Rückkehr zu heißen Aussichten: Unsere lang ersehnte Nacht im Hotel

Mein Blick steigt durch das geschlossene Fenster in den Himmel und bleibt an einem Stern hängen. Weit steigen muss er dafür nicht, mein Hotelzimmer befindet sich nämlich im sechzehnten Stock. Wie gut, dass Hotelzimmerfenster sich nicht öffnen lassen. Ich nehme das Glitzern des Sterns nicht bewusst wahr, ist doch das Einzige, was ich gerade in mich aufnehmen kann, das Gefühl deines Kopfs zwischen meinen Beinen. Alles was ich aufnehmen will, deinen Körper in meinen.

Wiedersehen, wieder fühlen

Früher an diesem Abend saßen wir auf einem Dach und redeten und lachten leicht. Vordergründig damit beschäftigt, uns gegenseitig zu erzählen, was wir erlebt hatten, in der Zeit, in der wir uns weder getroffen noch gesprochen haben.

Hintergründig frage ich mich schon die ganze Zeit, an welcher Stelle deines Körpers ich dich in dieser Nacht wohl das erste Mal endlich wieder berühren würde. Endlich.

Eine kühle Herbstbrise wirft mir plötzlich deinen Duft ins Gesicht und ich muss mich kurz sammeln. Wie lange wollen wir noch warten?

Eine kühle Herbstbrise wirft mir plötzlich deinen Duft ins Gesicht und ich muss mich kurz sammeln. Wie lange wollen wir noch warten? Bis wir gemeinsam auf mein Zimmer gehen und uns endlich wirklich wiedersehen, die Unter- anstatt nur die Oberfläche abtasten und suchen, was sich verändert hat in meiner Abwesenheit.

Ich beschließe, meine wachsende Ungeduld aus mir sprechen zu lassen und deine Reaktion darauf auszukosten.

Ich nehme deine gestikulierende Hand in meine und lasse unsere Finger miteinander spielen. Du stoppst in deiner Erzählung. Ich weiß, dass du darauf stehst, wie elegant meine Hände aussehen. Dass du sofort an das Bild denken musst, wie sie bei unserer ersten Begegnung durch ausdauernde Massage deinen Orgasmus auslösten.

Auf deine Frage hin stehen wir auf und suchen den Weg in ein für eine weitere Nacht gekauftes Bett.

Du siehst in meine Augen, erkennst meine Absichten und ich muss grinsen. Jetzt ist es so weit. Wir wechseln den Modus von awkward vertraut-fremden Köpfen zu Körpern, die wissen, wer sie füreinander sind. Auf deine Frage hin stehen wir auf und suchen den Weg in ein für eine weitere Nacht gekauftes Bett.

Sieh mich an, sieh mir zu

Im Zimmer angekommen, weiß ich gar nicht, was ich zuerst genießen soll. Die frischen, steifen Laken an meiner nackten Haut, den warmen, verführerischen Geruch von deiner nackten Haut oder die stetig in mir wachsende Erkenntnis, dass diese Begegnung wieder echt ist. Endlich keine Fantasie mehr, keine durch die reine Wiederholung am Leben gehaltene Erinnerung jedes Mal, wenn ich mich allein zum Höhepunkt bringe.

Dein Blick streichelt über meinen Körper. Beginnt in meinem Gesicht, tropft an meinen Brüsten herab und verkrallt sich in meinem Slip.

Dein Blick streichelt über meinen Körper. Beginnt in meinem Gesicht, tropft an meinen Brüsten herab und verkrallt sich in meinem Slip, dem letzten Kleidungsstück, das ich noch an mir geduldet habe. Ich lasse langsam meine Hand in ihm verschwinden und beginne mich selbst zu streicheln.

Dein Blick verändert sich, richtet sich neugierig wieder auf mein Gesicht. Will beobachten, wie meine Erregung sich dort äußert, und teilhaben an meiner Lust auf diese Situation. Wir beobachten uns im Wettstreit, wer mehr sieht. Du meine Lust und ich deine Begierde.

Mr. Tease

Nach kurzer Zeit kommst du mir näher. Ich lasse mir von dir aus meinem Höschen helfen und dabei auf mich wirken, wie sehr mich deine Bewegungen erregen. In meinen Augen ist dein Körper außergewöhnlich und schön. Was dich in diesem Moment perfektioniert, ist deine Art und Weise ihn an mir einzusetzen.

Alles, was du tust, tust du in der Absicht, mich anzuturnen. Jeder deiner Moves ist ein Fast. Ein Flirt, eine Berührung, die sich haarscharf neben mein ersehntes Ziel setzt. Du lockst mich und löst auf diese Weise aus, dass die Zeit stolpert. Und dass mein Verlangen, deinen Körper mit meinem in Besitz zu nehmen, ins Unermessliche steigt.

