Es gibt Alles und Nichts. Und ich will irgendwas dazwischen.

Ich will alles und nichts. Das, was ich mir für mein Leben wünsche, sind besondere Beziehungen zu interessanten Menschen. Das, was ich suche: eine Utopie, die ich vorrangig in meinem Kopf entwerfe und die nie Wirklichkeit sein kann – denke ich. Nur manchmal, für kleine Momente hier und da, wird sie erfahrbar, greifbar, wahrhaftig. Diese Momente sind es, die mich weiter träumen lassen. Manchmal kann ich kaum begreifen, dass es sie wirklich gibt.

Ich will alles und nichts. Nähe und viel Raum. Intimität und Abstand. Niemand kann das auf Dauer aushalten.

Ich will alles und nichts. Nähe und viel Raum. Intimität und Abstand. Niemand kann das auf Dauer aushalten. Auch ich nicht. Ich bin mir sicher, irgendwann kommt der Punkt, an dem sich die Gefühle drehen und Erwartungen an die andere Person erwachsen. Dann bleiben nur Fragen wie ‘Wird daraus Liebe werden?’, ‘Wirst Du mir das geben können? Alles und nichts? Beides zugleich?’

Liebe ist Alles – Freiheit ist das Nichts.

Viele meiner Mitmenschen brauchen einen Partner in ihrem Leben, in ihrem Alltag. Sie fühlen sich unvollständig und ungeliebt. Sie sehnen sich nach Nähe, nach Geborgenheit in Routine. Aber bin ich so? Kann ich so sein?

Und dennoch sehne auch ich mich gelegentlich nach Nähe, nach Geborgenheit. Regelmäßig, aber nicht täglich. Intensiv und doch mit Abstand.

Freiheit ist Alles – Liebe ist das Nichts.

Ich sehne mich nach Freiheit im Alltag.  Ich möchte keine Verpflichtungen, keine Rechtfertigungen. Ich fühle mich vollständig, ganz und geliebt. Auch allein. Kunst, Freunde, Familie, Rausch. Und dennoch sehne auch ich mich gelegentlich nach Nähe, nach Geborgenheit. Regelmäßig, aber nicht täglich. Intensiv und doch mit Abstand.
Das bin ich. So kann ich sein.

Ich möchte keine Konvention. Keinen engen Rahmen eines Gefüges, das ich als zum Scheitern verurteilt empfinde. Doch wie soll mich mein Gegenüber verstehen, wenn es nur Schwarz oder Weiß kennt – ich aber alle Stufen von Grau erleben möchte?

Ich werde sie finden, die Menschen, die so leben und lieben wollen wie ich. Ich werde Dich finden. Vielleicht nicht heute – aber irgendwann.

MINETTA ist eine junge Künstlerin, die sich hauptsächlich mit analoger Fotografie beschäftigt. Gelegentlich verspürt sie jedoch eine innere Notwendigkeit – von der einst Kandinsky sprach – und muss ihr inneres Chaos in Worte fassen. Begegnungen, Emotionen, Beobachtungen. Ihr digitales Tagebuch füllt sie mit Texten, Zitaten, Lyrics und Anekdoten aus dem Leben einer freigeistigen Twentysomething-Lady. Mehr von ihr gibt es bei Instagram.

Headerfoto: Jake Davies via Unsplash.com. (Gedankenspiel-Button hinzugefügt, Bild gecroppt.) Danke dafür.

 

1 Comment

  • Du sprichst mir sehr aus dem Herzen… wobei ich schon denke dass ich mich fest binden kann und will, mit einem Menschen, der mir trotzdem so viel Raum lässt, dass ich noch ich sein kann… ich glaube, wenn “der Richtige” da ist, geht das von selbst.

    Sonnige Grüße

    PS: bist du auch Wassermann? 😀

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