Viktoria | 32 | Wien

„Ich bin überhaupt nicht der Kokos-Rosa-Typ.“

Eine Gitarre, eine Flöte und dann dieser wunderschöne schwarze Flügel – Viktorias Liebe zur Musik sieht man auf den ersten Blick. Sanfter Jazz spielt im Hintergrund, am Wohnzimmertisch stehen leckere Mehlspeisen für uns bereit und ehe wir’s uns versehen, fühlen wir uns schon total heimelig bei ihr.

Geboren wurde Viktoria im Burgenland und hat ihre Kindheit und frühe Jugend nahe des Neufelder Sees verbracht. Eine Stubenhockerin war sie schon damals nicht, mit ihrem Papa und ihrem Bruder hat sie im Wald ein Haus aus Weidenästen gebaut. Also wenn das keine erstklassigen Survival-Skills sind! Barbies und Puppen waren viel zu fade, da hat sie lieber mit ihrem Bruder gerauft und draußen im Freien Cowboy gespielt. Dieser rosa Prinzessinnen-Glitzerkram war eben nie ihr Ding. Da ist es gleich noch amüsanter, dass ausgerechnet Viktoria mit Ende Zwanzig mal Prinzessin war. Ja ok, zwar nur für einen Tag, aber hey, wieviele von uns können das schon von sich behaupten? Zu verdanken hat sie das einem guten Freund von ihr. Der hat sich nämlich den Spaß gemacht, ein Paket an sie mit der Anschrift „An Viktoria Prinzessin von und zu Botz“ zu adressieren. Da sind der Postdame dann mal kurz die Augen rausgefallen. Und Viktoria? Die war zunächst komplett ahnungslos und hat sich nur gewundert, was die seltsamen Blicke der Postangestellten sollten, erzählt sie lachend.

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Neben Musik hat Viktoria auch ein Faible für feine Handarbeit. Ein bisschen Kalligraphie hier, ein bisschen Sticken da – und alles bringt sie sich selbst bei. Sie findet es schön, alte Traditionen wie das Sticken in die Jetztzeit zu übertragen und zu modernisieren. An den vollen Bücherregalen und Bücherstapeln im Zimmer erkennt man auch ihre Leseliebe. In den Wäldern Sibiriens von Sylvain Tesson ist momentan eines ihrer liebsten Bücher. Der Mix aus Philosophie und Poesie ist es, den sie an dem Buch so mag. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass das Phil in der Gumpendorfer Straße ihr Lieblingslokal ist. Und dann hat sie auch noch einen super Tipp für uns: Das Café Vollpension in der Nähe vom Naschmarkt, denn da macht eine Gruppe zuckersüßer Omis die besten Mehlspeisen überhaupt.

So richtig entspannen kann sie sich aber, wenn sie Sport macht. Am liebsten raus aus der Stadt und rein in die Natur. Vom Bergsteigen übers Klettern bis hin zum Mountainbiken ist da fast alles dabei. Im Sommer wird sie dann schon mal zum Earlybird, um dem Sonnenaufgang entgegenzuwandern.

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Die Musik, die Viktoria am alten Plattenspieler ihres Vaters auflegt, ist von monotonem Pop-Radio-Gedüdel weit entfernt. Stattdessen klingt die LP Weltentraum vom Michael Wollny Trio durch die Lautsprecher – wunderbare, leicht melancholische Jazzklänge, die sich mit intensiven, kraftvollen Parts abwechseln. Definitiv eine Musik-Empfehlung, wir sind richtig begeistert – und berührt. Die Emotion, die Musik in uns auslösen kann, ist auch ein zentrales Thema für Viktoria. In ihrer Dissertation behandelt sie das Thema „Musikvermittlung im Orchester“ und nimmt sich dafür ab März ein Jahr Bildungskarenz. Zurzeit arbeitet sie nämlich als Tourneemanagerin für die Wiener Symphoniker. Ganz schön cool, oder? Nachdem sie die Karriereleiter so schnell hinaufgeklettert ist, schaltet sie jetzt mal einen Gang zurück und nimmt sich in diesem Jahr einmal Zeit für sich selbst.

