Stephan | 27 | Berlin

„Damit kann ich einen Waldbrand austreten!“

Mädels, ich sag’s euch gleich, bevor ihr sagt, ihr wurdet nicht gewarnt: Stephan hat nie Harry Potter gelesen! Denn einfach einem Hype zu folgen, ist nicht Stephans Ding. Wenn ihn ein Buch auf den ersten zehn Seiten nicht packt, wird es auch konsequent nicht gelesen! Wenn ein Buch ihn auf den ersten Seiten packt und es dann aber schlagartig auf Seite 11 scheiße wird, muss er es wiederum ganz konsequent zu Ende lesen. Kann ja sein, dass da noch was kommt!

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Mit seiner aktuellen Lektüre ist er zum Glück sehr zufrieden. Erstanden hat er das in dem Buchladen seines Vertrauens. Eigentlich wollte er nur einer Freundin ein Geschenk kaufen, hat sich ein paar Empfehlungen geben lassen und zwei davon dann einfach für sich mitgenommen. Eins davon ist ein fetter Schmöker über einen weltweiten Stromausfall, den Stephan gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Wie das in Wirklichkeit mit dem Strom und den Kernkraftwerken wäre, hat er direkt mal recherchiert. Halbgares Wissen geht für Stephan nämlich gar nicht, so etwas wird gegen geprüft und schwubbdiwubbs im Langzeitgedächtnis abgespeichert. „Ich bin wie ein Elefant“, sagt der gelernte Metallbauer, „ich vergesse nichts“. Und das glaube ich ihm sofort.

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Als ich ihn auf seine identischen (!) Narben anspreche, die er am linken und am rechten Ellenbogen hat, konnte er mir in Fachbegriffen höchst präzise erklären, welche Knochengruppen da gebrochen wurden. Das habe ich mir natürlich nicht gemerkt. Geholt hat sich Stephan die Brüche allerdings nicht bei seinem körperlich stark herausfordernden Job als Metallbauer, wo er auch schon mal 60 Kilo schwere Dinge umherschleppt, sondern einfach beim Fahrradfahren. Stark. Stephan ist gebürtiger Reinickendorfer, großer American-Football-Fan und friert nie. Als wir um den schönen Schäfersee spazieren, der bei ihm um die Ecke ist, ist ihm bei 10 Grad viel zu warm. Mit großen Schritten in noch größeren Dockers läuft der 1,90-Mann zum Ufer. Das Rebhuhn, das vom See rüber quakt, erkennt er genauso am Klang, wie die Spatzen auf den Bäumen. „Aber ich bin kein Ornithologe“, sagt er. Das wäre auch eine viel zu eingeschränkte Bezeichnung für dieses wandelnde Lexikon.

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Wenn Stephan sich nicht mit Wissen füttert, ist er vor allem gerne draußen und fährt trotz offensichtlichen Risikos immer noch todesmutig mit seinem Fahrrad durch die halbe Stadt zur Rummelsburger Bucht. Mit Freunden trifft er sich gerne zum Tischtennis spielen. Unter anderem in der Bar Dr.Pong an der Eberswalder Straße. Shisha rauchen geht auch gut. Oder Konzerte vor allem deutscher Künstler gucken. Thees Uhlmann, Kettcar und so die Richtung. Auch Musicals können Stephan erwärmen – im kräftigen Metallbauergewand steckt ein sensibler Kern. Und ein Herz für Einhörner. Auf dem Kosmonaut Festival fiel ihm an der Bar ein Luftballoneinhorn auf, das er unbedingt haben musste. Für fünf erstandene Fritzkola durfte er das letzte Einhorn nach Hause nehmen und hat nun einen treuen Mitbewohner.

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Am Ende frag ich Stephan, ob es noch etwas gibt, was er uns noch nicht verraten hat. „Ich stottere“, sagt er. Das ist mir natürlich schon aufgefallen, aber ich antworte: „Ich weiß gar nicht, ob ich das so wichtig finde“, denn gestört hat es in keiner Sekunde. Wichtig finde ich allerdings genau das. Denn Stephans unproblematischer Umgang damit ist ganz repräsentativ für seine unkomplizierte, entspannte Art. Also Mädels, Lust auf einen zuvorkommenden, schlauen und starken Mann, der euch locker über die Schulter gelegt umhertragen kann? Dann jetzt dem Stephan schreiben!

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