Trotz Corona weihnachtlich durch die Vorweihnachtszeit – 6 Ideen für den Advent

Thank God it’s Christmas. Endlich Weihnachtszeit! Die Lebkuchen in den Regalen der großen Discounter verlocken uns schon seit Monaten, aber langsam passen sich auch die Temperaturen an und es brennen schon zwei Kerzen. Halfway there. Darauf haben wir so lang gewartet – also seit letztem Weihnachten eben. Und obwohl wir doch alle wahre Fans sind (Bist du? Gut!), fühlt es sich dieses Jahr irgendwie anders an. Weil es eben einfach anders ist.

Das Coronavirus beschäftigt uns in Deutschland schon den Großteil diesen Jahres und jetzt nimmt es auch noch die Vorweihnachtszeit ein. Der zweite Lockdown dauert seit November an – zwar nur light, aber trotzdem mit zahlreichen Einschränkungen, die insbesondere der Weihnachtsstimmung einiger aufs Gemüt schlagen.

Irgendwie hat dieses Weihnachten ja auch das Potenzial, ein ganz besonders magisches zu werden – wann haben wir uns zuletzt um ein Fest, das jedes Jahr mehr oder weniger gleich abläuft, so viele Gedanken gemacht?

Zwar bleiben wir alle ganz viel zuhause und machen es uns dort gemütlich, was ja schließlich auch wichtiger Bestandteil einer gelungenen Adventszeit ist, aber Weihnachtsmarkt, Weihnachtsfeiern und ein bisschen Wichteln gehört doch irgendwie auch dazu. Wie also die Vorweihnachtszeit weihnachtlich gestalten, wo es uns das Virus doch irgendwie erschwert?

Ich sag dir eins: Wir schaffen das! Im Sommer haben wir’s ja auch geschafft. Und irgendwie hat dieses Weihnachten ja auch das Potenzial, ein ganz besonders magisches zu werden – wann haben wir uns zuletzt um ein Fest, das jedes Jahr mehr oder weniger gleich abläuft, so viele Gedanken gemacht?

Wir wünschen euch jedenfalls ein ganz zauberhaftes, besinnliches Weihnachtsfest!

1. Mach es dir zuhause gemütlich!

Nicht nur in diesem Jahr fällt es vielen schwer, in Weihnachtsstimmung zu kommen. Der Vorweihnachtsstress lenkt oft ab – es geht mit Weihnachten aufs Jahresende zu, Arbeit, die nicht liegen bleiben kann, muss erledigt werden, Geschenke besorgt werden.

Was gegen den Vorweihnachtsstress hilft: Einfach mal gemütlich machen. Einen Nachmittag entspannende Musik auflegen und die Wohnung dekorieren, damit man vom Weihnachtskitsch nur so umgeben ist, wenn schon jegliche Weihnachtsfeiern und –märkte ausfallen.

Ab in die Wanne oder auf die Couch mit einem guten Buch. Nach dem stressigen Jahr haben wir uns das wirklich alle verdient.

In Ruhe die Weihnachtsgeschenke für Freund:innen und Familie vorbereiten. Pläne fürs diesjährige Weihnachten schmieden – wer weiß, vielleicht fällt uns ja was total Tolles unter diesen neuen Corona-Bedingungen ein. Und einfach mal ausspannen. Ab in die Wanne oder auf die Couch mit einem guten Buch. Nach dem stressigen Jahr haben wir uns das wirklich alle verdient.

2. Weihnachtsmarkt – dieses Jahr in den eigenen vier Wänden!

Die großen weihnachtlichen Verlierer der diesjährigen Adventszeit sind die Weihnachtsmärkte. Irgendwie kommen viele ja doch erst richtig in Stimmung, wenn sie sich in der Kälte durch Menschenmassen quetschen und Stunden für den Glühwein oder die Schoko-Waffel anstehen müssen.

