Von heißem Sommersex und nassen Abkühlungen

Ich wälze mich durch dein Bett und deine Laken, die so berauschend-intensiv nach dir riechen. Nach dieser Nacht werden sie auch nach mir riechen, nach uns. Unserem Schweiß, unserem Schlaf und unserem Sex. Ich will nie wieder etwas anderes wahrnehmen.

(In) Hitze sein

Das helle Vollmondlicht, das durch dein Dachfenster fällt, lässt uns aussehen wie ein Porno in Schwarz-Weiß. Zwei nackte, feinkörnige Körper, glänzend und glitzernd vom Schweiß, den die schwüle Luft in deiner Dachgeschosswohnung aus unseren Poren drückt. Ich werde erst im Rückblick erkennen, was für eine ästhetische Szenerie wir bildeten. Erst in der Rückschau wissen, was für eine glückliche gemeinsame Nacht und was für ein einzigartiger Ausflug das mit uns war.

Ich kann und will nicht aufhören, deine Haut zu berühren.

Die Wechselwirkung unserer Flirttemperatur ist kaum auszuhalten, ich befinde mich ständig in Hitze, außerhalb und innerlich. Aber ich kann und will nicht aufhören, deine Haut zu berühren, dir nah zu sein. Nicht nur, weil wir praktisch aneinanderkleben, sobald kein Stoff mehr unseren Schweiß aufsaugt. Deine Anziehung auf mich geht über jegliche Rationalität hinaus. Du riechst so unwiderstehlich, dass ich dich praktisch über meine Nase liebe.

Als du die Tür zu deiner Wohnung im Dachgeschoss öffnest, bemerke ich nur am Rande, dass die Luft eigentlich mehr wie Wasser ist. Ich bin zu abgelenkt, um mich zu beschweren. Du gehst langsam vor mir den Flur entlang und ich beobachte deine Rückansicht, während du im Gehen dein schwarzes Shirt über deinen Kopf ziehst und es hinter dir zu Boden fallen lässt. Dein Rücken ist geschmeidig-muskulös, deine Haut gezeichnet von deinen Teenagertagen. Eine Kombination, die dir ein einmaliges, gemustertes Aussehen verleiht. Mein Blick kann dich nicht mehr loslassen.

Entkleidezimmer

Wie sie beinahe zufällig über meine Brustwarzen streichen…

Es tut so gut, nach diesem langen Sommertag Stück für Stück meiner Kleidung abzulegen. Es fühlt sich noch viel besser an, dass es deine Hände sind, die mich von den Stoffen befreien. Ich schließe meine Augen und genieße die sanften Bewegungen deiner Fingerspitzen. Wie sie beinahe zufällig über meine Brustwarzen streichen, als du meine Bluse öffnest. Du machst mich auf so eine frech beiläufige Weise an. Nur das winzige Lächeln in deinem Mundwinkel verrät, dass diese Unschuld nicht tief sitzen kann, dass deine Vorsicht mehr Genuss ist als Zurückhaltung. Ich küsse dich sanft dort, wo dieses Lächeln sitzt, und mir wird leicht schwindelig. Du. Riechst. So. Gut.

Meine Hände lassen sich auf deinen Schultern nieder, streicheln deine vernarbte Haut, betasten die feste Muskulatur darunter. Ich spüre die Bewegung in ihr bereits eine Idee vor deiner Berührung. Deine Hand greift jetzt weniger unschuldig zu und massiert meine Brust. Ein Finger spielt mit dem Piercing, das er dort findet, und schickt kleine Nervenblitze meinen Körper hinunter. Dein erster Gruß an meine erwartungsvolle Klit.

Dein erster Gruß an meine erwartungsvolle Klit.

Fast möchte ich mich nicht auf dein Bett begeben, die Kissen, die Decken, alles spricht nur von noch mehr Wärme. Aber als du deinen Körper in Richtung Bett bewegst, zieht mich der Anblick deiner geschmeidigen Langsamkeit praktisch wie an Seilen hinter dir her. Du lässt dich wie in Zeitlupe auf deiner Matratze nieder und ich kann nicht sagen, ob die Sommerhitze der Grund für diese Geschwindigkeit ist oder ob mein Hirn einfach nicht mehr hinterherkommt. Mein Kopf ist ganz wattig, ich fühle mich eingehüllt in unterschwellige Anstrengung und in alles überstrahlende Lust auf deine Nähe.

Hot and cold

Du hast die Kissen vom Bett geschoben und dich entspannt auf den Bauch gelegt. Präsentierst mir deinen starken Rücken, deine angespannten Schultern und deinen Hintern, der als einziger Bereich deines Körpers noch von schwarzem dünnem Stoff bedeckt ist. Meine Hände greifen leicht zittrig nach dem Saum deiner Unterwäsche und ziehen sie sanft deine Beine entlang. Auf Höhe deiner Füße angekommen, werde ich immer langsamer. Ich lasse Atemzüge verstreichen, einen, zwei, bis ich dich endlich ganz befreie und das Schwarz stumm neben dein Bett fällt.

