Neni | 33 | München

„Da kannst du hingehen und musst nichts sein.“

Wenn Neni von ihrem Leben in München erzählt, was sie so treibt und wen sie so kennt, dann wird schnell klar, dass sie ein Mensch ist, der besonders viel kann und dadurch besonders viele Menschen kennt und wiederum dadurch an besonders vielen Orten anzutreffen ist. Was Verena macht, ist spannend, und das macht sie zu einer spannenden Persönlichkeit. Hui. Neugierig geworden? Na schön, wir gehen das Ganze chronologisch an.

Geboren ist Neni, die eigentlich Verena heißt, in Starnberg, aufgewachsen ist sie in Baierbrunn, also richtig auf dem bayerischen Land, rundherum so viele Bauernhöfe, dass sich das Leben unweigerlich draußen abspielte. Einer der Gründe war sicherlich der, dass ihre Mutter Katzen, Hunde, Pferde und sämtliche andere Tiere aufgenommen hat, die gefunden wurden, und das Restaurant eines Reitstalls geleitet hat.

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Für Neni war der größere Bruder ihr Ein und Alles und so kam es, dass sie hauptsächlich mit ihm und seiner Clique abhing. Der Bruder ist übrigens einer der Sorte, der seine Schwester vorschickt, um zu testen, ob auf dem Elektrozaun der Weide Strom läuft. Ja, genau so einer. Spaß beiseite, die beiden waren beim Aufwachsen ein Herz und eine Seele und durch die Jungs-Clique ist sie auch zum Hip Hop gekommen. Sie erzählt von Blumentopf-Konzerten, Skaten und einem VW-Bus, in den schon mal 12 Leute gepackt wurden, um an der Isar Partys zu veranstalten. Was für 1 Leben!

Von der Hauptschule ging es auf die Realschule, dann zur FOS und dann zur leidigen Frage: Studieren, aber was? Psychologie war in der engeren Auswahl, die Wahl fiel jedoch auf den Gartenbau. Das hat Neni auch zwei Jahre durchgezogen, doch vor allem die naturwissenschaftlichen Fächer fielen ihr schwer, während die Botanik rockte. Was aus dieser Zeit hängen geblieben ist und uns sichtlich beeindruckte: Neni hatte im Laufe des Studiums so schöne Skripte angefertigt, dass diese noch heute von den Studenten verwendet werden. Also vielleicht doch lieber ins gestalterische Eck?

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Es folgte ein Jahr in einer Designagentur, wo sie beim Heraussuchen von Stock-Fotos gemerkt hat: Das ist es – Fotografin. Once and for all.

Neni bewarb sich 2007 an der Hochschule München für den Studiengang und wurde abgelehnt. Ein Plan B musste her, denn die Fotografie sollte es trotzdem werden, also zog sie nach Dortmund und studierte dort an einer privaten Schule Fotografie, doch gepasst hat es nicht wirklich. Sie sagt von dieser Zeit, dass sie als Bayerin mit einigen Vorurteilen zu kämpfen hatte und freute sich, nach München zurückzukommen. Überhaupt findet sie nämlich die Bayern zwar ruppig, aber ehrlich und man weiß immer, woran man ist.

Im nächsten Jahr bewarb sie sich erneut an der Hochschule, kam in die Endrunde – und flog wieder raus. Die Enttäuschung war groß, der Wille größer – für Neni war klar, dass sie es das dritte und letzte Mal erneut probieren würde. Das Jahr wurde mit einem Ausflug ins Mediadesign-Studium und einem Praktikum bei einem Fotografen überbrückt und alles, was sie aus diesen kreativen letzten Jahren mitgenommen hatte, zahlte sich aus. 2009 wurde sie mit Bravour aufgenommen und alles machte, wie sie heute selbst sagt, plötzlich Sinn. Zu dieser Zeit jobbte sie nebenher im Harry Klein (wo sie übrigens auch heute regelmäßig anzutreffen ist) und hat dadurch die halbe Stadt kennengelernt.

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Für ihre Bachelorarbeit (siehe Fotos oben), hat sie auf wunderschöne Weise gleichgeschlechtliche Paare fotografiert und die Arbeit unter den Titel „It’s love, actually“ gestellt. Ein Bild der Reihe wurde sogar bei Kunst im Viehhof ausgezeichnet und bei einem der Paare war sie später zur Hochzeit geladen, wo sie das selbstgeschriebene Stück „Share your love“ zum Besten gab und kein Äuglein trocken blieb. Hach.

Das bringt uns zu ihrer zweiten Leidenschaft: Wenn Neni nicht Models für Mode- und Beautystrecken knipst, dann schreibt sie Songs und singt diese zauberhaft schön. Sie begleitet sich dabei selbst mit Gitarre oder Ukulele. Ihre Nachbarin sagt dazu übrigens, dass sie immer weiß, dass sie zuhause angekommen ist, wenn sie Nenis Stimme hört. Hach hoch tausend! Nenis Band heißt übrigens oh girl und als die charismatische Singer-Songwriterin, die sie ist, war sie bereits Vorband von LaBrassBanda oder auf dem Chiemsee Summer – wow!

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Neni im Schnelldurchlauf: Sie liebt Mallorca, dort war sie bereits sechs Mal, weil sie die unkomplizierten Menschen schätzt und die Insel wahnsinnig schön findet. Als ein Arzt bei ihr kürzlich Vitamin-D-Mangel diagnostizierte, buchte sie gleich mal eine Woche auf ihrer Lieblingsinsel – richtig so! Sie liebt und liebt Musik, zum Beispiel die von Amy Winehouse, außerdem findet sie das Tauschkonzept „Meine Arbeit gegen deine Arbeit“ manchmal viel besser, als mit Geld zu bezahlen. Früher hat sie das beispielsweise so umgesetzt, dass sie Bands angeboten hat, Bilder von ihnen zu machen, um dadurch aufs Konzert zu gehen. Hat geklappt.

Sie mag Authentizität, die Serien Dexter und The OA sowie das heiße Bikram-Yoga. Außerdem geht sie gerne ins Vereinsheim, schätzt das Cord und, natürlich, das Harry Klein. Mit Weißweinschorle kann man sie locken, wer ihr fernbleiben sollte sind Pelzträger und vollkommen einparfümierte Menschen. Wer übrigens ihre Fotografie-Arbeit sehen mag, der klickt hier – sie hat bereits für das Forbes Magazine und B-Authentique gearbeitet.

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Schon klar, ihr seid bereits vollkommen überzeugt von der Frau, aber Einen haben wir noch: Wie schafft man es, zwei spanische Textzeilen zu schreiben, damit beim Urlaub auf Mallorca eine ganze Bar zu unterhalten, abzureisen und am frühen Morgen in der Disco ums Eck das eigene Lied von allen singen zu hören? Das fragt ihr Neni am besten selbst. Bei einem Date mit Weißweinschorle im Vereinsheim.

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