Verena | 33 | Berlin

„Wieso darf ich eigentlich nicht MTV Cribs moderieren?“

Verena hat keine Teelöffel. Das ist so ungefähr das erste, was sie zu uns sagt. So edgy. Wir sind direkt verliebt. Aber kommen wir zum Ursprung: Verena schlüpfte in Bremerhaven. Das war – laut eigener Aussage – nicht schön, aber wenigstens selten. Da kann man wohl am Hafen arbeiten oder bei Frauentausch teilnehmen. Klingt zu 12,3 % verlockend. Unser Girl hat ihre Kindheit auf einer katholischen Schule verbracht. Irgendwie glaubt sie auch an übermenschliche Dinge, aber ist wirklich alles andere als eine Katholikin, wie sie im Buche steht. Sie hat damals gerne Jungs verprügelt oder wahlweise mit ihnen abgehangen. Mädchen waren für Verena gähnend langweilig. Ihr erstes Kinodate zu Teenie-Zeiten hatte sie übrigens beim absoluten Klassiker-Film Die Addams Family. Knallharte Romantikerin, die Dame. Im Chor und dem Krippenspiel hat sie mit Soli geglänzt. Für Verena war total klar, wohin sie gehört! Auf diese Bretter, die die Welt bedeuten. Wo sie es doch schon nie in die Mini Playback Show geschafft hat, würde sie es jetzt allen zeigen. Aber kennt ihr noch Pubertät? Da ändert man die Meinung ja schneller als Lindsay Lohan DUI‘s hat. Muss ja. Verena liebte es, Mitschüler abzulenken, war aber auch die erste, die gepöbelt hat, wenn der Lehrer sein Fachwissen nicht ordentlich vermitteln konnte. Nach dem Abi 2003 war sie traumhaft planlos. Also hat die Gute Werbekauffrau in Bremen gelernt. Was Bodenständiges finden die Eltern ja immer gut. In der Praxis hat Verena eine People-Agentur gemanagt und war außerdem für Styling und Booking zuständig. Nach der Ausbildung folgten diverse Jobs als Make-Up-Artist und Stylistin, irgendwann im privaten Bereich eine Trennung. Dann kann man ja meistens zwei Dinge tun: 1. rumheulen, die Welt hassen, Racheakt planen, Drogenabhängigkeit ausprobieren oder 2. aufstehen, Krone richten und wegziehen. Unser schlaues Häschen entschied sich für 2. und lebt seit 2011 in Berlin. Den beruflichen Einstieg schaffte sie beim Label Majaco, nebenbei stand die Lady im Flamingo an der Bar. 2012 war Verena „Lost In Berlin“. Muss ja auch mal sein. Feiern, Schnaps, Job bei ‘nem Start-Up. Danach noch mal fix – als Klassenbeste, räsuper – das Diplom als Make-Up-Artist an einer renommierten Berliner Schminkschule abgeschlossen und jetzt dann doch wieder im Stylingbereich unterwegs. Verena ist stellvertretende Teamleiterin bei einem Unternehmen, das sich um Männermode kümmert. Nebenbei kann man die 33-Jährige als Personal Shopperin buchen. Aber auch da ausschließlich für Männer. Die kann sie einfach besser einkleiden als Frauen und mehr Spaß macht es auch noch. Geil. Verenas Eltern leben mittlerweile übrigens in Norwegen, daher liebt sie anything Scandinavian. Schlichte Einrichtung und Felle sind das Motto. Hach, wenn sie Mami und Papi in Norwegen besucht, geht sie aus der Haustür und ein Elch grölt. Voll gut. Ein guter Grund, da öfter mal hinzufahren. Verena sammelt Glückskekszettelchen, guckt die aber nie ein zweites Mal an. Sie liebt Horrorfilme, kann dabei super entspannen und hat immer auf dem Schirm, dass es dem, der gerade abgeschlachtet wird, echt schlechter geht als ihr. Da wären wir dann auch schon beim Humor: Ironie, Sarkasmus, richtig dunkel. Und ja, sie kann wirklich dolle lachen, wenn alte Happy Tree Friends-Folgen laufen. Ha. Mario Barth und Stefan Raab stellt Verena auf eine ähnliche Stufe und findet beide richtig lame. Ehrlichkeit, (trashige) Horoskope und Burberry zaubern ihr ein Lächeln ins Gesicht. Schlimm findet sie Austern, ungewaschene Menschen und Dixi-Klos. Musik ist unserer Titelheldin ultra wichtig. Ohne kommt sie so gar nicht durch den Tag. Ein bisschen Jazz hier, Frank Sinatra und Nicolas Jaar da oder so DJs wie Dominic Eulberg. Alles kann, alles muss. Zum Lesen empfiehlt sie Raufschlafen von Candace Bushnell. Und überhaupt abonniert sie alle paar Monate die Zeit, kommt aber nie in einer Woche durch. Die – Achtung – Zeit muss man ja auch erst mal haben. Verena ist sich ziemlich sicher, dass ihre Katze Sushi sprechen kann. Wir sind im Nachhinein irgendwie beleidigt, dass Sushi uns nicht mal das obligatorische „Guten Tag die Damen, Lust auf einen Schluck Gin?“ entgegnet hat. Und das, obwohl Frauchen ausschließlich mit so edlen Sorten wie Botanic und Hendrick‘s agiert. So Männers, wer jetzt richtig Bock auf eine Runde Scrabble oder Resident Evil bekommen hat, ist hier genau richtig. Verena ist bereit. Zum Spielen, für Schokolade und einen Mann, der Eulen ok findet. Oberaffentittenmegageil – oder wie die Teenager das heutzutage so sagen. 

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Sorry, Verena hat jemanden kennengelernt. Du kannst ihr leider nicht mehr schreiben.

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