Max | 24 | Berlin

„Ich mag ja kommunikative Menschen! “

Max ist in Charlottenburg groß geworden. Eigentlich der perfekte Bezirk für eine gemütliche Großstadtkindheit. Ha, denkste! Seine Mama hat mal gesagt: „Ich dachte, nach Deinem Bruder kann es eigentlich nicht mehr schlimmer werden.“ Die Gute spielt auf Maxens frühe bis mittlere Jahre an. Er war halt ein schlimmer Rabauke mit dem großartigen Talent sich immer die falschen Freunde zu suchen. Happens. Als der Hertha BSC-Scout ihn mal bei Fußball spielen zugeguckt hat, wurde Max von einem Gegenspieler so fies gefoult, dass er eher ungalant zurückgeschlagen hat. Kann man irgendwie ein ganz bisschen verstehen mit 13, fand der Profi-Fußballmann aber nicht so dolle. Gut, also keine Stürmerkarriere. Es hat dem Jungspund eh schon immer besser gefallen, seinen eigenen Kopf durchzusetzen. Mit ein wenig Hilfe von Mama hat er es auf eine Sport-Oberschule in Zehlendorf geschafft. Der Unterricht hat ihn aber so sehr genervt, dass Max in der ersten Woche des Abiturs abgebrochen hat. Höchste Zeit für etwas Struktur. Privat wurde der Bengel für ein Jahr nach Florida geschickt, um dort bei einem der Familie bekannten Taekwondo-Lehrer das strukturierte Leben beigebracht zu kommen. Er hat angefangen zu trainieren, sich um Schulkinder des Taekwondo-Vereins gekümmert und ist jeden Morgen um 6 Uhr aufgestanden. Als Max mit 17 zurück in Berlin war, hat sich sein Leben nicht schlagartig geändert, aber so ein bisschen zumindest. Er beendete die Kifferphase, immerhin. 2008 hat er sein Abitur nachgeholt, nebenbei bei Diesel gejobbt und festgestellt, dass er Mode ziemlich sexy findet. Trotzdem musste er sich dringend mal wieder Steine in den Weg legen, denn es war doch höchste Zeit, endlich mal so richtig mit dem Feiern anzufangen. Berghain hier, 3-Tage-wach da, Brainfuck deluxe. Nach einem Life Coaching vor drei Jahren hat er sich wieder in den Griff gekriegt. Er wollte mehr, was schaffen, beruflich, körperlich, geistig. 2012 begann der hübsche Bengel sein Modedesign-Studium an der AMD. Das erste Semester hat ihn noch dezent überfordert, im zweiten hat er schon krass performed. Mittlerweile steht der 24-Jährige kurz vor dem Bachelor, näht und schneidert für diverse Freunde und Bekannte so viel Klamotten, dass er es alleine nicht mehr packt und gründet deshalb gerade mit Kumpels das eigene Label. Nachhaltigkeit und Fairness ist ihm dabei wichtig, am liebsten würde er in Deutschland produzieren lassen, mindestens aber in Europa. Max ist sich sehr wohl bewusst, wie scheiße hart das Business ist. Er träumt nicht nur so rum, er macht tatsächlich was. Dieser Mensch hat sein Leben in den letzten Jahren wirklich komplett geändert. Das ist toll. Und wahnsinnig inspirierend. Mehrmals die Woche findet man ihn beim Taekwondo-Training, im Fitnessstudio oder beim Rumjoggen. Die Anmeldung für den nächsten Berlin-Marathon läuft. Sein Schäferhund-Irgendwas-Mix Kalle kommt manchmal gar nicht hinterher bei der ganzen Rennerei. Den gemütlichen Vierbeiner hat er aus asseligen Verhältnissen gerettet. Wir können bestätigen, dass Kalle das wirklich freut. Ach so, es ist übrigens nicht so, dass Max jetzt voll der Stubenhocker ist, keine Sorge. Bars weiß er durchaus zu schätzen. Wenn er nicht gerade durch Kreuzberg schwoft, darf es auch mal traditionell das Schwarze Kaffee in Charlottenburg sein. Und ganz selten geht es auch noch ins Berghain. Man muss ja nun auch nicht im Feier-Zölibat leben, man ist ja noch keine 100. Max mag das Grips-Theater, riesige Koch-Actions mit seinen Freunden und Interstellar. Obwohl er den eigentlich hassen wollte, weil er doch lieber Art House Filme abfeiert oder alles von und mit Leonardo DiCaprio. Hihi. Die Vogue hat er wegen Berufskrankheit abonniert, wirklich lesen tut er aber lieber so feine Schinken wie Melda Akbas‘ So wie ich will- Mein Leben zwischen Moschee und Minirock. Ganz wichtig: Unser Titelheld ist Reiseprofi. Neulich Lissabon und dann mit der Fähre nach Afrika und campen in der Sahara, an Pfingsten immer in Spananien und nicht zu vernachlässigen ist ja dieses Skifahren. Man trifft den Frankreich-Liebhaber auf Freestyle-Skiern in den Funparks oder abseits der Piste an. Ladies, wenn ihr Männer mögt, die ein Herz für Pünktlichkeit haben, Schlangen wirklich irre eklig finden und sehr angenehm philosophieren können, dann ran da. Mit Max isses geil, versprechen wir euch. Der kann auch guten Kaffee! YAY!

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Aber keine Sorge. Mehr Jungs aus Berlin gibt es hier.

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