Theresa | 27 | Berlin

“Ich könnte auch damit leben, wenn er keinen Kuchen mag. Aber ich könnte ihn bekehren.”

Es ist der erste herbstliche Sonntag im August, als wir – das sind Ania und ich, Josie – im Prenzlberg unseren Weg an der Immanuelkirche vorbei durch Geburtstagsschnitzeljagden und Helikoptermamaversammlungen zur Wohnung von Theresa bahnen. Sonntag halt. Beide sind wir freudig erregt und haben Appetit mitgebracht – wir besuchen eine Konditormeisterin.

Theresa empfängt uns herzlich in ihrer heimeligen Altbauwohnung. Auf dem Tisch erwarten uns selbstgemachte Zimtschnecken und Kaffee, an den Wänden hängen selbstgestaltete Bilder und Geschichten. Sofort wird klar: Wer hier wohnt, der mag es gemütlich und detailverliebt, ein bisschen verspielt und bunt.

Seit fast sieben Jahren wohnt die 27-Jährige schon hier und möchte ihre Wohnung um nichts in der Welt mehr tauschen. Aufgewachsen ist Theresa dabei eher ländlich in Dürrwangen, in der Umgebung von Nürnberg, in einem Hanghaus mit Garten und Teich. Auch wenn ihr Dialekt nicht mehr durchklingt, das rollende ‘R’ kann sie während unseres gemütlichen Treffens nicht verstecken.

Als Jüngste von drei Geschwistern hat Theresa – oder Resi, wie die Familie sie ruft – schnell gelernt, Dinge selbstständig in die Hand zu nehmen. Als Kind half sie fleißig im Blumenladen der Frau Mama, kochte mit Bruder und Schwester und entdeckte schon ganz früh ihre Liebe zum Backen.

Ob sie hier in Berlin etwas vermisst, wollen wir wissen. “Die Natur manchmal”, erzählt Theresa, aber da schafften ab und an Besuche in der Heimat Abhilfe. Sie habe sich bewusst schon früh und oft dazu entschieden, in fremde Städte zu ziehen. So gewinne man am besten neue Erfahrungen und lerne viele interessante neue Leute kennen.

Mit 16 ist Theresa von Zuhause ausgezogen, um ihre Konditorausbildung in Nürnberg zu beginnen. Einer künstlerischen Ausbildung war sie zwar auch nicht abgeneigt, das Praktikum in einem kleinen Bäckereibetrieb hat aber den endgültigen Entschluss gebracht. „Ein Kunststudium würde ich aber trotzdem gern noch irgendwann nachholen“, sagt sie.

Die Zimtschnecken schmecken übrigens himmlisch. Am meisten mag Theresa an ihrem Beruf, wie sinnlich er ist, dass sie viel experimentieren und neu kreieren kann. Außerdem seien Kuchen und Torten klasse zum Bestechen. Und dazu noch das beste Last-Minute-Geburtstagsgeschenk. Seit fast sieben Jahren ist Theresa daher Teil des Teams einer zauberhaften Berliner Konditorei, zaubert atemberaubende Hochzeitstorten und süße Cakepops am Stiel.

Dass Theresa ihrer Kreativität gern freien Lauf lässt, ist auch in ihrer Wohnung kaum zu übersehen: Wir entdecken immer mehr verspielte Details und coole Upcycling-Ideen. An weißen Wänden hängen bunte Bilder und auf dem Sofa liegen farbenfroh gemusterte Kissen. In ihrer Freizeit näht und druckt Theresa auch gern, neuerdings probiert sie sich am Zeichnen. Ihre Werke können wir an den Wänden und im Kleiderschrank bewundern. Ein bisschen neidisch sind Ania und ich da schon.

Mitten im Wohnzimmer fällt uns eine Holzleiter auf. Wohin die führt, wollen wir natürlich wissen. Ins „Schlafzimmer“. Aha. Mr. Right sollte auf jeden Fall schwindelfrei sein, soviel ist klar. Theresas Hochbettinstallation steht dem Rest der Wohnung in Sachen Gemütlichkeit aber in Nichts nach. Die Zimtschnecken schmecken by the way immer noch köstlich.

Derweil sind wir beim zweiten Käffchen angekommen. Mount-Hagen-Kaffee, wohlgemerkt – ihre Lieblingssorte. Ohne den gibt es keinen frischen Start in den Morgen. Theresa erzählt uns von ihrer Leidenschaft fürs Kochen und für hochwertige Lebensmittel. Ihre Leibspeise ist ganz klar Lasagne – mit Sauce Bolognese.

„Komischerweise denken viele, ich wäre Vegetarierin, dabei liebe ich Fleisch, kaufe es aber ungern im Discounter“, sagt sie. Logo, ist ja auch out. Da ihr leider ein Balkon fehlt, schnappt sie sich auch gern einmal ihren Teller mit einem Glas trockenen Weißwein aus ihrer Lieblingshandlung Weinberg in der Winsstraße und sucht sich ein sonniges Picknickplätzchen im Leisepark, der in der Nähe ihrer Wohnung liegt, am liebsten mit Freunden.

„Wir sitzen im Sommer gern im Park und trinken Radler oder Wein im Sonnenuntergang.“, erzählt Theresa weiter, „Wenn es kühler wird, probieren wir dann die verschiedensten Restaurants, Bars und Kneipen aus. Koreanisch mag ich gerade gern, kann aber leider nicht mit Stäbchen essen.“, gibt sie verlegen zu, „Aber wenn’s schmeckt, dann schmeckt’s halt.“ Ins Kino geht Theresa auch gern. Ihre derzeitigen Favoriten sind 303 und Ladybird.

