Tony | 32 | Berlin

„Auf eine einsame Insel würde ich ein Messer, ein Feuerzeug und meine zukünftige Frau mitnehmen.“

An einem schönen Tag im Mai öffnet uns ein strahlender junger Mann die Tür zu seiner Einzimmerwohnung im schönen Neukölln. Uns erwartet nicht nur ein fröhlicher Single, sondern auch ein Buffet für unser leibliches Wohl. Der perfekte Gastgeber. Guter Start.

Als Antonio fünf Jahre alt war, wurde er von seiner italienisch-deutschen Familie adoptiert. Geboren ist Antonio, den alle nur Tony nennen, als Kind thailändischer Eltern, erhielt dann aber einen traditionell italienischen Namen. Multikulturell ist in Tonys Fall wirklich nicht nur eine Phrase.

Sein Einreisedatum in die Bundesrepublik ist sein offizielles Geburtsdatum im Pass und somit in vielerlei Hinsicht ein besonderer Tag. Irgendwie ganz passend. Denn eins ist klar: Er ist dankbar, in Deutschland aufgewachsen zu sein, mit all den Möglichkeiten und einem Zugang zu guter Bildung.

Die Kindheit und Jugendzeit verbrachte er mit seinen Eltern, dem Familiendackel Susi und einer älteren Schwester in Düsseldorf. In seiner Jugend war Tony laut eigener Aussage eher ein Rebell und feierte lieber mit seinen Jungs LAN-Partys, statt sich den Hausaufgaben zu widmen. Heute in Retrospektive kann er sehen, dass er seinen Eltern so sicher die eine oder andere Sorgenfalte beschert hat. Ein Hoch auf die Selbstreflexion.

Doch vielleicht ist der liebe Tony da auch etwas streng mit sich. Denn auch wenn er seine Kochschule nicht abgeschlossen hat, holte er dort seinen Realschulabschluss nach und setzte noch ein Fachabitur in Elektrotechnik drauf. Da ziehe ich meinen Hut.

Nach dem Fachabitur war Tony dann plötzlich angefixt und sein Ehrgeiz wurde geweckt. Eine Eigenschaft, die ihn heute immer noch antreibt. Hierbei ist vor allem seine Mutter sein großes Vorbild. Ein Mann, der eine starke Frau zu schätzen weiß. Gleichberechtigung ist für ihn eine Selbstverständlichkeit.

Nach seiner Zeit in der Kochschule fiel dann die Entscheidung, die sein Leben nachhaltig prägen sollte: Er verpflichtete sich vier Jahre bei der Bundeswehr. Hier lernte er, neben den akkuraten Falttechniken seiner Kleidung, vor allem viel über Disziplin und Durchsetzungsvermögen. Noch heute ein treibender Motor in seinem Leben.

Dennoch kam auch in der Zeit bei der Bundeswehr das Feiern nicht zu kurz. Neben dem Alltag in der Kaserne arbeitete Tony in einem Club. Er liebte es, sich immer wieder zwischen diesen beiden gegensätzlichen Welten zu bewegen. Er schloss noch in der Zeit beim Bund seinen Kaufmann in Bürokommunikation ab und ging dann nach Düsseldorf, um dort seinen Betriebswirt zu absolvieren.

In einem Auslandssemester in Lanchester, England genoss unser Single das Miteinander mit den vielen neuen und unterschiedlichen Menschen, sehnte sich aber vor allem nach einer Sache: gutem Essen. Spätestens seit diesem Zeitpunkt wusste er, dass Liebe tatsächlich durch den Magen geht.

Erst vor vier Jahren ging es für Tony nach all der Zeit noch einmal nach Thailand. Beim Backpacking mit einem Freund lernte der Deutsch-Italiener sein Geburtsland kennen. Ein durchaus schräges Gefühl, da er aufgrund seines deutlich thailändischen Aussehens oft für einen Einheimischen gehalten wurde. Auf dem Markt beim Verhandeln brachte dies durchaus den einen oder anderen Vorteil mit sich.

