Doro | 34 | Stuttgart

“Bei uns gibt’s zu Weihnachten dann halt immer noch Wassermelone.”

Ihre Wohnung sei eingerichtet wie in einem Möbelkatalog oder wie ein Museum, hat eine Freundin von Doro mal gesagt. Das stimmt, bei Doro zuhause gibt es unheimlich viel zu entdecken; und zwar kein Sammelsurium an Krimskrams, sondern liebevoll zusammengestellte Deko. Das ist hier ein Ort zum Wohlfühlen, das findet auch Kater Thommy. Der schnurrt leise neben uns, während wir uns über Couscous-Salat und frisch gebackenem Kuchen unterhalten.

Doro ist im schönen Ulm aufgewachsen und zur Schule gegangen. Sie sagt, sie hatte eine Bilderbuch-Kindheit: die Eltern glücklich verheiratet, mit dem Bruder mal mehr, mal weniger gut verstanden; aber alles in allem wie man sich das Aufwachsen so wünscht. Wahrscheinlich ist sie deshalb auch so ein Familienmensch. Damals war sie in der Kirchengemeinde sehr aktiv und hat da auch viele Werte vermittelt bekommen, auch wenn der Kirchenbesuch irgendwann eher nebensächlich wurde.

Ihr Studium zur medizinischen Dokumentarin hat sie dann auch in Ulm absolviert. Mittlerweile arbeitet Doro als IT-Projektleitung in einem ärztlichen Rechenzentrum in Stuttgart, die Karriere ist aber nicht das, womit sie sich identifiziert. Privat hat sie mit IT eigentlich nichts am Hut, da ist sie eher handwerklich am Start. „Ich bin halt eine DIY-Tante“, sagt sie.

Sie näht Kleidung und Wohntextilien und baut Möbel (einen Schreiner-Kurs hat sie auch schon besucht!). Zurzeit beschäftigt sie sich mit Ayurveda, aber es gibt einfach so viele Themen, die sie interessieren, dass immer wieder neue Projekte in der Pipeline warten. Hauptsache Tiefgang, sagt sie. Yoga und Pilates stehen auch noch auf dem wöchentlichen Stundenplan.

Als Kind und Jugendliche ist Doro zehn Jahre lang geritten, das macht sie zwar gerade nicht mehr, aber Tiere liebt sie sehr. Zum Beispiel den Thommy, ein betagter Kater mit etwas schwereren Knochen; er sabbert ein bisschen, aber vor allem ist er sehr kuschelig. In Thommy verguckt hat sich Doro im Tierheim, das war Liebe auf den ersten Blick.

Reisen tut Doro auch gerne, nach dem Abi ging’s vier Wochen an die Nordsee, während des Studiums war sie zum Praktikum in Kopenhagen, beruflich war sie in den USA und Japan und privat hat sie unter anderem Thailand, Myanmar, Kanada, Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate besucht. „Bevor ich daheimbleibe, wenn ich frei habe, fahre ich lieber in den Urlaub“, sagt sie.

Auch am Wochenende fährt Doro gerne weg. Weggehen im Sinne von Party machen muss nicht mehr unbedingt sein, das hatte sie schon zu Genüge. Wenn sie die Wahl hat, geht sie lieber gemütlich in einer Bar was trinken als in einen Club tanzen. Aber Musik ist natürlich trotzdem wichtig, gerne deutsche und – man darf’s ja wieder laut aussprechen – die Kelly Family, vorzugsweise der Paddy. Da wurden damals daheim wie heute zu Geburtstagen, als Retrospektive sozusagen, mit Freunden ganze Kelly-Show-Einlagen aufgeführt.

Im Garten ihrer Stuttgarter Wohnung baut sie mit den Nachbarn gemeinsam Obst und Gemüse an und deshalb kommt in ihren Kochtopf tatsächlich vor allem Selbstangebautes wie Kartoffeln, Rosenkohl, Tomaten, Kräuter, Salat, Erdbeeren … Und dem heißen Sommer sei Dank, gab’s in diesem Jahr sogar eigene Wassermelonen!

Doro lebt und denkt sehr bewusst: Convenience-Food kommt ihr nicht in den Einkaufskorb, da kommen eh am besten unverpackte Sachen rein, faire (oder am allerliebsten: selbst genähte) Mode ist ihr lieber als Fast Fashion und mit ihren Gesprächspartnern tauscht sie gerne tiefgründige Gedanken aus.

Auf ihrer Männer-Checkliste stehen übrigens genau zwei Punkte. Erstens: Kann man sich auch am selben Ort aufhalten und trotzdem sein eigenes Ding machen? Denn ein oder zwei Stündchen sollte ja auch jeder mal mit sich selbst klarkommen, auch wenn der andere im Nebenzimmer ist. Recht hat sie, finden wir. Zweitens: Funktioniert das gemeinsame Kochen? Wenn die beiden Fragen mit Ja beantwortet werden können, dann sind das schon mal die ultimativen Voraussetzungen.

Wenn Du also auch nicht so der Fast-Fashion- und Fast-Food-Typ bist, auch gerne mal das Land verlässt und über tiefgründige Fragen nachdenkst, dann solltest Du Doro sofort anschreiben, dann kann das mit Euch was ganz Großes werden!

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Franziska schreibt. Für ihr Leben gern, um ihr Leben und um ihr Leben herum. Neben ihrem Job als Texterin bloggt sie auf www.frl-wunderbaar.de und bietet dort Heimat für all die Worte und Gedanken, die sich danach sehnen, liebevoll festgehalten zu werden. Meistens geht’s dabei um Menschen, Nachhaltigkeit, Reisen und Liebe sowieso.
Philipp schaut den Menschen durch die Kamera direkt in ihr Innerstes, meistens ist das das Herz. Nebenbei entwickelt er Spiele, macht Web-Programmierung und entgegnet der körperlichen Verlauchung mit regelmäßigen Besuchen im Fitnessstudio.

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