Einen Fernseher suchen wir in ihrer Wohnung allerdings vergeblich. Dafür fehle ihr neben den Hobbys eh die Zeit. Klar netflixe sie auch mal auf ihrem Laptop, erklärt Theresa, würde dem aber ein gutes Buch oder Musikhören immer vorziehen. Nicht von ihrem Nachttischchen wegdenken kann sie sich Das Orangenmädchen von Josten Gaarder oder eine gebrannte EP des aus ihrer Heimat stammenden Folk-Pop Duos Oh Lonesome Me.

Die hat hat sie mit ihrer Schwester in Nürnberg mal zufällig bei einem kleinen Live-Gig im strömenden Regen entdeckt. „Melancholie? Find ich gut!“, ruft sie und lacht. Dabei tanzen die Sommersprossen um ihrer Nase. In diesem Haus wird grundsätzlich viel gelacht, merken wir.

Als ich Theresa nach Dingen frage, die sie absolut nicht mag, fällt es ihr schwer, eine Antwort zu finden. „Oliven vielleicht. Und Nazis. Eigentlich alles und jeden, der unfreundlich oder anfeindend ist“, grübelt sie ein paar Sachen zusammen.

Theresa ist eine sehr positive Person. Uns gegenüber sitzt eine gutgelaunte und optimistische junge Frau voller Tatendrang. Miesepetrig sollte ihr Zukünftiger daher auf keinen Fall sein. Im besten Falle aber dunkelhaarig und Bartträger. Braune Augen und Locken wären auch ganz süß. „Alles natürlich kein Muss“, sagt sie, aber jeder habe ja so seine Schwächen.

Ob groß, klein, blond oder brünett – vor allen Dingen gesprächig muss er sein. Das schlimmste Date, erzählt Theresa, das sie je durchstehen musste, war eine stillschweigende Tour durchs Kunstmuseum. Wir stimmen zu – mega awkward. Außerdem sollte ihr Traumtyp leidenschaftlich sein. Wenn sich ein Mann für seine Hobbys oder Interessen begeistern kann, Handgemachtes wertschätzt und etwas zu erzählen hat, dann ist sie ganz Ohr.

Wir räumen den Tisch ab und verlegen das Gespräch nach draußen. Als Theresa sich eine Jacke von der Kleiderstange schnappt, können wir uns einen genaueren Blick in ihren Kleiderschrank nicht verkneifen. Darin hängen nicht viele, dafür aber Lieblings-Stücke:

„Meine absolute Lieblingsmarke ist Nümph aus Dänemark. Onlineshopping mag ich aber eigentlich gar nicht. Dafür schlendere ich viel zu gern durch Einkaufspassagen.“ In der Backstube trage sie jeden Tag Arbeitskleidung. Da darf es in der Freizeit und am Wochenende schon mal ein blumiges Kleid oder ein flatteriger Rock sein, gern weiblich, vor allem aber bunt.

Immer wieder lacht Theresa herzlich auf. Das ist ansteckend. Als wir das Haus verlassen, scheint die Nachmittagssonne golden durch das Blätterdach im Leisepark. Theresa liebt die Natur. Solche Sonntage wie diesen verbringt sie auch gern an einem See in Brandenburg oder stöbernd auf einem Flohmarkt.

Demnächst sind jedoch größere Unternehmungen geplant: Norwegen und Irland bereisen. „Ich entdecke gern neue Länder, vor allem die Skandinaviens, finde aber auch, dass es in Deutschland schöne Ecken gibt.“ Da passt es gut, dass die Konditorin während ihrer Ausbildung und der Meisterschule Freunde aus aller Herren (Bundes-)Länder gesammelt hat.

Wie? Mit ihrer locker-leichten und fröhlichen Art, die auch uns sofort in ihren Bann gezogen hat! Gesellig, das ist Theresa allemal. Was noch fehlt, bist DU!

Die Zimtschnecken sind zwar inzwischen alle (sorryyyyyyy), wo die herkommen, gibt’s aber noch viel, viel mehr! Wenn du also mit Theresa das Glück der Iren herausfordern möchtest, mit ihr zusammen in einem hyggeligen Liebesnest kuscheln, naschen und vor allen Dingen lachen willst, dann füll zackzack das Kontaktformular aus. Wir und Amor drücken euch die Daumen!

Kontakt

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ANIA reizt am Fotografieren am meisten, sich in die Menschen hineinfühlen, den besonderen Augenblick entdecken, den Moment für immer festhalten zu können. Und da sie sich niemals entscheiden kann, was ihr am meisten Spaß macht, unterrichtet sie noch Klavier oder schminkt Gesichter. Und wenn alles nervt: einfach stundenlang mit dem Hund im Wald verschwinden.
JOSEPHINE - Josie - hat ihren Namen einem Peter-Maffay-Song zu verdanken, erzählt aber jedem, er sei eine Hommage an Joséphine Bonaparte. Seit zwei Jahren lebt und arbeitet die gebürtige Anhaltinerin (nicht Sächsin!) nun schon in der Hauptstadt und hat sich schnell vom Landei zum Vorzeigehipster gemausert. Das Schreiben kann sie seit Schulzeiten nicht mehr lassen: Von Spickzetteln und Liebesbriefen ist sie über Uni-Zeitung und TV schließlich noch bei im gegenteil gelandet. Ihre Freizeit widmet Josie am liebsten Hundebabys, Hardcore-Musik und Eiskrem. Derzeitiger Favorit: Zitronenkuchen von Aldemir Eis am Schlesi.