Tony | 33 | München

„Meerschweinchen kann man schon gut als Hanteln nutzen“

Eins vorweg: Bei diesem Porträt sind keine Tiere zu Schaden gekommen. Was es aber mit dem kleinen Witz auf sich hat, müsst Ihr Tony selbst fragen. *Zwinker*

Wenn Tony die Tür öffnet, kommt einem direkt eine unvergleichliche Herzlichkeit entgegen. Der gebürtige Spreewälder, der mittlerweile in München wohnt, strahlt eine schüchterne Freundlichkeit aus, die sehr sympathisch ist. Ob das schon immer so war?

Tony ist in einer 5000-Einwohner-Gemeinde in der ehemaligen DDR aufgewachsen und sagt selbst, dass er seine Kindheit nicht draußen, sondern vielmehr drinnen verbracht hat. Der Nintendo, die ersten Spielekonsolen und natürlich auch der allererste Computer waren genau sein Ding.

Zwar spielte er mal Akkordeon und hat die klassische Kindheitsstory parat – beim Toben vom Baum gefallen –, doch wirklich hängen geblieben sind die Erinnerungen vor dem PC. Mit Partys und Mädels hatte er damals wenig am Hut. Er konnte sich gut hinter der aufkommenden Digitalisierung verstecken und zusätzlich so viel essen, wie er wollte. Das hatte zur Folge, dass sich ein paar Jahre später sein ganzes Leben auf den Kopf stellte.

Nachdem Tony von der Realschule auf das Gymnasium gewechselt war, machte er sein Abitur und entschied sich dazu, Informatik in Senftenberg zu studieren. Er machte somit nicht nur sein Hobby, sondern auch sein Können zum Beruf.

Überschattet wurde diese Zeit von einem Arztbesuch, bei dem ihm prophezeit wurde, dass er einen Schlaganfall erleiden würde, wenn er mit seinem ungesunden Lebensstil so weiter machte. Da war Tony einundzwanzig.

Das war der Zeitpunkt, an dem er die Notbremse zog. Er nahm sich ein halbes Jahr Zeit, um abzunehmen, in Form zu kommen und sich endlich wohl im eigenen Körper zu fühlen. Mithilfe eines Fitnessstudios und einiger Coaches, die ihm zur Seite standen, verlor er in dieser Zeit fünfzig Kilo. Wahnsinn!

Das war nicht immer einfach, er erzählt uns von schweren Tagen, an denen er ratlos vor dem Kühlschrank stand und alle Kräfte mobilisieren musste, um standhaft zu bleiben.

Mittlerweile ist Tony eine richtig fitte Socke! Er macht viel Kraftsport und unternimmt Fahrradtouren. Im Frühling beginnt für ihn die Fahrradsaison, von da an schwingt er sich so oft wie möglich auf sein Rad und ist am liebsten in der Natur. 3000 bis 12000 Kilometer legt er pro Jahr auf dem Rad zurück – krasse Zahlen, krasser Typ.

In den kälteren Monaten steht das Krafttraining im Vordergrund, damit hat er sogar schon bei Wettkämpfen Pokale gewonnen. Tony ist übrigens, man munkelt es bereits, so gar kein Stubenhocker mehr.

Er ist gerne unterwegs und sucht eine Frau, die den gleichen Elan teilt, die Zeit aktiv im Grünen zu verbringen, anstatt sich das Nachtleben um die Ohren zu schlagen. Sie muss aber kein Radprofi sein, im Gegenteil – er findet es gut, wenn jeder auch mal sein eigenes Ding macht.

Seit August 2018 ist der Diplom-Informatiker nun in München. Gekommen ist er für ein Projekt, das für ein Jahr ausgelegt ist, bleiben will er aber länger. Mit der Stadt verbindet er nämlich nicht nur die Nähe zu den Münchner Hausbergen, Alpen und Seen, sondern auch und vor allem den FC Bayern München.

Früher ist er nämlich nicht selten mit dem Flixbus über Nacht zu Bayernspielen gedüst. Und weil er zudem gerne reist, verbindet er die Liebe zum Fußball damit, sich Europa anzusehen. Stichwort: Champions League.

Vor allem Italien hat es ihm angetan, die Region rund um den Gardasee besucht er immer wieder, aber auch Innsbruck mag er gerne. Tony packt manchmal Freunde für seine Ausflüge ein, aber ab und an zieht er auch alleine los. Überhaupt ist er jemand, der gerne ganz unbewusst aus der Reihe tanzt: Für Netflix, das digitale Suchtmittel der meisten Gleichaltrigen, fehlt ihm die Zeit. Mit Tinder hat er genauso wenig Erfahrung.

Tony steht auf italienisches Essen und mit gutem Kaffee und Rotwein kann man ihn immer locken. Er liebt den Geruch von Lavendel und ist ein absolutes Sommerkind. Er mag Grünwald, wo er einige Zeit gewohnt hat, den Englischen Garten und alles, was mit dem Fahrrad gut zu erreichen ist.

Fragt man ihn, wo er sich mit 85 sieht, dann sagt er: „In der Südsee, mit Frau, Kindern und Enkelkindern. Und einem Tesla.“ Wir sagen: Macht einen richtig guten Eindruck, der Junge!

Kontakt

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ANIKA schreibt und damit könnte man diese Kurzbeschreibung schon abschließen, denn sie sagt selbst von sich, dass ohne das Schreiben kaum etwas von ihr übrig bleibt. Deswegen gibt es ihr erstes Buch ab Mai beim Buchhändler eures Vertrauens oder hier; am zweiten Buch sitzt sie gerade. Wenn sie nicht in München tagsüber Kaffee schlürft und abends Rotwein trinkt, dann reist sie um die Welt und trinkt an wärmeren Orten Kaffee. Oder Wein.
DENIZ hat im Auslandssemester in Kolumbien die Liebe zur Fotografie entdeckt und teilt sie glücklicherweise mit euch auf seiner Homepage. Er lebt in München und hatte 2015 seine erste Vernissage.