Sebastian | 30 | Hamburg

„Es wurde mir einfach zu teuer, im Kino zu schlafen.“

Wir alle kennen die Kinder von Bullerbü. Heute im Angebot: eines der Kinder von Heilbad Heiligenstadt. Strike! Nach dem fünften Mal endlich den Kurort-Zungenbrecher geschafft, puh. Sebastian ist die goldene Mitte von fünf Geschwistern. Immer Rambazamba im Haus, irgendwo im Nirgendwo 30 km südlich von Göttingen in Thüringen. Das unbekannte Zentrum Deutschlands. Scherz, ist echt voll schön dort! Für den 30-Jährigen, der ein Fast-Valentins-Baby-Boy ist, war die ländliche Region als Kind ein absolutes Paradies. Kanutouren, Floßbauen, Seifenkistenrennen – perfekte Abenteuer für einen kleinen bzw. später pubertären Knirps. Der Katzensprung zum Wald tat sein Übriges. Früh fühlte unser Titelheld, dass pädagogische Institutionen nicht so sehr sein Ding sind. Warum schlafen im Kindergarten oder gar Lego-Figuren wegräumen müssen, wenn man seiner eigenen Fantasie freien Lauf lassen kann? Sehen wir ja auch so. Jedenfalls gab es daraufhin wenigstens eine obercoole Grundschullehrerin, die es wieder rausgerissen hat und die Motivation steigen ließ. Erneuter rapider Abfall zu beobachten in den weiterführenden Schulen. Schade Banane. Das Beste an der Schule war aber auch einfach, wenn sie vorbei war. Und wenigstens kein Französisch mehr. Seitdem hat er aber immerhin die tollsten Freunde als phänomenale Gang. Sein bester Freund hat ihn auch einfach lausbübisch ohne sein Wissen für im gegenteil angemeldet. Kein Problem, wird gemacht! In der jugendlichen Freizeit ist man dann über die Kirmes (norddeutsch: Jahrmarkt) oder in die Dorfdisko gezuckelt. Die wilden 2000er. Voller Dance & Trance. Trotz vieler Unternehmungen war Sebastian aber eher der schüchterne Typ. Relikt dieser Zeit – der Liebe war Messdiener, hehe. Immerhin hat die Truppe 2005 zusammen einen USA-Urlaub gebucht, um mit dem Wohnmobil an der Ostküste rumzucruisen. Heidenspaß und viele schöne Erinnerungen. Nach Erreichen des Fachabis 2004, begann der Aquarium-Besitzer eine Ausbildung zum Industriekaufmann, in der er zum fleißigen Kaffee-Trinker wurde. Spontanität ist dem blonden Bub kein Fremdwort und so mopste er auf einer Firmenfahrt 2006 das Firmenauto für eine Abstecher-Spritzfahrt mit seinen Freunden nach München, um sich das Deutschlandspiel gegen Schweden anzusehen. Was ein Schlitzohr! Die gefahrenen Kilometer haben es dann schlussendlich verraten, ups. Sebastian ist ziemlich gut im Instinktiv-Sein. So entschloss er sich im Juli 2008, mal eben nach Hamburg zu ziehen. Ja, warum nicht? Geile Stadt halt. Zunächst in einer Zeitarbeitsfirma tätig, kam er schnell zu seiner Firma, die Medizintechnik herstellt. Dort redet er mit beruhigend herzlicher Stimme am Telefon auf ratlose Kunden ein. Wenn der Action-Komödien-Filmliebhaber sich ein Ziel setzt, dann verfolgt er es auch fleißig. So kam es 2010 zu einem berufsbegleitenden Studium in BWL. In seiner Mußezeit trifft man den Wahlhamburger bei sportlichen Aktivitäten und im Urlaub am liebsten einmal pro Jahr beim Skifahren. Sebastian entdeckt immer mehr das Reisen für sich und bucht auch gerne einfach so ein Ziel. Mal eben Zelten auf Lanzarote oder Madeira? Südostasien oder Irland mit dem Mietwagen erkunden? Segeln durchs Ijsselmeer in den Niederlanden? Einfach schön! Super gern zappelt Sebastian zu elektronischer Musik ab. Finden kann man ihn im Baalsaal oder auf geselligen Ereignissen wie Grünanlage. Wir wollten es ja eigentlich nicht verraten, aber ganz ab und zu kommt das Schlagerherz in der La Paloma Bar auf und findet dort seine Befriedigung. Sweeeet! Zuhause steht zwar ein Fernseher, ist aber mehr Deko als alles andere. Da kann man auch gleich die Fische im Aquarium beobachten oder im Kino einschlafen, was gerne aus Versehen mal passiert. In der Mini-Küche seiner Zweier-WG schlemmt der Herr gerne selbstgemachte Burger und Rouladen, Hauptsache deftig. Wir konnten uns aber auch davon überzeugen, dass Sebastian locker flockig den weltbesten – nicht gelogen – Obstsalat macht. Mann, war das lecker! Und ohne Schleichwerbung machen zu wollen: Wer so was verpasst, der ist selbst Schuld. Nicht, dass Sebastian noch zu RTL gehen muss, um dort Rosen zu verteilen. (Als würde er das jemals machen!) Somit liebe Ladies – diesen humorvollen, abenteuerlichen, mit um die 1,70m quasi riesigen, lieben Sebastian geben wir gerne in eure Hände. Auf dass zusammen Bars und andere Festivitäten in Hamburg unsicher gemacht werden, gelacht wird bis zum Umfallen, im Kino Hunderte von Nickerchen zusammen stattfinden und die Welt erkundet wird. Dieser Typ ist ganz bestimmt nicht zum Schnarchen. Achtung: Frühlingsgefühle in da house!

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Sorry, Sebastian hat jemanden kennengelernt. Du kannst ihm leider nicht mehr schreiben.

Aber keine Sorge. Mehr Jungs aus Hamburg gibt es hier.