Wie wär’s also dieses Jahr mit einem Weihnachtsmarkt zuhause – mit genauso schöner Musik, genauso leckerem Essen, genauso gutem Glühwein und genauso viel Kälte (wenn dir danach beliebt). Die Menschenmassen lassen wir dieses Jahr lieber weg.

Wenn ihr euch vor Ort trefft, kann jede:r eine andere Weihnachtsmarkt-Spezialität beisteuern: Glühwein, Crêpes, gebrannte Mandeln, Kartoffelpuffer – was immer das Herz begehrt!

Du lebst in einem größeren Haushalt zusammen mit Familie oder Freund:innen? Umso besser! Ansonsten lad dir jemanden ein, den du ohnehin als Kontaktperson auserkoren hast oder starte eine Zoom-Session mit Freund:innen oder Familie. Wenn ihr euch vor Ort trefft, kann jede:r eine andere Weihnachtsmarkt-Spezialität beisteuern: Glühwein, Winterpunsch, Waffeln, Crêpes, gebrannte Mandeln, Lebkuchen, Kartoffelpuffer – was immer das Herz begehrt!

Wie wär’s wenn ihr mit kleinen Spielen, die ohnehin zuhause rumliegen, einige Attraktionen des Weihnachtsmarkts ersetzt? Für die Videochat-Weihnachtsmärktler:innen alternativ ein paar Spiele auf Houseparty? Dann die Weihnachts-Playlist an und los geht’s! Wenn dir die Kälte fehlt: Heizung aus und Fenster auf. Lüften hilft ja bekanntlich auch gut gegen Corona-Übertragungen.

3. Reflektier doch mal

Für mich geht die Vorweihnachtszeit Hand in Hand mit der Antizipation des Jahresendes und dem Beginn des neuen Jahrs. Wenig läutet für mich feierlicher die Vorweihnachtszeit ein, als mit einer leckeren Tasse dampfendem Tee am Schreibtisch zu sitzen und das Jahr zu reflektieren. Was ist passiert? Was war besonders schön? Was hätte ich mir anders gewünscht?

Vielleicht können wir uns jetzt ganz besonders auf die schönen Momente konzentrieren.

Und ja, dieses Jahr ist viel Unschönes passiert. Aber vielleicht können wir uns deswegen jetzt ganz besonders auf die schönen Momente konzentrieren. Was war dein schönstes Erlebnis dieses Jahr? Was war ein Moment des Aufatmens? Welchem Menschen bist du besonders dankbar und warum? Und schließlich: Was wünschst du dir fürs nächste Jahr und was kannst du selbst tun, um es zu erreichen?

4. Auf zur Glühweintour!

Du hast so richtig Lust auf Glühwein und die wenigen Stände, die trotz Corona aufgebaut sind, laden mit ihren weihnachtlichen Düften ein, zuzuschlagen? Mehr als verständlich. Aber Angela Merkel hat recht, wenn sie sagt, dass wir in uns in Schlangen und vor Ständen unnötig in (kleineren) Menschengrüppchen tummeln. Und wir tun uns selbst und allen Mitmenschen gerade einen großen Gefallen, wenn wir Kontakte möglichst vermeiden. Insbesondere, weil Weihnachten vor der Tür steht und einige von uns eventuell bald auf ihre Liebsten treffen.

Keine Sorge: Deine Glühweintour kann trotzdem stattfinden. Wärm dir den Glühwein zuhause auf – Vorteile: du selbst kannst würzen und du kannst entscheiden, wie viel oder wenig Schuss du wirklich willst. Dann ab in die Thermoskanne und raus an die frische Luft.

Lass dich vom Glühwein auf dem Weg von Station zu Station wärmen.

Stell dir einfach selbst eine kleine Tour mit mehreren Orten zusammen, die du auf deinem Spaziergang passieren willst und lass dich vom Glühwein auf dem Weg von Station zu Station wärmen. Weiterer Vorteil: Du bist an der frischen Luft und kannst zu einer potentiellen Begleitung einen gewissen erwünschten Corona-Abstand halten.

