Eine Hommage an die Liebe: Tiefe Gefühle zu haben und zu spüren, ist ein Geschenk

Sagt der Schmetterling zur Wolke 7: Manchmal gibt es Tage, da komme ich super alleine zurecht. An diesen Tagen blühe ich nur so vor Leichtigkeit und Zuversicht und nehme dich als nette schöpferische Sehnsucht war. An den restlichen Tagen, träume ich mich in deine Arme. Frage mich, was mit mir los ist? Dieses unaufhaltsame Verlangen nach Nähe zu dir ist grenzenlos. Ich möchte meinen Kopf auf deine sanft hebende Bauchdecke legen, während du mir zärtlich durch die Haare streifst.

Geparkt auf Wolke 7. Bewege mich zwischen Gedanken nach hemmungslosem, spielerischem Sex und tiefen Augenblicken voll liebevoller Umarmungen. Dennoch erörtere ich: Ist es die Sehnsucht nach dir oder der Hunger nach Nähe und du bist nur der Schauspieler, der durch jeden X-beliebigen ausgewechselt werden könnte …?

Wo ist die Liebe hin? Wie sieht sie aus? Wie fühlt sie sich an? Fragezeichen kreisen. Und wieso, weshalb brodelt die Gerüchteküche über das Verletztsein durch Liebe? Liebe macht doch frei. Ist es nicht vielmehr die Abwesenheit von Liebe, die uns verwundet?

Die bittere Suche nach dem Partner in Crime, der uns bestätigen soll „Du bist gut, so wie du bist“, obwohl wir es uns selbst nicht einmal glauben. Mit dieser Bedürftigkeitshaltung verpassen wir unserem gebrochenen Herzen geradezu den nächsten tiefen Schnitt. Endlosschleifen von Selbstmitleid ziehen ein. Beschimpfen die Liebe zu Unrecht als Unglücksbringer. Stattdessen sollten wir unserem Mangeldenken einen großen Arschtritt verpassen und der wahrhaftigen sexuellen Schöpferkraft in uns vertrauen.

Die Liebe – in der Materie so fein und zart und doch so überwältigend

Hineinfallen lassen in die treibende Kraft der Liebe, ohne sie ständig mit ungläubigen Augen anzuschauen. Doch bedarf es einer Definition, um stichfest beschreiben zu können, wie sie sich anfühlt? Sie ist eine Materie so fein und zart und doch so überwältigend. Beipackzettel und vermeintliche Gebrauchsanleitungen gibt es unzählige. Aber deine Feder aus kleinsten Botenstoffen muss ihre eigene schreiben.

ie einen spüren sie, für andere ist sie ein noch nie da gewesenes Phänomen. In der Schule reden sie übers Verknalltsein. Zuhause reflektieren sie über den Zustand des Verliebtseins, während die Dame von Nebenan versunken in ihrer Kaltschaummatratze von ihrem Lover träumt.

Geschichten vom wohligen Gefühl im Bauch, wenn sie ihre Liebsten sehen. Die Leidenschaft, die sie genießen, weil sie wissen, dass sie wiederkehrt, liefern sich ein Battle mit: Auf ein “mich mögen” folgt meist ein “sich nicht mehr melden”. Wir halten die Hoffnung solange aufrecht, bis die Tränen sie zur Seite packen. Sehnen uns nach Wolke 7 und wissen zutiefst, wie sehr wir diese eine Person idealisieren.

Die knallharte Wahrheit: Es tut im Moment einfach nur verdammt weh. Das Herz macht keine Sprünge, es gibt sich einfach nur Mühe, nicht weiter zu reißen. Schmetterlingsraupen in der Bauchgegend, die verzweifelt schlüpfen wollen, werden dann doch vor Angst mit Weinschaum übergossen. Begleitet von mitleidenden Blicken oder Floskeln wie „… hat dich eh nicht verdient“.

Diese Erkenntnis ist ja jetzt auch kein Neuland. Dabei würde ein anerkennendes „Verständlich! Ist gerade eine verdammt beschissene Situation“ meistens ausreichen. Klarkommen. In diesem Wahnsinn. Auch wenn ab und an Tränen über Wangen kullern.

Das Herz macht keine Sprünge, es gibt sich einfach nur Mühe nicht weiter zu reißen. Schmetterlingsraupen in der Bauchgegend, die verzweifelt schlüpfen wollen, dann doch vor Angst mit Weinschaum übergießen.

Aber Baby, bei einem bin ich mir sicher: Es ist nicht die Liebe, die schmerzt, es ist die Abwesenheit von Liebe – dieses Gefühl schmerzt. But you can handle this. Rock on and Namaste! Wir müssen es wagen, unsere Herzen zu öffnen, sie nicht wie ein schüchternes Reh an der Türschwelle zurücklassen.

