Maren | 21 | Berlin

„Ach, so ne Aalrauch-Suppe geht immer!“

Maren kommt aus der hübschen kleinen Großstadt Oldenburg. Da fällt uns natürlich gleich wieder der klassische Bauernhof ein, aber nein, die Kleine ist in einem Bauernhaus aufgewachsen. Keine Kuhzucht, keine Schweinebabys, kein Schaf-Alarm. Mäh. Dafür war Dackelmischling Semmel am Start. Marens treuer Begleiter in allem Lebenslagen. May he rest in peace. Instrumente wollte sie als Kind nicht lernen, das hebt man sich fürs Seniorenalter auf. Voll schlau, weil man dann eh voll viel Zeit hat und das Gehirn sich bedanken wird. Aber tanzen, das konnte Maren. Jazz-, Hip Hop-, Streetdance, später sogar Standarttanz. Da war die Gute noch so klein, dass die meisten Jungs im Kurs zu ihr runterschauen mussten. Heute ist das ‘n bisschen anders, dem späten Jugendwachstumsschub sei Dank. Apropos Jugend: Die hat Maren mit den linken, alternativen Kids aus der Umgebung im legendären Alhambra verbracht. Ja, gut, und eventuell hat sie auch mal an einem Joint gezogen. Das Abi 2012 ging trotzdem runter wie Öl. Noch im selben Jahr ging es nach Kanada, weil Ausland muss sein. Die Langbeinige hat in Ontario eine Gruppe behinderter Erwachsener im Sportstudio betreut, im Community Garden mitgeholfen und eine Frauengruppe im Einwanderungszentrum unterstützt. Dazu passt doch, dass sie 2013 nach Berlin gezogen ist und bei Alnatura ein duales BWL-Studium angefangen hat. Das war irgendwie nix. Super viel lernen, super viel arbeiten und irgendwie wollte Maren doch eh erstmal nur Praxis. Gar kein Problem, schwupps in die reine Ausbildung gewechselt und everybody happy. Das Prinzip der vollwertig gesunden Ernährung und nicht konventionellen Landwirtschaft sagt Maren zu. Bei akuter Faulheit geht sie das Nötigste durchaus im Lidl besorgen und überlebt den Tag trotzdem ohne größere Blessuren. Irre. Später kann sie sich aber doch noch mal einen Zweitversuch mit diesem BWL vorstellen und danach ab ins Marketing der Naturkosmetik-, Ökoklamotten- oder Bio-Lebensmittelbranche. Klingt schlau. Klingt logisch. Bitte genau so machen. Die 21-Jährige geht gerne in Kneipen, das Prince Charles, Hip Hop-Parties aller Art, den Monarch und, wenn die Laune stimmt, auf eine funky Goa-Sause. Im Sinne von: Maren hört fast alles. Gib ihr Suff Daddy, gib ihr Britney Spears, lass alles mit Metal und Rock weg und Du kriegst 100 Punkte. Einen Fun Fact haben wir noch: Die Dame trinkt beim Ausgehen am liebsten Bananenbier und Mexikaner. Eine Kombination bei der jeder Normalsterbliche am nächsten Tag über der Kloschüssel hängt. Ehrlich. Nicht so unsere Titelheldin, bravo! Die muss sonntags übrigens einmal am Tag das Haus verlassen, damit ihr die Decke nicht auf den Kopf fällt. Sie bastelt und werkelt in Sturm- und Drangphasen an verschiedensten Liebhaberstücken rum. Im Schlafzimmer hängt zum Beispiel der Mond aus schwarzer Pappe und Kreide. Sieht voll gut aus. Außerdem macht sie sich ohne Probleme die Hände schmutzig. Gib ihr etwas zum Einpflanzen und Maren kümmert sich drum. Essen macht ihr Spaß. Steak kann sie wirklich auf den fucking Punkt zubereiten. In freier Wildbahn isst die Schönheit am liebsten Burger. BBI war ihr was, District Mot am Rosenthaler Platz ist das nächste große Ziel. Früher hat Maren geboxt, das würde sie eigentlich gerne wieder anfangen. Momentan fährt sie viel Rad und findet eigentlich alles ohne Navi. Bäm. Geile Sneaker, gepflegte lange Haare anderer Menschen und das Weggeben der eigenen Klamotten an Obdachlose machen sie glücklich. Ganz schlimm findest sie Haltestangen in Bahnen und Bussen (heimlich Hypochonder, wa?), Staubsaugen muss auch nicht unbedingt sein und bei rote Beete hört die Freundschaft eh auf. Männers, die Maren, die steckt einen sofort mit guter Laune an, wirkt wahnsinnig angstbefreit und braucht doch einfach nur noch mehr Konfetti in ihrem Leben. Davon gibt es ja bekanntlich nie genug. Falls sie noch mal umschult, wird sie übrigens Käse-Sommelier oder Tiefseetaucherin. Lässig. Wenn ihr mit dem Barfuß auf Nacktschnecken-Fan mal ‘ne Runde Uno zocken wollt oder ihr einfach Airens Strobo zu Ende vorlesen würdet, dann meldet euch doch bitte fix. Mit Maren wird es bonfortionös. Und dafür stehen wir mit unserem Namen!

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