Die Zeit vor Ort zeigte Tony aber auch wieder deutlich, dass er durch seine Adoption mehr Möglichkeiten hatte als die meisten Menschen in Thailand. Ein wahrer Luxus, den er sich stetig versucht, vor Augen zu halten. Diese Erfahrung, seine Familie und seine Zeit bei der Bundeswehr haben ihm gezeigt, dass er sich weiter entwickeln und er sein Potenzial nicht verschenken möchte.

Somit trieb es Tony dann vor einigen Jahren nach Berlin und da lebt er nun nach einiger WG-Erfahrung in seiner eigenen kleinen Wohnung. Der Umzug hierher war bereits der neunzehnte in seinem Leben. Doch ganz sicher werden hier noch einige folgen. Denn Tony hat ein gewisses Bedürfnis, sich immer mal wieder neu zu erfinden. Gerade was seine beruflichen Ambitionen angeht, ist er sicher noch nicht am Ende angekommen.

Aktuell kann man Tony noch zum Abschluss seines Masterstudiums gratulieren. Auch in Sachen Durchhaltevermögen ist ihm seine Mama ein großes Vorbild, auch wenn Geduld nicht unbedingt sein Steckenpferd ist. Dennoch hat er sich erfolgreich neben dem Job die letzten drei Jahre durchgekämpft. Allerdings führte diese Tatsache auch zu einer gewissen sozialen Isolation, da sein Fokus tatsächlich auf dem Abschluss lag.

Somit war der Wahlberliner nun aktuell auch schon lange nicht mehr Feiern, schließt es aber keinesfalls aus. Generell kann er aber auch gerne in guter Gesellschaft einem gemütlichen Abend auf der heimischen Couch oder in der Bar um die Ecke etwas abgewinnen. Dabei dann aber gerne Wein statt Bier.

Tony wünscht sich eine Partnerin zum gegenseitigen Bereichern. Salsa tanzen gehen oder gemeinsam eine Sprache lernen, er möchte seine Interessen vor allem auch mit einem Gegenüber teilen. Der Frühaufsteher mag Berge ebenso wie Meer, schätzt authentische und zuverlässige Leute und da er selber ein wirklich positiver Mensch ist, darfst auch Du vor allem gerne lachen.

Wenn Du jetzt vielleicht gemeinsam mit Tony Italienisch lernen willst, ihm vielleicht sogar die Sprache näher bringen kannst und dann auch noch weißt, was es mit „Blockchain“ auf sich haben könnte, na dann keine falsche Scheu. Unser Single freut sich auf ein Kennenlernen und erzählt Dir bei der Gelegenheit auch seine lustigste Reisegeschichte.

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STEFFI ist eine Wahlberlinerin mit ostwestfälischem Migrationshintergrund, die Stadt ist ihre große Liebe, bereits im verflixten siebten Jahr. Sie hat ein Herz für Worte, geschrieben wie gesprochen. Bei den Gesprächsthemen ist zwischen niveauflexiblem Humor und echtem Deeptalk (fast) alles möglich. Neugierig und detailverliebt die Welt zu betrachten, gilt für Radtouren durch die Stadt genau wie für die Inneneinrichtung ihrer Wohnung. Sie hat den Kopf immer voller neuer fixen Ideen und aktuell auch die Nase in den Büchern, um ihren Master zu beenden und endlich die Weltherrschaft an sich zu reißen. Oder auch nicht.
ANDREAS BOHLENDER ist Fotograf der ersten Stunde und seit 2014 für uns unterwegs. Der Weltenbummler und stolze Papa hat bereits mehr als die Hälfte aller Kontinente bewohnt. Seit 2009 ist er in Berlin sesshaft. Hier findet er es auch richtig jut. Fotografie ist sein Beruf und seine große Passion.