Wenn Liebe frei macht, wieso lieben wir dann nicht unverblümter, ausgelassener und lebensbejahender? Könnten wir Liebe denn jemals verschwenden? Nein! Wieso sagen wir uns nicht öfter, dass wir uns lieben? Ist Liebe an Bedingungen und alte Muster geknüpft? Sobald mir ein „Ich liebe dich“ oder nur ein leises „Ich mag dich“ über die Lippen springt, hast du die Vermutung, ich wolle diese bittersüße Verpflichtung einer – ich nenne es mal – „Standard-Beziehung“? Erkennst du dich wieder oder ist dir dieser Gedanke fremd? Aber wenn wir uns so viele Erwartungen auferlegen, ist das nicht schon das Ende vom Anfang?

Heute sage ich: Ich bin ein Wesen voller Liebe, ich liebe gerne viel und oft. Wenn Außenstehende endlos behaupten „Du bist schon wieder verliebt“, dann kann ich mit einem beherzten Lachen sagen: „Wieso auch nicht?“ Ich bin verliebt in die Liebe. Gefühle zu haben und zu spüren, ist ein Geschenk, das unser Leben wahnsinnig verrückt und lebendig macht. Supporten und Umarmen sollte unser Nährboden sein und Annehmen zur Selbstverständlichkeit werden.

Ich bin verliebt in die Liebe. Gefühle zu haben und zu spüren ist ein Geschenk, dass unser Leben wahnsinnig verrückt und lebendig macht.

Aber Butter bei die Fische! Das war nicht immer so: Eine lange Lebensphase habe ich mich geschämt für meine Gefühle, sie viel zu oft für mich behalten, weil mich das enge Konstrukt gefangen hielt, dass Mögen und Verliebtsein mit der engstirnigen Norm einer Beziehung einhergehen, an die ein Rattenschwanz der Erwartungen geknüpft ist. Die festgefahrene Annahme, ich könnte durch den Ausdruck meiner liebevollen Gefühle eine Person in unangenehme Situationen des „sich erklären müssen“ oder „überrannt fühlen“ bringen, machte mein Handeln zu einem dramatischen Trauerspiel und zum Fokus der negativen Gefühle. Liebe existierte als fälschlicher Schmerzkörper.

Heute weiß ich, dass ich meine Gefühle nicht mehr hinter Fassaden verstecken möchte. Ich möchte sie ausdrücken, sie umschlingen, ja sogar verschlingen, mir Liebe geben und dir. Ohne Angst drauf losweinen und Schmetterlingsraupen in der Bauchgegend wachsen lassen. Ich möchte, dass wir uns gegenseitig supporten und einfach nur Liebe horten, damit wir sie raustragen können in diese Welt, weil mir die Liebe als Heilung für sie so gut gefällt. Lass uns die Tragödie beenden und endlich jedem mehr Liebe schenken.

Spread the love!

Mit dem Sekt in der einen und der Fahne der Zuversicht in der anderen Hand kann ich dir sagen: Diese liebevollen Gefühle für alle Freund*innen, Familie, Lover and Loverines, Verflossenen und Zukünftigen sind und bleiben der Zucker auf der Zimtschnecke, die goldene Kirsche auf der Sahnetorte und die Musik in meinen Ohren. Aber der Vorhang des Dramas wird geschlossen, stetiges Lernen zur Schaubühne des Vergnügens.

Liebt euch! Liebt euch entspannt von ganzem Herzen, voller Zuversicht und Vertrauen. Bleibt aufrichtig und ehrlich und nahbar. Spürt das Gefühl von frischem Vanillepudding und zu viel Energy, ein warmes wohliges Gefühl in der Bauchgegend, den Hormonüberschuss, tiefe Geborgenheit und Verbundenheit, das Flattern im Uterus und die Aufregung auf einen ereignisreichen Tag, der besser ist denn je. Einzigartig! We all need!

Headerbild: Marisa Harris on Unsplash („Gedankenspiel“-Button hinzugefügt und gecroppt.) Danke dafür!

KADDING liebt Menschen und würde sie am liebsten jeden Tag bis ins kleinste Detail studieren. Schreiben hilft ihr dabei, daran nicht zu verzweifeln. Denn manches bleibt unergründlich. Ihren gute Laune Vibe hält sie mit Kunst, Yoga, Tanz und Liebe am Leben. Ihre neue Leidenschaft gilt dem „Einfach machen! Mutig sein!“ Dies hält sie seit neustem als kleine Post-It-Stories auf ihrem Blog TheKaddingIssue fest.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.