Vorsätze für das neue Jahr: Mehr Sex? So kann es klappen


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Ob Dankbarkeitstagebuch, Gym-Mitgliedschaft oder Dry January, die meisten guten Vorsätze haben eine Sache gemein: Es geht darum, die eigene Gesundheit zu verbessern. Aber ein Wellnessthema vergessen viele dabei: Ihr Sexleben. Und das, obwohl das so eine wichtige Rolle spielt, wenn es um das eigene Wohlbefinden geht.

Sex kann sich in vielerlei Hinsicht sehr positiv auf die Gesundheit auswirken. Er kann zum Beispiel dein Stresslevel senken, Periodenkrämpfe reduzieren und sogar dein Immunsystem stärken. Abgesehen davon fühlt er sich großartig an und sorgt für ein besonderes Gefühl von Nähe und Intimität. Kurz gesagt: Wenn es eine Sache gibt, die auf jeden Fall auf deiner To-Do-Liste für 2020 stehen sollte, dann ist es mehr Sex.

Wenn es eine Sache gibt, die auf jeden Fall auf deiner To-Do-Liste für 2020 stehen sollte, dann ist es mehr Sex.

Natürlich ist das einfacher gesagt als getan. Deshalb haben wir ein paar Tipps für dich zusammengestellt, damit du deinen guten Vorsatz nicht im Februar schon wieder über Bord wirfst, sondern dranbleibst. Bevor es losgeht aber noch der Hinweis: Wenn außer dir eine andere Person (oder mehrere Personen) mit von der Partie ist, läuft natürlich nichts ohne beiderseitiges Einverständnis. Ist dein*e Partner*in nicht in Stimmung, setze sie oder ihn nicht unter Druck. Und wenn du nicht in einer Beziehung bist und auch keinen Fuckbuddy hast, ist das weder ein Grund zur Verzweiflung noch schlimm. Masturbation bringt die gleichen Vorteile mit sich wie Sex mit einer anderen Person – deswegen nennen es viele Expert*innen auch Solosex.

So! Jetzt, wo das geklärt ist, können wir mit den Tipps loslegen.

Plane ein Sex-Date

Ein Weg, häufiger Sex zu haben, ist, dir bewusst Zeit dafür einzuplanen. Sprich: Behandle Sex wie andere wichtige Termine und notiere ihn in deinem Kalender. Wenn du eine*n Partner*in hast und es für euch beide nach einer guten Idee klingt, könnt ihr zum Beispiel jede Woche ein oder zwei Stunden fest für Sex einplanen.Oder aller zwei Wochen. Oder jeden Monat. Wie ihr wollt.

Das klingt vielleicht erst mal langweilig, aber es ist ein sicherer Weg, dass ihr das Thema Sex im Kopf und in eurem Leben behaltet. Außerdem sagt man ja nicht ohne Grund, dass Vorfreude die schönste Freude ist. Du hast keine*n Sexpartner*in? Plane Zeit zum Masturbieren ein. Du kannst es sogar zu einem Teil deiner Selfcare-Routine machen.

Responsives Verlangen

Wenn der Hauptgrund dafür, dass du aktuell nicht so viel Sex hast, wie du es dir wünschen würdest, ist, dass du nie in Stimmung bist, beschäftige dich mal mit dem Thema Responsives Verlangen. In ihrem Buch Come As You Are unterscheidet die Sexpädagogin Emily Nagoski zwischen “spontanem Verlangen“ (du hast einfach so auf einmal Lust auf Sex) und „responsivem Verlangen“ (Sex zu wollen ist eine Reaktion auf etwas – wie mit der Partnerin oder dem Partner zu knutschen oder ein erotisches Buch zu lesen). Laut Nagoskis Recherche tendieren 55 Prozent der Bevölkerung zu letzterem. Wenn der Gedanke an Sex für dich also nicht direkt Begeisterung auslöst, versuch’s mit Knutschen, Kuscheln oder einem sexy Film und schau, was passiert.

Benutze Gleitgel

Falls du nicht ohnehin schon regelmäßig Gleitgel verwendest, kauf dir eine Tube. Gleitgel hat viele Vorteile: Es kann Schmerzen reduzieren, Irritationen vorbeugen, die durch Reibung (durch Penis, Sextoy oder Finger) entstehen können und das Risiko minimieren, dass das Kondom reißt. Abgesehen davon fühlt es sich mega an. Kurz gesagt: Mit Gleitmittel macht Sex mehr Spaß und deine Vagina macht selbst bei einem Sexmarathon nicht schlapp.

Setz dir ein Ziel oder schreib eine Wunschliste

Es gibt eine Handvoll Stellungen, in denen du Sex hast, aber das würdest du gern ändern? Du würdest gern neue ausprobieren? Oder eine Fantasie zur Realität machen? Nimm dir etwas Zeit und denk mal darüber nach, was du dir von deinem Sexleben in diesem Jahr wünschst. Und dann schreib eine Ja/Nein/Vielleicht-Liste, die du allein oder mit deiner Partnerin, deinem Partner oder deinen Partner*innen 2020 angehen willst. Du kannst dir aber auch einfach nur ein bestimmtes Ziel setzen – wie Analsex haben, Bondage ausprobieren oder ein Experte oder eine Expertin im Sexting werden.

Definiere Sex neu

Ich weiß es, du weißt es, aber es schadet nicht, es trotzdem noch mal zu sagen: Sex heißt nicht automatisch Penetration. Oralsex? Ist auch Sex – das sagt ja schon der Name. Fingern? Ist auch Sex. Einen Runterholen? Ist auch Sex. Masturbation? Ist auch Sex. Überleg einfach mal, was für dich unter den Begriff Sex fällt und dann hast du vielleicht automatisch mehr davon in 2020.

Headerfoto: Stockfoto von oneinchpunch/Shutterstock. („Körperliches“-Button hinzugefügt.) Danke dafür!

Text: Erika W. Smith.

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