…während ein leichtes Stöhnen einen sichtbaren Schauer durch deinen Rücken und in deine Beine treibt.

Dann setzen sich die Fingerspitzen meiner Hand auf deine Ferse und beginnen ihre Wanderung in die entgegengesetzte Richtung. Meist streichelnd, mal kratzend lösen sie Gänsehaut bei dir aus. Deine im Mondlicht glänzende Haut wirkt matt für einen Moment, während ein leises Stöhnen einen sichtbaren Schauer durch deinen Rücken und in deine Beine treibt.

Du denkst sicher, als nächstes müssen meine Finger den Ansatz deines Pos berühren. Sie sind so nah an dieser empfindlichen Stelle, es gibt keinen Weg mehr daran vorbei! Ich weiß, das Streicheln wird dich dort ausnahmsweise nicht kitzeln, dazu bist du schon zu geil. Aber im letzten Moment heben meine Finger ab, meine Hand verlässt deine unmittelbare Nähe und ich dein Schlafzimmer in Richtung Küche.

Du stöhnst in kleinen Schrecken, teils vor Lustschmerz, teils vor Erleichterung.

Wir haben Glück, dass sich im Gefrierfach noch ein paar letzte Eiswürfel finden lassen. Ich genieße das Spiel deiner Reaktionen, wenn dich die Kälte an einer neuen Stelle deines Rückens überrascht. Du stöhnst in kleinen Schrecken, teils vor Lustschmerz, teils vor Erleichterung. Genießt mein Machtspiel und die Abkühlung, während es mich jedes Mal mehr erregt, wenn du unter mir zusammenzuckst. Bin ich dir zu Diensten oder du mir ausgeliefert?

Meltdown Moments

Plötzlich regst du dich deutlicher unter mir, schaffst dir Platz und drehst dich auf den Rücken. Überrascht und erfreut, wieder dein Grinsen bewundern zu können, lasse ich mir den schmelzenden Eiswürfel aus der Hand nehmen. Du streckst deinen Arm aus und setzt mit dem Eis an meinem Schlüsselbein an. Sofort rinnt Schmelzwasser über meine Brust und meinen Oberkörper hinunter. Die Tropfen ziehen erfrischende Bahnen über meine erhitzte Haut und da du nicht aufhörst, das Eis über meine Schlüsselbeine und Brüste wandern zu lassen, bin ich nach kurzer Zeit eisschweißnass.

Die Tropfen ziehen erfrischende Bahnen über meine erhitzte Haut.

Einzelne Wassertropfen laufen über meinen Bauch und verfangen sich in dem Streifen Haar, den ich auf meinem Venushügel stehen ließ. Andere laufen daran vorbei und tropfen von mir herab auf deinen harten Schwanz. Mir wird deutlich bewusst, dass er sich zwischen meinen geöffneten Beinen bereits in der pole position befindet. Dass die Tropfen nicht in der Sekunde verdampfen, in der sie seine weiche blutglühende Haut berühren, wundert mich fast.

Mittlerweile ist das Eis zwischen uns vollkommen geschmolzen. Mit einer Hand massiere ich meine Vulvalippen und mir ist vollkommen unklar, zu welchen Anteilen die Feuchtigkeit, die ich zwischen meinen Fingern spüre, von Schmelzwasser, Lust oder Schweiß stammt. Du hast jetzt auch begonnen, dich selbst zu berühren und beobachtest gierig, was zwischen meinen Lippen abgeht. Ich denke, ich spreche für uns beide, wenn ich jetzt sage, dass ich dich tief spüren will. Du nickst enthusiastisch, ohne deinen Blick von meiner Pussy abzuwenden.

Ich spreche für uns beide, wenn ich sage, dass ich dich tief spüren will.

Nicht von Zauberhand, sondern von deiner Linken erhalte ich ein Kondom und öffne die Verpackung vorsichtig, damit wir gemeinsam für unseren Schutz sorgen können. Nur wenige Augenblicke später, greife ich deinen Schwanz und richte ihn unter mir aus. Es macht mich unfassbar an, wie heiß ich ihn an meinem Eingang spüren kann. Ich fühle genau, wie er sich erwartungsvoll und aufreizend langsam in mich hineinschiebt, als ich mein Becken absenke. Deutlich, aber nicht schmerzhaft, dehnt er sich seinen Weg immer tiefer hinein in meine Hitze. Seine Breite ist perfekt, muss ich dir stöhnend gestehen. So schnell lasse ich dich heute Nacht nicht mehr gehen…

Headerfoto: cottonbro (Kategorie-Button hinzugefügt.) Danke dafür!

Cleo Libro (sie/ihr) spricht und bloggt am liebsten über Zwischenmenschlichkeit und Lust & Frust einer promisken Frau. Manchmal hört sie auf das, was ihre Oma ihr geraten hätte. Meistens aber sagt sie lieber Dinge laut, über die ihre Oma nur verschämt gekichert hat. Cleos Lieblingswort ist “verklemmt”. Mehr über sie gibt es auf ihrem Blog.

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