5. Ja, wichteln geht auch online!

Für dich gehört wichteln absolut zur (Vor-) Weihnachtszeit? Du kannst dich dieses Jahr vielleicht nicht mit allzu vielen Menschen treffen, mit denen du sonst traditionell wichtelst. Aber du kannst sie nach wie vor alle online treffen – und wer weiß, vielleicht kann so ja die eine Freundin teilnehmen, die normalerweise einen viel zu weiten Weg auf sich nehmen müsste und daher seit Jahren nicht mehr dabei ist.

Wer weiß, vielleicht kann so ja die eine Freundin teilnehmen, die normalerweise einen viel zu weiten Weg auf sich nehmen müsste und daher seit Jahren nicht mehr dabei ist.

Wie das funktionieren soll, zu wichteln, wenn nicht alle Teilnehmer:innen zur Namens-Ziehung an einem Ort sein können? Das Internet macht’s möglich! Auf Seiten wie drawnames kannst du deine Wichtel-Gruppe anlegen und jedem:r wird automatisch eine zu beschenkende Person zugeteilt. Zusätzlich können Teilnehmer:innen eine persönliche Wunschliste aufstellen und als Schenker:in kannst du sogar anonym Fragen zu den Wünschen stellen.

Die Geschenke können dann ganz bequem per Post versandt – oder wenn ihr euch in der selben Stadt befindet, selbst eingeworfen – und in einem gemeinsamen Video-Call feierlich geöffnet werden. Kannst du erraten, wer dich beschenkt hat?

6. Kleine Weihnachtsaufmerksamkeiten sind uns mit Abstand am liebsten.

Du wirst wahrscheinlich dieses Weihnachten im Schnitt sehr viel weniger Menschen begegnen, als du es normalerweise tust – bei mir sind es tatsächlich um die 25 Menschen, die ich traditionell jedes Jahr zu Weihnachten sehe und dieses Jahr nicht treffen werde. Das ist natürlich erstmal schade, weil jene Menschen unser Weihnachten ja auch irgendwie zu dem machen, was es ist – das Fest der Liebe.

Aber es eröffnet auch ganz viele neue Möglichkeiten. Hast du schon mal einen Weihnachtsbrief verschickt? Oder wie wär’s mit einem Päckchen mit ein paar Plätzchen und anderen Aufmerksamkeiten, die die sonst gemeinsam verbrachte Zeit versüßen?

Wie wär’s mit einem Päckchen mit ein paar Plätzchen und anderen Aufmerksamkeiten, die die sonst gemeinsam verbrachte Zeit versüßen?

Alternativ können Leute besucht werden, die in der Nähe wohnen – auf Abstand, natürlich! Vielleicht eignet sich ein Besuch am Fenster. Schnapp dir doch eine Thermoskanne mit einem Heißgetränk deiner Wahl und auf zu den Leuten, die du vor Ort besuchen kannst. Für einen kleinen Plausch am Fenster sollte deine Winterjacke auf alle Fälle geeignet sein. Und Tee oder Glühwein halten ja zusätzlich warm!

Headerfoto: Roberto Nickson via Unsplash (Bunte Tüte Button hinzugefügt und Bild gecroppt.) Danke dafür!

Jenny liebt Musik. In besseren Zeiten schlug sie sich die Nächte in Fernbussen um die Ohren, um Konzerte quer durch Europa zu besuchen und sich im Moshpit zu verausgaben. Seit das in der Form nicht mehr möglich ist, ist sie seltener verletzt und kann sich voll und ganz aufs Lesen und Schreiben konzentrieren. Das liebt sie mindestens genauso sehr und hat so ihren Weg ins traumhafte im-gegenteil-Team gefunden. In ihrer Freizeit hält sie sich stundenlang in Buchhandlungen auf, liebt Kino und ernährt sich ausschließlich von Nudeln. Besonders Udon!

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