Adrian | 26 | Köln

„Wichtig ist, dass du die Hektik raus nimmst.“

Ob das mit der Hektik nur fürs Kickern oder auch für Adrians Leben allgemein gilt, damit stellen wir hier schon die ganz großen Fragen und steigen richtig deep ein. Vorher lieber noch mal tief in die Zeit eintauchen und den Jahreszeiger zurück drehen. Geschlüpft und gedeiht in dem allerliebsten Esslingen, wo die Lebensqualität aufgrund des Neckars direkt in der Stadt exponentiell steigt. Weil Wasser wohl auch auf Kids eine beruhigende Wirkung hat, verliefen Kindheit und sogar Pubertät ohne böse Zwischenfälle. Die Weste bleibt weiß, das polizeiliche Führungszeugnis ebenfalls, der Adrian hätte immer noch Beamter werden können. Betonung auf dem Konjunktiv. Einzig am 18. Geburtstag ist alles irgendwie aus dem Ruder gelaufen, seine Party hat sich selber gesprengt und plötzlich waren da Menschen, die er gar nicht kannte. Was will man aber auch machen, wenn man in einem Hangar auf einem Segelflugplatz feiert. Passiert auch nicht alle Tage. Klingt in meinen Ohren ja voll nach O.C. California, war dann aber wohl eher wie Project X.

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Den ersten Schwips gab es damals im fünfbisneun, die Bar, die biertechnisch aus Jungen richtige Männer macht. Nach dem Zivi im Jugendhaus Komma hieß es dann auch für Adrian mal flügge werden. Esslingen war durchgespielt, her mit den neuen Gegnern. Die hießen Düsseldorf und Studium im Bereich irgendwas mit Medien. Oha! Mit superzarten 19 Jahren einfach mal komplett alleine los machen, ist schon auch eine Hausnummer. Wollte der Adrian aber genau so und nicht anders, denn alles neu macht halt der neue Lebensabschnitt. Dass Düsseldorf aber genau die richtige Adresse war, merkte er ganz schnell. Stadt geil, Leute super geil und Studium eh voll geil. Und weil man auch in Düsseldorf irgendwann mal angekommen ist und alles kennt, musste Adrian spätestens zum Praxissemester wieder weiter ziehen. Berlin ist es geworden, für ein ganzes halbes Jahr. Dort hat er in einer Medienagentur am Checkpoint Charlie gearbeitet und konnte sich schon nach ein paar Tagen wie ein richtiger Einheimischer über die Touristenmassen aufregen. Die Hauptstadt hat ihn natürlich auch mit ihren tollen Seiten verzaubert. So schwärmt Adrian heute noch von den Galerien, Kunstausstellungen, dem Badehaus und RAW-Gelände. Für alle, die sich jetzt denken: Mensch, da war ich ewig nicht mehr, würde ich ja gerne mal wieder sehen: Euch möchte ich Adrian noch mal gesondert vorstellen, als den Mann, der seine Bachelor-Thesis diesem Ort gewidmet hat. Den technischen Kram mal beiseite, aber du kannst quasi in diesem Internet über das Gelände schlendern. Adrian sei Dank. Weil er irgendwann das Bedürfnis hatte, Berlin und seine schönen Seiten festzuhalten, kaufte er sich dort seine erste richtige Kamera und fotografiert seit dem, was ihm vor die Augen springt. Am liebsten urbane Flächen, Gebäude und Eindrücke der Stadt. Aber wer weiß, vielleicht hat er bald vor der Linse sein Spätzle. KABUMM!

