Die wirklich gute Empfehlungsliste #2

Wunder gibt es immer wieder, schallaaaaaaaalaalaaaaaalaaaaaaa. Nach nur einem Monat direkt die zweite Ausgabe meiner ganz persönlichen Empfehlungsliste der Herzen. Hier findet ihr (halb)sinnvolle Dinge, die euch das Leben erleichtern werden, euch zum Lachen bringen, zum Nachdenken anregen und im Notfall packe ich hier einfach 7 superlustige Katzen-GIFs rein. Sind GIFs eigentlich noch ein Ding oder ist meine Gagigkeit wieder in den 90ern hängengeblieben? Na los, stürzen wir uns gleich rein in meine Netz- und Real-Life-Fundstücke zum Jahresende.

1. Die Weltkarte steht Kopf – Norden unten, Süden oben

Wer hat eigentlich entschieden, dass Norden oben ist und Süden unten? Warum sind Weltkarten nie upside down? Weil es sich so eingebürgert hat? Weil es nun mal so ist? Weil es nicht anders geht? Befragt mal eure Suchmaschine zu dem Thema. Ich habe wirklich selten so wenig sinnvolle Ergebnisse ausgespuckt bekommen. Ich denk mir ja so: “Aha, der weiße reiche Mann hat sich damals also schön nach oben gepackt. Ist das eigentlich noch zeitgemäß?“ Klar, auf irgendwas dürfen wir uns alle einigen, sonst bricht das Maps-Chaos aus. Ich möchte trotzdem mal kurz hinterfragen, warum die ärmsten und ausgebeutesten Regionen dieser Erde immer unter den führenden Industrienationen abgebildet sind. Ich finde wir hier oben glänzen nicht gerade mit nachhaltigem Kapitalismus, Rettung des Planeten und Gleichbehandlung aller Menschen, daher sollten wir uns ab heute unten einnorden. Cool? Cool.


Foto: Andrew Stutesman/Unsplash.

2. Cecil Frena – The Gridlock

Ich füge euch meinen Lieblingssong von Cecil Frenas Album The Gridlock ein. Ich vermute, den Typen kennt hierzulande kein Schwein. Maximal sehr wenige coole Ferkelchen. Habe ich natürlich nicht selbst gefunden. Mein Mann ist bei uns im Haushalt zum Glück der Musik-Entdecker und lässt mich an seinen Funden des Herzens teilhaben. ICH LIEBE DIESEN SONG! Der macht mich so glücklich. So, ich muss weg, tanzen. <3


Foto: Sherri Mazur.

3. JAJA-Weinbar in Neukölln

Jaaaajaaaaa, genau. Ich liebe ja mein Sofa, mein Zuhause, meine Hood. Meistens bin ich zu faul, diese wunderbare Komfortzone zu verlassen. Neulich war es dann trotzdem so weit. Andere (nette!) Menschen luden mich zu einem Dinner in einer Weinbar in Neukölln ein. Mein erster Gedanke: „Oh, cool, bestimmt auf der Weserstraße, super hip, super geil, alle sehen blendend aus, Kokain, die nehmen bestimmt alle Kokain, genau das, worauf ich richtig Bock hab. NICHT!“ Zum Glück ist das Leben so geil, mir immer wieder zu zeigen, dass meine Voreingenommenheit herrlich unangebracht ist. Dieses JAJA in Neukölln hat alles: granatenmäßiges Essen, Weine für die Seele und wirklich angenehme Menschen. Gemütlich klein, nicht zu laut und nicht mal auf der Weserstraße. Ha! Da geh ich mindestens noch mal hin.

4. Badreiniger selber machen – günstig & nachhaltig

Wenn wir Putzmittel jedes Mal neu kaufen, verursachen wir voll viel Plastikmüll, da wir die Verpackung ja wegwerfen, geben zu viel Geld aus und haben unter Umständen Produkte mit sehr fragwürdigen Inhaltsstoffen im Haus, die uns gefühlt an den Erstickungstod bringen. Die Rettung naht: Guter Bad- und Kalkreiniger lässt sich für ein paar Cent ganz einfach selbst herstellen. Er ist biologisch abbaubar, reizt die Schleimhäute nicht zu heftig und bekommt leckere Ablagerungen super easy weg. Ich habe mir eine wiederverwendbare Sprühflasche bestellt und folgenden Mix für gut befunden:

  • 20 g Zitronensäure-Pulver aus der Drogerie
  • 1 großer Spritzer Spülmittel
  • 500 ml Wassser
  • Duftöl nach Bedarf

Aufsprühen, 5 bis 10 Minuten einwirken lassen, mit kaltem oder lauwarmem Wasser oder angefeuchtetem Tuch abwischen. Fertig. Und besser als Essigsäure für die Materialien (Dichtungen, Chrom, usw.). Ich benutze das seit ca. einem Jahr und mein Bad bedankt sich regelmäßig bei mir. Happy schrubbing!