Du spürst meine Spannung genau in dem Moment, in dem ich mich bewegen und dich zu mir hinziehen will. Stattdessen drückst du mich mit einem tiefen Kuss auf den Mund zurück in mein Kissen und ich sehe, wohin dich dein Weg als nächstes führt. Zwischen meinen Lippen beginnt die Vorfreude zu kribbeln.

Zwischen meinen Lippen beginnt die Vorfreude zu kribbeln.

Als sich dein Kopf auf der richtigen Höhe befindet, wühlen sich meine Hände in deine Haare. Du öffnest durch sanften Druck meine Beine noch ein Stückchen weiter und ich kann dich kühl gegen die Feuchtigkeit atmen spüren, die dort bereits zutage getreten ist. Die Kostprobe quittierst du mit einem genussvollen Stöhnen und ich falle direkt mit ein.

Lange, lange habe ich keine Zunge so genussvoll über meine Vulva wandernd gespürt. Sie tastet abwechselnd mit deinen Lippen jeden Zentimeter meiner intimsten Stellen langsam ab, jeden bis auf den begehrtesten.

Du sparst die Spitze meiner Clit und ihre nächste Umgebung absichtlich aus, ich weiß das. Ich kann trotzdem nicht verhindern, dass diese simple Strategie ihre Wirkung auf mich entfaltet. Eine Wirkung, die sich schwer, aber vielleicht noch mit dem Wort „Genusswut“, beschreiben lässt.

Am liebsten würde ich deinen Kopf an die richtige Stelle drücken und ihn dort festhalten, um mich an dir zu reiben, dich zu benutzen, damit ich endlich fühle, was ich fühlen will.

Meine Hände packen deine Haare fester, ich will, dass du meine Untertöne von Frust bemerkst. Am liebsten würde ich deinen Kopf an die richtige Stelle drücken und ihn dort festhalten, um mich an dir zu reiben, dich zu benutzen, damit ich endlich fühle, was ich fühlen will.

Wir tanzen bis zum Höhepunkt

Meine Atmung ist aufgeregter, angestrengter und du deutest das richtig. Endlich leckt deine Zunge schwer, breit und feucht über meine Clit und ich atme tief ein. Ich will mehr, sage dir, dass du zwei Finger hinzunehmen und sie am Eingang zu meiner Vagina spielen lassen sollst.

Du folgst meinem Wunsch und schon bald darauf massieren mich deine Finger tief in meinem Inneren, während dein Mund außen das Tempo erhöht. Als wären wir derselbe Mechanismus, beschleunigst du dadurch meine Atmung. Ich stöhne lauter, um dir zu zeigen, wie geil es sich anfühlt, was du gerade mit mir machst.

Ich kann nicht anders als meine Hüfte deinem Tempo folgend leicht mitzubewegen. So tanze ich gemeinsam mit deiner Zunge einem Orgasmus entgegen, der wie eine Hitzewelle über mich rollt. In deinem Gesicht seinen Ursprung nimmt und an mir Gänsehaut wie Schweiß ausbrechen lässt.

Mein beinahe ungläubiges Stöhnen wird langsam leiser. Du ziehst dich leicht zurück und schaust mich durch meine Beine hindurch an. Wartest darauf, dass ich zurückkomme. Aber ich kann gerade nur zittern und Gefühl sein. Ich strecke meine Hand nach deinem Gesicht aus, du kommst wieder auf mich zu, lehnst dich über mich und wir küssen uns.

Du kommst wieder auf mich zu, lehnst dich über mich und wir küssen uns. Der Kuss schmeckt nach Kokosöl, meiner Feuchtigkeit und deinem Atem.

Der Kuss schmeckt nach Kokosöl, meiner Feuchtigkeit und deinem Atem. Ein Gemisch, dass ich gerne besser abspeichern können würde für die Zeit, wenn mir wieder nur Erinnerungen an uns bleiben.

Du liegst jetzt auf mir, erschwerst mir mit dem vollen Gewicht deines Körpers das Atmen. Ich kann deine Erektion an meinem Bein spüren und freue mich schon auf sie. Dieser erste Orgasmus war das Eröffnungsfeuerwerk für die Spiele, die in dieser Nacht noch stattfinden werden.

Ich spüre jetzt schon, dass ich morgen früh wahrscheinlich ein wenig heiser sein werde. Mit wunden Lippen, gereizter Haut und müden Muskeln. Mit meinem Kopf voller Bilder und meinem Bauch voller Glück.

Cleo Libro, (sie/ihr) spricht und bloggt am liebsten über Zwischenmenschlichkeit und Lust & Frust einer promisken Frau. Manchmal hört sie auf das, was ihre Oma ihr geraten hätte. Meistens aber sagt sie lieber Dinge laut, über die ihre Oma nur verschämt gekichert hat. Cleos Lieblingswort ist “verklemmt”. Mehr über sie erfahrt Ihr auf ihrem Blog

Headerfoto: cottonbro (Kategorie-Button hinzugefügt und Bild gecroppt.) Danke dafür!

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