Das unverhoffte After-Work-Date: Wie aus mir und meinem Kollegen mehr wurde

Es war eigentlich immer nur ein Spiel zwischen uns gewesen. Er, der etwas arrogante Coole aus der Arbeit, immer zu Scherzen aufgelegt, und ich, die aus Prinzip solche Typen schon nicht leiden konnte, seinen Charme gekonnt ignorierend. Ein kleiner Flirt hier und da, nichts Ernstes.

Erst als ich die Firma wechselte, bekam ich einige Wochen später eine SMS von ihm. Ob wir nicht mal ein Bier trinken gehen wollen, fragte der Abteilungsmacho. Ich sagte spontan zu, warum auch nicht. Aus dem Bier wurden zwei Flaschen Wein und ein Besuch bei ihm zuhause, die Sonne dämmerte schon leicht.

Mir wurde etwas schwindelig. Ich kletterte unbeholfen auf sein Bett und begann, sein Zimmer zu betrachten. So wohnte er also. Renovierter Altbau, teure Musikanlage und die Nespresso-Maschine direkt im Schlafzimmer. Angeber, dachte ich und befühlte das Leinentuch, das auf der Decke ausgebreitet war.

Irgendwann legte er sich dann zu mir. Der Stoffseiner Hose fühlte sich kühl an und meine Haut begann leicht zu frösteln. Sanft strichen seine Finger über meinen nackten Arm und er sah mich mit dunklen Augen an. Tief und bedeutungsvoll. Ich wusste ganz genau, was er im Sinn hatte, aber ich wollte es ihm nicht sofort geben und stellte mich ahnungslos.

Ich wusste ganz genau, was er im Sinn hatte, aber ich wollte es ihm nicht sofort geben und stellte mich ahnungslos.

Schneller begannen seine Finger zu kreisen und plötzlich packte seine Hand meinen Nacken und er zog mich zu sich ran. Ein kleiner Stöhner entwich mir und wir pressten die Lippen aufeinander. So hart, dass ich kaum nach Luft ringen konnte. Mit einer schnellen Bewegung war er über mir und nagelte mich mit seinen starken Armen auf der Matratze fest.

Seine Hände waren plötzlich überall, er zog an meinem T-Shirt, schob sich unter meine Jeans und zerriss meinen Slip. Wir keuchten und ich zog ihm die Hose runter, um auf seinen Hintern zu hauen. Knall! Das hatte er nicht erwartet. Er stoppte plötzlich, warf den Kopf zurück und fixierte mich mit einem spöttischen Lächeln.

Ich hab hier das Sagen, erwiderte er mit seinem harten Händedruck: die eine Hand auf meiner Schulter, die andere um meine Kehle. Ich wollte mich noch nicht ganz fügen, ich grinste etwas und streichelte ihn fordernd am Bauch, immer tiefer, immer fühlender, bis ich seinen erigierten Penis spüren konnte.

Ich streichelte ihn fordernd am Bauch, immer tiefer, immer fühlender, bis ich seinen erigierten Penis spüren konnte.

Er zuckte, spreizte meine Beine mit seinen und verstärkte den Druck seiner Hände. Er lag mit seinem vollen Gewicht auf mir und bedeutete mir auf diese Weise: Wir machen es so, wie ich es will. Wir küssten uns leidenschaftlich und er warf mich herum. Ich war mittlerweile ziemlich feucht.

Ich wollte so sehr, dass er in mich eindringt. Aber er wollte mich für meine Frechheit bestrafen. Er fuhr sanft mit der Fingerkuppe seines rechten Zeigefingers über mein Gesäß, meinen Rücken, meine Wirbelsäule, die Innenseiten meiner Schenkel entlang, bis er schließlich zwischen meinen Beinen stehen blieb. Und ganz, ganz, ganz langsam damit eindrang.

Es fühlte sich alles schwer und zuckersüß zugleich an. Er blieb einige Sekunden in mir und zog seinen Finger wieder raus. Ich hörte das vertraute Ratschen der Kondompackung und wartete gespannt darauf, was er machen würde. Ich hörte nichts. Nur unseren schweren Atmen und die Bewegungen meiner zitterenden Beine.

Ich hörte nichts. Nur unseren schweren Atmen und die Bewegungen meiner zitterenden Beine.

Plötzlich spürte ich seinen Penis von hinten tief in mich hineinstoßen und schrie kurz auf. Er packte meinen Po und begann in schnellem Tempo immer wieder in mich einzudringen. Ich war etwas überrascht von seiner Heftigkeit, fühlte sein Hand auf meinem Nacken und begann zu entspannen. Sein stetiger Rhythmus katapultierte uns in einen Trancezustand, das Zimmer totenstill bis auf unseren erregten Atem.

Die Sonne malte bereits blasse Tupfer auf die Tapete, als er plötzlich abließ und sich keuchend neben mich auf die Matratze warf. Auch ich ließ mich fallen und so lagen wir einige Minuten in vereinter Vertrautheit nebeneinander. Gekommen ist an diesem frühen Morgen niemand.

Ich trank noch einen Kaffee aus der Nespresso-Maschine, holte mir einen Guten-Morgen-Kuss, ging zur Arbeit und wunderte mich über meine eigene Aufgewühltheit. Hatte ich insgeheim gehofft, dass sich der unzähmbare Tiger in mich verliebt?

Headerfoto: Stockfoto von Nomad_Soul/Shutterstock. („Sexy-Times“-Button hinzugefügt.) Danke dafür!

ROSA ist irgendwann mal in Berlin gestrandet und seitdem geblieben. Zum Glück! Denn die Stadt hielt die Lieben fürs Leben parat: ihre Freunde und Freundinnen.

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