Dennis | 26 | Berlin

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„Wenn man nicht genug Informationen hat, muss man halt fantasieren!“

Dennis kommt aus dem absoluten Ghetto Berlins: Spandau. Ja ja, dieses Ding mit der Zitadelle, den vielen Rentnern, Grünzeug und der entspannten Ruhe. Als Kind hat er da wirklich gar nichts vermisst. Spandau ist halt wie eine Kleinstadt in einer Großstadt: Best of both worlds. Wegen der vielen Bäume war der kleine Dennis oft draußen und wegen der schmalen Küche hat er sich gerne im Gang stehend auf beiden Seiten der Arbeitsplatte aufgestützt, um ein bisschen mit den Beinen zu schaukeln. Als er diese Bespaßung eines Tages ohne Anwesenheit der Mama betrieb, rutschte der Lümmel ab, fiel mitten auf die Fresse und blutete wie ein Schwein auf den Fußboden. Klassiker. Die weiteren Szenen liefen wie in einem Alfred Hitchcock-Klassiker ab: Das Kind schleppte sich zum Telefon, um die Nachbarin anzuwählen – blutverschmiertes Telefon – die Nachbarin fuhr ihn ins Krankenhaus – blutverschmierte Türklinke. Etwas später kam die unwissende Mama nach Hause und erblickte das offensichtliche Todesszenario. Dennis nicht da. Mobile Endgeräte zu der Zeit: Fehlanzeige. Die Nachbarin klärte dann alles auf, allen ging es gut und Dennis bekam sein erstes Alcatel-Handy. Das konnte allerdings nur Caps Lock. Wie Kanye West. Es war halt nicht alles perfekt in den 90ern. Was Dennis übrigens megageil fand, waren Diddl und Arielle. Die Unterwasserwelt der Meerjungfrau hat ihn nachhaltig geprägt. Auch heute weilt neben seiner Badewanne noch eine Arielle Barbie. Dieser wurde neulich von einem Gast ein Hipster-Dutt verpasst, damit die Haare nicht nass werden, und jetzt sehen die offen natürlich nicht mehr aus wie vorher. Der Gast durfte nie wieder kommen. Logo. Dennis‘ Jugend war geprägt von Emo, schwarzen, geglätteten Haaren und Avril Lavigne. Wäre er nicht schwul gewesen, hätte er sich die Avril übrigens für sein erstes Mal ausgesucht. Soso. Nach dem gestalterischen Fachabi 2008 wollte unser Protagonist erst Comiczeichner oder Buchbinder werden, entschied sich dann aber sicherheitshalber für ein Journalismus-Studium an der Elite-Uni Magdeburg. Elitescherz. Selbstredend fuhr er jedes Wochenende nach Berlin. Wegen Verpassungsangst. Kann er heute nicht mehr nachvollziehen. Seit zwei Jahren ist Dennis verbacheloriert und wieder back in the Berlino. Nord-Tempelhof, sein Quell der Ruhe und Entspannung. Momentan ist er freier Redakteur bei Männer und auch beim Vangardist, wo er direkt nach dem Studium gearbeitet hat. Sein zweiter Roman ist gerade in Arbeit. Der erste ist 2013 erschienen. Edel. So ganz sicher ist sich Dennis übrigens nicht, ob es schlau war, seine große Leidenschaft, dieses Schreiben, zum Beruf zu machen. Aber da er sich in 10 Jahren eh mit seinem bärtigen Mann – Beruf: Fischer vielleicht – in einem kalkweißen Haus an der Küste wohnen sieht, kann er sich dann ja immer noch neuen Aufgaben widmen. Dem Möbel Herstellen zum Bleistift. Das macht er jetzt schon manchmal für die eigene Bude. Dennis philosophiert gerne und ist einen Tacken esoterisch. Jetzt nix mit Kartenlegen oder so, sondern Karma. Der 26-Jährige glaubt fest daran, dass man negativen Shice erntet, wenn man negativen Shice sät. Deswegen hatet er einfach nicht und geht eher so positiv an Dinge heran. Was jetzt nicht heißt, dass er nicht auch mal flucht. Der Gute ist auch nur ein Mensch. Die exzessive Feierphase hat Dennis übrigens deutlich hinter sich gelassen. Früher war er öfter mal im SchwuZ zu finden, heute geht er nur noch einmal pro Monat in den Club. Dann ganz gerne ins about blank. Zum Ausgehen muss es schon Elektro sein. Zu allem anderen kann der Mann wirklich nicht tanzen. Stichwort wäre dann: Bambi mit gebrochenen Beinen. Zu Hause erklingen meist so wunderbar verträumte Künstler wie Angus & Julia Stone. Seit einem Jahr zieht unser Titelheld die Paleo-Ernährung durch. Hier back to the Ernährungsroots und so. Da kann man halt nicht mehr immer und überall unterwegs snacken, wenn man sich für seine Nahrungsmittel interessiert. Deswegen kocht er einfach ganz viel selbst. Schöni. Der Zahnseifennutzer (keine Fluoride!) steht auf Lachen, Tiefsinnigkeit und die von ihm – zumindest in seinem Gehirn – selbst patentierte Farbe „Vegetationsgrün“. Unsexy findet er Zucker, akribisches Durchplanen aller Lebenssituationen und schickes Weggehen. Wer nicht unbedingt Dauerrraucher ist, Hunde voll okay findet und mal ein wirklich gutes Teesortiment abchecken will, der möge sich doch bitte asapstens bei unserem wunderschönen Dennis melden. Wegen mehr Freude im Leben. Wegen mehr Lachen. Wegen Herz. Wegen: Alles wird dann besser!

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Kontakt

Sorry, Dennis hat jemanden kennengelernt. Du kannst ihm leider nicht mehr schreiben.

Aber keine Sorge. Mehr Jungs aus Berlin gibt es hier.