Meret | 23 | Zürich

„Wir benutzen das gleiche Alphabet wie ihr. Ehrlich.“

Meret war als Kind mehr so der Junge unter den Mädchen. Sie hat auf Bäumen abgehangen, mit ihren Kumpels Staudämme gebaut, Kleider gehasst, Froschlaich gesammelt, um im Garten der Eltern eine Froschkolonie zu züchten, und war eben mehr so Typ „Ruäch“. Das heißt so viel wie Rabauke. Irgendwo runterfallen und sich die Knie aufschlagen konnte Meret übrigens besonders gut. Na sichi. Lieblingsgetränk damals: Pinguin-Himbeersirup. Und wo war das noch mal alles? In Uetikon bei Zürich natürlich. Als Teenager brillierte sie an der Flöte, E-Gitarre und dem Klavier. Also – äh – nicht. Scheiß Durchhaltevermögen. Dafür hat Meret gerne „Sabrina – Total Verhext!“ geschaut und sich selbst als krassestes Skatergirl gesehen. Baggy Pants, Hoodie, kurze schwarze Haare, im CD Player die Alben von Green Day, The Offspring und Sum 41 – wenn sie dann noch dieses irre Skateboard hätte bedienen können, wäre Avril Lavigne ein Scheißdreck gegen Meret gewesen. Ihrer Mutter ist die Zuckerbraut bis heute übrigens dankbar, dass großflächige Nautilus-Stern-Tattoos und Piercings jeglicher Art verboten waren. Lieblings-Teenie-Drink: Pesca Frizz. Pfirsichweinsektirgendwas. Süß und billig. Will ich. Die dritte Sekundarstufe hat Madame 2007 abgeschlossen, um dann erst mal Kauffrau zu lernen. Und bei wem könnte man das besser, als beim Manager von Udo Jürgens? Nirgends. Siehste. 2010 war Meret fertig und ist dann zufällig bei einem lokalen Fernsehsender gelandet. Dort war sie als Themenfrau und Inputpersona gefragt und konnte so geilen Stuff wie Alpaufzüge aus Kork ins TV bringen. Lieblingsgetränk – aber nur kurz: Hanftee. Drei Jahre später hat sie sich per Tweet bei Pro 7 auf ein PR-Praktikum beworben und wurde vom Fleck weg genommen. Ohne Vorstellungsgespräch. Meret halt. Die überzeugt einen schon, wenn sie lächelnd 140 Zeichen tippt. Hach ja und irgendwann kam trotz Übernahmeangebot das Heimweh nach „Züri“. Aber keine Sorge, auch hier wartete wieder eine spitzen Stelle auf unsere Titelheldin. Seit einigen Monaten ist sie Sendeablaufplanerin bei 3Plus. So ganz nebenbei schreibt Meret auch schon mehrere Jahre Kolumnen. Weil sie kann. Ha. Erst auf dem eigenen Blog, dann für zuri.net und clack.ch (als Teilzeitprinzessin) und aktuell nur noch für den schweizer Riesen Bluewin. In Wirklichkeit will sie ja ein Buch schreiben und davon leben können. Die 23-Jährige bewundert so brutal kreative Fantasy-Menschen wie George R.R. Martin und J.R.R. Tolkien. Was hat es eigentlich mit diesem R.R. auf sich? Müssen wir dringend mal rausfinden. Wenn Meret nicht arbeitet, backt sie übrigens. All the time. Letzter Clou: Mandel Chai Latte Cupcakes mit Buttercreme. Und wenn sie nicht gebacken hat, dann muss halt Ragusa herhalten. Insgesamt ist es ihr übrigens wesentlich wichtiger glücklich zu sein, als cool. Deswegen hat sie gerade mit dem Stricken angefangen. Das Mädel wird irgendwann einfach die beste Hausfrau der Welt. Das ist eine narrensichere Prophezeiung. Seit es Bibliotheken nicht mehr wie Sand am Meer gibt, cornert Meret gerne mit ihrem Kindle zu Hause rum. Neulich hat sie Oktoberfest gelesen. Übles Buch, aber sehr spannend. Ihre Lieblingsbar ist das Kon-Tiki, da kann man sich den Campari Orange für zürcher Verhältnisse wirklich noch leisten. Und gemütlich isses da eh. Feiern geht sie gar nicht mal so oft. Außerdem hat Meret knallhart damit aufgehört, sich für ihren durchgemischten Musikgeschmack zu entschuldigen. Rock, Techno. Country, Pop – alles kann, alles muss. Glücklich ist sie wegen ihres Lebens in einer Postkarte (jeder, der schon mal in der Schweiz war, weiß Bescheid), wegen der Existenz wortgewandter Menschen und der Kunst des Zöpfeflechtens. Unerträglich findet die Dame Spinnen, Pilze und Angeberei. Gute Liste. Auf Richkids mit Initialen am Revers hat Meret nicht so Bock. Sie braucht einen Mann ohne Prollfaktor. Einen, der eventuell auch über Carolin Kebekus‘ Version von Atemlos lachen kann, zum Einschlafen kein Problem mit dem Radiodetektiven Philip Maloney hat und einen, der damit klar kommt, dass Meret echt viel zurück geben kann. Ach, falls jemals ein weiteres Tattoo ihren Körper zieren wird, ist es die abgewandelte Top-Zeile aus Alice im Wunderland: „Die besten von uns sind bekloppt.“ Dann ist ja alles klar: Wir sind verliebt, in Meret mit den Bonbon-Haaren und dem Lieblingsgetränkestatus Moscato d‘Asti. Jetzt seid ihr dran, Männers!

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