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Nach diesem Wortspielkracher müssen wir darauf aufmerksam machen, dass wir über so viele Orte schon erzählt haben, aber noch gar nicht über den exotischsten – es gab da nämlich noch ein Semester im Ausland. Während die Massen nach Australien oder Neuseeland pilgern, zog es Adrian nach Tallinn. Genau, Estland. Haben wir alle schon mal gesehen – das erste und letzte Mal im Atlas auf Seite 98. Da ist es krass international, vielseitig und während Adrians Aufenthalt immer hell. Gibt das eigentlich eine Überdosis Vitamin D? Man möchte jetzt vermuten, der junge Mann ist rastlos und hat Hummeln in diversen Körperteilen. Weit gefehlt. Aber so viel wie möglich von der Welt sehen, immer wieder neue Leute, Orte und Dinge kennen lernen, darauf steht Adrian heftig. Ob er später auf jeden Fall wieder in der Heimat wohnen will, weiß er noch nicht. Achtung Ladies, jetzt wird’s halt arg schön: denn für Adrian ist Heimat kein Ort. Sondern Heimat ist Familie. Also mit den richtigen Leuten und der richtigen Herzdame ist unser Ass überall zuhause. Ohana, Schwester! Momentan hängt er ja wieder in der Heimat-Area ab. Für seinen Master an der HDM ist Adrian zurück nach Stuttgart gezogen und ihr wisst ja, wie es ist. Daheim isch’s au schee. Sein Lieblingsspot in der Stadt ist das Tal der Rosen auf dem Killesberg. Hier lässt es sich mit einem Buch einfach richtig gut einen sonnigen Nachmittag verbringen. Sonst treibt er sich gerne im Galao, dem Holzapfel oder auf Elektroswing Partys in den Wagenhallen rum. Musikalisch darf es zum reinen Hörvergnügen aber auch ein bisschen vielseitiger sein. Die Ohren lauschen gerne Soul, Elektro oder sind auf der Suche nach neuer Musik. Momentan ganz hoch im Kurs: Von Wegen Lisbeth. Außerdem hört und spielt Adrian gerne Jazz. Hört, hört! Mit 14 hat er das Saxophon entdeckt, sofort den Blues in den Fingern gehabt und wäre am liebsten Jazz-Musiker geworden. Die eigenen Band zusammen zu stellen scheiterte daran, dass die anderen cool Kids nur Pop und Rock spielen wollten. So platzte die vielleicht erste Seifenblase, aber Adrian kommt klar. Bis heute jammt er gerne mit Freunden und hat beruflich eh neue Pfade betreten.

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Es geht um audiovisuelle Medien, um virtuelle Realität und darum, das mit kulturellen Inhalten zu verknüpfen und befüllen. Das ist ein spannendes und ganz neues Feld und wir sind uns sicher, Adrian wird seine Nische finden und was bockstarkes aus dem Boden stampfen. Was geht neben beruflicher Erfüllung noch so hobbymäßig? Klar, Kunst und Kultur, Ausstellung, Lesung, Theater. Hier fehlt nach Adrian der Stadt kulturelle Beständigkeit. Viele Dinge verschwinden, dafür tauchen auch andere wieder auf, aber lange bleibt wenig. So langsam scheint hier aber was zu passieren, man darf gespannt bleiben. Außerdem fehlt Stuttgart das Wasser mitten in der Stadt. Klar, der Kerl kommt aus Esslingen, was kann er auch anderes sagen? Zurück zu den Hobbys, bisschen Sport ist super, politisches Interesse und Tiefenwissen sind vorhanden. Das sind die Themengebiete, die sich gerne mit deinen überschneiden dürfen. Damit ist die Grundlage für richtig gute Gespräche schon mal geschaffen. Wichtig ist auch, den feinen Grad zwischen Humor und Ironie ausmachen zu können, sonst kann es arg schnell zu Missverständnissen kommen. Und falls doch, klärt ihr das wie alle anderen: schmollen und sich dann mit Adrians Pasta Frutti di Mare wieder besänftigen lassen. Plan! Wenn du also ganz hin und weg bist von dem smarten Typen hier, der dir beim Tischkickern sogar das Kurbeln verzeihen würde und dir die besten Kicker der Stadt zeigt, dann bitte scrolle direkt weiter und tippe die Liebe aufs Papier. Ey Adrian, ein paar schlaue Worte zum Schluss? „Ein gesundes Maß an Verrücktheit finde ich gut.“

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Update: Adrian wohnt jetzt in Köln. 

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