Foto: Daiga Ellaby/Unsplash.

5. How I Met Your Mother

Die Flut an neuen Serien und Filmen haut mich um, Leute. I can‘t no more. Würde ich mir alles Neue reinziehen, hätte ich ja gar keine Zeit mehr, Harry Potter zu lesen, zu atmen, ausreichend Kekse zu essen, mit dem Kind zu kuscheln oder zu arbeiten. Qualitativ sind die ganzen neuen Netflix- und Prime-Schinken wahrscheinlich absolute Granate. Für meine Seele ist das alles zu viel. Fange ich eine neue Sache an, müsste ich ja auch diese und diese, ach und das gibts auch? Mein Mantra gerade: Die Welt ist so schnelllebig, wo kann ich mich festhalten? Bei How I Met Your Mother natürlich. Boah, was hab ich das geliebt damals. Und ja, die 5er-Kombo ist auch 2018 noch lustig, die machen einfach gute Laune. Über den ein oder anderen sexistischen Witz kann ich da gerade noch hinwegsehen (oder halt heimlich drüber lachen, normal). Die Folgen gibt’s alle auf Netflix. Praise the TV-Lord!

via GIPHY

6. Chimamanda Ngozi Adichie 
– Americanah

Ich bin ehrlich, ich habe Americanah noch nicht gelesen. Um mich herum schwärmen allerdings alle, die das Buch schon verschlungen haben, sehr dolle davon. Einem Freund ist neulich aufgefallen, dass er zwar sehr viel liest, jedoch hauptsächlich weiße, reiche, männliche Literatur. Fand ich spitze, dass er sich selbst so gut reflektieren kann. Manchmal sieht man ja den Wald vor lauter Jonathan Frranzens, Dan Browns und Jonas Jonassons ja nicht. Mit Begeisterung stürzte besagter Freund sich auf die gefeierte Schriftstellerin Adichie und liebt sie für ihren zeitgemäßen und höchst politischen Roman über Identität und Rassismus. Inklusive Globalisierungskritik und Lovestory. Best of all worlds. Nehme ich mir direkt nach der zweiten Runde Harry Potter vor. Schwöre. Weil wegen: Bildung tut gut!


Foto: Fischer Taschenbuch-Verlag.
Freunde, ich hoffe, ihr konntet in dieser Liste Inspiration für die letzten Tage in 2018 finden. Weihnachten wird intensiv, die Welt wird immer komplexer, nach hinten raus neigen viele von uns dazu, dezent durchzudrehen. Eine schlaue Frau sagte gestern zu mir: „Anni, an Weihnachten und zum Jahresende ist immer alles 50 bis 70% schlimmer oder fühlt sich hefitiger an als sonst. Wir dürfen alle die Ruhe bewahren. Wir werden auch diese letzten Tage des Jahres überleben. Wir müssen nichts Besonderes geschafft haben. Wir dürfen einfach nur sein und uns Strategien bauen, wie wir durch die Feiertage kommen, falls diese drohen, besonders stressig zu werden. Wir atmen jetzt alle ganz tief durch und suchen uns immer wieder unsere kleinen Inseln der Ruhe. Wir sitzen da ja alle im selben Boot. Die meisten von uns haben Familie oder eben keine. Beides kann manchmal sehr an den Nerven zehren. Raus gehen. Atmen. Sich selbst spüren. Den Körper anfassen. Wir packen das!“

In diesem Sinne: Ciao Kakao, liebe euch. Ehrlich.

ANNI ist Gründerin von im gegenteil und seit vielen Jahren verheiratet. Mit einem echten Mann! Wahnsinn! Mittlerweile hat sie sogar ein Kind. Willkommen im Spießerleben <3. Anni ist Texterin, Konzepterin, hat ein Händchen für Sales und kann ALLES organisieren. Die Frau liebt Nachhaltigkeit, verkuppelt für ihr Leben gerne Menschen und legt manchmal noch als Fleshdance DJs im Club auf. Aber nie länger als bis 1:30h! Wegen Schlafen! Im Büro sorgt Annibunny für Atmung, Spirituelles, sehr gute und sehr sehr schlechte Gags. Stay funny. Stay hydrated. Stay Frischluft.

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