Diese 8 Sexmythen haben wir für Dich aufgeklärt – obenrum und untenrum

Es gibt ja in diesem Internetz so einige ragen und Mythen, über die stolpert man immer wieder. Kann man Brot eigentlich einfrieren? Oder sollte man Tomaten wirklich nicht im Kühlschrank lagern? Die Themen sind zahlreich, die Meinungen noch zahlreicher.

Das Internet ist zudem das Feld der ungehinderten Meinungsäußerungen und in den Zeiten von YouPorn, xHamster und Co auch das Feld des Sexes. Und in der Folge ist es dann vor allem eins: das Feld der ungehinderten freien Meinungsäußerungen über Sex.

Wir bei im gegenteil nehmen Liebe sehr ernst – und Sex gehört ja dazu! Also haben wir beschlossen, wir räumen mal in Euren Köpfen – also obenrum – mit ein paar Mythen auf. Wenn Ihr also Euer Wissen über Sex-Fakten und Sex Mythen auf die Probe stellen wollt: Hier kommen unsere 8 Sex-Irrtümer, die dringend aufgeklärt gehören! 

1. Nur Frauen täuschen Orgasmen vor

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Daaaaas stimmt nicht. Laut einer Umfrage haben rund 16 Prozent der befragten Männer ebenfalls schon einmal ein bisschen geschummelt. Zwar wird es für Männer tendenziell schwieriger, einen Orgasmus vorzutäuschen, da es gewisse Körperteile gibt, die da eine eindeutigere Sprache sprechen, als es die weiblichen Pendants tun. Aber auch Männern kann »mittendrin« die Lust vergehen oder Man(n) merkt, das wird nichts mehr. Der Grund, es zu faken, bleibt daher immer derselbe: Man will das jetzt schnell beenden und den anderen dabei nicht enttäuschen. Ob das die beste Methode ist, bleibt dahingestellt. 

2. Man kann während der Periode nicht schwanger werden

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Okay, zugegeben, es ist eher unwahrscheinlich und kommt vermutlich auch – im Vergleich zu anderen Fällen – nicht sehr häufig vor. Aber es ist nicht per se unmöglich. Manche Frauen, die eher einen kurzen Zyklus haben, können bereits während der letzten Tage ihrer Monatsblutung schon den nächsten Eisprung haben und auch Spermien können mehr, als so manch einer vermuten würde: Sie überleben im Inneren der Gebärmutter mitunter bis zu sieben Tagen. Hui!

3. Getränke verändern den Geschmack von Körperflüssigkeiten

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Besonders hartnäckig hält sich ja der Glaube, dass Ananassaft den Geschmack des männlichen Ejakulats verbessern würde. Das stimmt nicht ganz – ist aber auch nicht ganz falsch. Es könnte zwar sein, dass der Geschmack von Sperma durch die Nahrung beeinflusst werden kann (positiv wie negativ) – allerdings galt das eher nicht für bereits produziertes Sperma. Man(n) müsste dazu bereits mehrere Stunden vor dem Sex sehr, sehr viel Ananas-Saft trinken (eigentlich literweise), damit der/die Partner*in beim Blowjob eine positive Geschmacksveränderung merken könnte. Studien, die das belegen, gibt es allerdings nicht. 

4. Männer gehen öfter fremd als Frauen

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Auch hier muss man, um an den Wahrheitsgehalt dieses Klischees heranzukommen, differenzieren. Da es sehr subjektiv ist, wo Fremdgehen anfängt, kommen je nach Umfrage verschiedene Ergebnisse dabei heraus. Wenn es um Sex geht, haben die Männer nach wie vor die Nase bzw. Pimmel vorn. Wenn man aber Fremdknutschen und Flirten dazuzählt, sind Frauen mindestens genauso rege unterwegs wie Männer.

5. Es kommt auf die Größe an

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Tatsächlich kann man das nicht pauschalisieren. Denn nicht jeder Penis ist passend für jede Vagina. Das heißt, nur weil ein Penis eher groß ist, gibt das noch lange keinen besseren Sex, und nur weil ein anderer Penis klein ist, ist der Sex nicht gleich schlechter. Es mag den einen oder anderen Mann überraschen, aber es kommt auch auf die Vorlieben der Frau an. Die meisten geben laut Umfragen sogar an, lieber einen etwas kleineren Penis im Bett zu haben – solange der Mann weiß, wie er damit umzugehen hat. Hihi.

6. Man kann durch das Essen von Aphrodisiaka die Lust steigern

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Und das ist … gnadenlos falsch. Sorry für die superduper Köche unter Euch, aber das ist eine kleine, wenn auch feine Lüge – mit einer sehr langen Geschichte. Natürlich wollen wir niemanden vom Kochen abhalten, aber Fakt ist, dass die Lust durch Reize von außen stimuliert wird – und die müssen ins Hirn und nicht in den Magen. Allerdings gibt es da, auch geschlechterspezifisch, verschiedene Veranlagungen, auf welchem Wege der Reiz im Gehirn ankommen muss. Während Männer eher Visuelles ansprechend finden – Pornos, Magazine und dergleichen – sind Frauen eher empfänglich für Auditives.

7.  Die Beckenboden-Muskulatur: einmal ausgeleiert, immer ausgeleiert?

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Auch das ist – Halleluja! – einfach falsch. Weder viel Sex mit großen Penissen noch Geburten leiern die Beckenboden-Muskulatur dauerhaft aus. Das wäre ja noch schöner. Einzig und allein entscheidend ist, dass man auch da – und das tut uns wiederum für die Damen leid – dran bleiben muss, was das Muskel-Training betrifft. Ja, leider kommt man auch hier um den Sport nicht drum herum. Aber wer sich regelmäßig um seine Beckenboden-Muskulatur kümmert, der kann sich nicht nur über eine jugendliche Vagina und Vulva freuen, sondern auch über intensivere Orgasmen. Das wurde empirisch von der Redaktion nachgewiesen. <3 

8. Vagina und Vulva meinen dasselbe

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Das ist so nicht korrekt. Wieder was gelernt! Denn: Die Vulva bezeichnet die weiblichen erogenen Zonen außerhalb der Vagina – sprich innere und äußere Schamlippen und Klitoris, während die Vagina wiederum nur den Scheideneingang, eine Art schlauchartigen Kanal beschreibt, der die Vulva mit Muttermund und der Gebärmutter verbindet. Ja, das weibliche Geschlechtsorgan ist mehr als das, wonach es aussieht. 

Und, haben wir Euch ein bisschen klüger gemacht? Oder stimmt – trotz ausgiebiger Internetzrecherche – etwas nicht? Na dann schnappt Euch doch Eure Partner*innen und probiert das mit dem Ananas-Saft oder oder Beckenbodentraining doch mal aus und forscht empirisch nach. Untenrum.

Headerfoto: Sexy Pärchen im Bett (Stockfoto) via MJTH/Shutterstock. („Körperliches“-Button hinzugefügt, Bild gespiegelt.) Danke dafür!

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LINDA hat an Heiligabend Geburtstag, kommt aus dem Rheinland, ist aber im Herzen Hamburgerin. Sie hat Literatur in Bonn und Hamburg studiert und mit einer Arbeit über die Liebe abgeschlossen. Liebe ist ohnehin ihr Lieblings-Thema – und ihr Lieblingswort. Bei im gegenteil liest sie deswegen auch Liebesbriefe und sorgt dafür, dass diese hübsch gemacht sind für dieses Internetz.

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