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Mit ihren jungen 32 Jahren kann Viktoria schon auf eine ziemlich beachtliche Karriere zurückblicken: In Wien hat sie am Konservatorium Flöte und Klavier studiert, anschließend in Weimar den Bachelor in Musikwissenschaften gemacht und dann ging’s weiter nach Berlin fürs Masterstudium. Dort hat sie dann auch für die Berliner Symphoniker gearbeitet. Ganz großes Kino, ähm, Orchester natürlich. Drei Jahre war sie in Berlin und hat während dieser Zeit die Stadt fest in ihr Herz geschlossen. Dort hat sie auch Elektro lieben gelernt, sonst hört Viktoria nämlich am liebsten Jazz. Im Porgy & Bess in Wien war sie da eine Zeit lang sogar Stammgast, auch das Jazzland am Schwedenplatz besucht sie oft und gerne.

Nach ihrem Umzug aus Berlin hat sie sich erst langsam wieder an Wien gewöhnen müssen, mittlerweile fühlt sie sich aber total wohl und ist auch emotional angekommen. Weil sie Berlin anfangs so vermisst hat – und hier zeigt sich wieder Viktorias Kreativität – hat sie sich kurzerhand die Umrisse Berlins mit Fäden an die Wohnzimmerwand gepinnt, zusammen mit Fotos. Seit sie sich in Wien auch wieder zuhause fühlt, hat sie die Fäden in Bergform umgesteckt. Als Outdoor-Mädchen ist Viktoria natürlich auch gern in den Bergen unterwegs, Osttirol ist ihr da besonders lieb. Die Familie einer ihrer besten Freundinnen wohnt dort und die wissen, wie man Stimmung macht. Musizieren, selbstgebrannten Zirbenschnaps süffeln und richtig deftig essen ist dort angesagt. Prost Mahlzeit!

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In Wien war sie zuständig für das Tournee-Management des Tonkünstler-Orchesters. Da sind sie zum Beispiel durch Japan getourt, was trotz des ganzen Organisationsstresses für Viktoria richtig toll war. Ihre eigenen Reisen geht sie aber lieber entspannt an. Da werden nur Flug und erste Unterkunft gebucht, dann lässt sie alles Weitere auf sich zukommen, frei nach dem Motto: „Immer der Nase nach“. In Norwegen hat sie auf diese Art die Fjorde nur mit Rucksack und Zelt bereist. Ihr absolutes Wunschreiseziel ist aber seit Langem schon Island. Und damit sie dort nicht völlig ahnungslos ist, hat sie einfach mal einen Sprachkurs für Isländisch besucht. Frábær vinna, Viktoria! Gut, ich gebe zu, meine Isländisch-Skills halten sich mehr als in Grenzen, aber dafür gibt’s noch viel mehr Tolles über Viktoria zu erzählen.

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Als Kind war sie zum Beispiel Meisterin im Palatschinken-Mampfen, bei ihrer Oma hat sie dann mühelos schon mal fünfzehn Marillenmarmelade-Palatschinken hintereinander verputzt. Kaiserschmarrn, Palatschinken und Apfelstrudel liebt sie auch heute noch sehr, die wecken einfach die schönsten Kindheitserinnerungen.

Wir können einfach nicht widerstehen und fragen Viktoria, ob sie uns nicht was am Klavier vorspielen könnte. Vor Publikum zu spielen macht sie immer ein bisschen nervös, gesteht sie uns lächelnd, erfüllt uns aber unseren Wunsch und setzt sich an den Flügel. Behutsam legt sie die Finger an die Tasten und beginnt zu spielen. Ein wunderschöner Klangregen erfüllt den Raum und mich durchfahren wohlige Gänsehautschauer, so schön ist die Musik. Kann der Tag noch besser werden?

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Er kann. Denn aufgepasst, jetzt kommt ein richtig, und damit meine ich auch wirklich riiiichtig genialer Fact zu Viktoria: Sie kann jodeln! Ja wirklich! So richtig echt, mit Jauchzer und allem, was dazugehört! Ich bin hin und weg, mein Herz hat sie gewonnen.

Neben Einfühlsamkeitsvermögen ist es besonders Achtsamkeit, die Viktoria wirklich wichtig ist. Und wer Zeit mit ihr verbringt, merkt schnell, dass sie selbst ein sehr achtsamer und feinfühliger Mensch ist. Es verwundert also kein bisschen, dass sie diejenige ist, bei der sich ihre Freundinnen Rat und Trost holen und mal so richtig ausheulen können.

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Wir kommen aus dem Schwärmen nicht heraus, wirklich jetzt – wir haben uns richtig doll in Viktoria verliebt. Du hast dich auch so in Viktoria verliebt wie wir, kannst dich für Musik begeistern und schwingst dich auch gern mal spontan aufs Mountainbike? Dann nichts wie los und schreib ihr!

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