut ist, wird mir erst so richtig bewusst, wie sehr sich meine Lippen danach gesehnt haben, den Körper dieses Menschen zu berühren.

Ich beuge mich langsam zu ihrem Dekolleté vor. Ein paar Zentimeter bevor meine Lippen ihre Haut erreichen stocke ich und halte kurz inne. Ich nehme ihren Duft so unglaublich intensiv wahr, dass mein Herz aussetzt, meine Lungen atmen nur noch ein. Jede Zelle in mir öffnet sich und will mit ihrem Duft gefüllt werden.

Es überkommt mich und ich öffne meine Lippen, presse sie auf den freigegebenen Teil ihrer Brust und drücke meine Zunge gegen ihre zarte, wundervoll schmeckende Haut. Ich schaffe es nur meine Lippen von ihr zu lösen, weil ich die Absicht habe, sie direkt wieder zu küssen.

Mein Blut rauscht durch meine Ohren, so dass ich sie nur noch im Hintergrund leise stöhnen höre. Ich küsse sie immer und immer wieder, mit dem Wissen, dass ich niemals genug davon bekommen könnte.

Mein Blut rauscht durch meine Ohren, so dass ich sie nur noch im Hintergrund leise stöhnen höre.

Ich nehme ihre Haut zwischen meine Lippen, sanft in meinen Mund und gebe sie ihr wieder zurück. Ich beginne, ihren atemberaubenden Hals zu küssen. Sie hat ihren Kopf nach hinten, über die Stuhllehne gestreckt und ihre Augen genussvoll verschlossen.

Ihr Hals liegt einfach so offen da, so verletzlich vor mir. Es bringt mich um den Verstand, sie so nahbar und zugänglich zu sehen. Mit nun etwas sanfteren Küssen lege ich meine Lippen immer wieder von neuem auf ihren Hals. Ich öffne meine Lippen leicht, umschließe damit immer wieder eine neue Stelle und sauge leicht an ihrer weichen, betörenden Haut. Am liebsten würde ich jeden Zentimeter, jede Zelle, jedes Atom, aus dem sie bestehet, mit meinen Lippen liebkosen.

Ich bin so feucht und erregt, dass ich meine Hüften nicht bewege, weil ich befürchte, sonst auf der Stelle einen Orgasmus zu bekommen.

Ich bin so feucht und erregt, dass ich meine Hüften nicht bewege, weil ich befürchte, sonst auf der Stelle einen Orgasmus zu bekommen.

Ich arbeite mich langsam Stück für Stück höher, bis ich an ihrem Kinn angelangt bin. Ich küsse es und fühle mich ihr unfassbar nahe. Ich richte mich ein wenig auf und da ich auf ihrem Schoß bin, sitze ich höher und schau auf sie runter.

Dieser Blickwinkel fühlte sich ungewohnt an. Mein Blick fällt auf ihren Mund, der vor Erregung leicht geöffnet ist. Ihre Lippen, so schön, rosig und zart, unwiderstehlich, so geöffnet, dass ich ihre Zähne sehen kann.

Sie ist in ihrer Schönheit so vollkommen, so unaushaltbar atemberaubend schön, dass ich mit meinen Sinnen nicht einmal annähernd begreifen kann, welch eine Anmut ich in ihr sehe. Und da wird mir bewusst, dass es gar nicht darum geht, wie schön sie ist, sondern wie schön ich sie finde.

Und da wird mir bewusst, dass es gar nicht darum geht, wie schön sie ist, sondern wie schön ich sie finde und ich habe Angst, daran zu zerbrechen, an dieser Schönheit.

Und ich habe Angst, daran zu zerbrechen, an dieser Schönheit. Und auch mit dem Gefühl, dass ich zu weit gehen könnte, wage ich es, ich beuge meinen Kopf wieder zu ihr runter. Ich öffne meine Lippen ebenfalls ganz leicht. Mein Mund ist nur noch Millimeter von ihrem entfernt und ich spüre die Luft, die sie ausstößt, während sie leise stöhnt. Wow! Ich war ihr noch nie so nahe, noch nie hatte ich einen so intimen Moment mit ihr.

Fortsetzung folgt.

Ruth Petrichor ist Anfang zwanzig und jeden Tag von neuem dabei, sich selbst zu finden. Zwischen verträumt, sensibel und selbstbewusst, leidenschaftlich ist ihr Innenleben voller verschiedener Emotionen und Gedanken. Diese drückt sie gerne kunstvoll mit Worten aus. Am liebsten schreibt sie wenn es regnet, mit Ausblick zum Wald.

Headerfoto: Roman Khripkov via Unsplash. (Kategorie-Button hinzugefügt und Bild gecroppt.) Danke dafür! 

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