Marco | 38 | Berlin

„Wenn ich keinen Ball in der Hand halte, fehlt er mir.“

Marco hat den Mauerfall einfach mal lässig verpennt. Für alle Küken unter euch: Das war diese Ost-West-Geschichte, von der immer alle reden. Passiert halt, wenn man vorher den ganzen Tag mit Fußball, Tennisschläger und BMX auf Achse war. Drei Tage später wagte Marco dann den Sprung vom allseits bekannten Friedrichshain an den Hermannplatz und wurde fast aus den Socken gehauen, als er die ganzen funky Früchte sah. Voller stolz kaufte er sich seine erste Fanta und kassierte neben dem heißen Begrüßungsgeld auch noch nen schicken Verweis für den versäumten Schultag. Voll der Spießeralarm! Das war aber echt nicht dramatisch, denn sonst war Marco wahrlich ein pünktliches Vorzeigekind. Seine einzige Rebellion war das unerlaubte Kokeln im Hausflur. Während seiner Schulzeit fühlte Marco sich nur zu den Mittagspausen, in denen er zu Hause war, um eine Runde zu zocken, und zu Erdkunde hingezogen. Wir würden sagen, er war der Held an der Weltkarte – ein richtiger Topografie-Oberstecher. Oder wisst ihr, was oder wo der Sognefjord ist? Nach dem Abitur folgte die Wehrpflicht bei der Luftwaffe in Schleswig-Holstein. Ob Man(n) das gut fand oder nicht, war da ja noch völlig irrelevant. Nebenbei machte Marco seinen LKW-Führerschein und anschließend eine Ausbildung zum Verlagskaufmann bei Axel Springer. Zehn Jahre lang arbeitete er danach als Mediaplaner bis er bei einer Onlinemarketing-Agentur die Geschäftsführung übernahm. Und da sich Marco bei soviel erfolgreicher Arbeit auch mal ne Auszeit verdient hat, flog er im Anschluss daran für drei Monate nach Neuseeland. Sein Ziel war es, so weit weg wie möglich zu kommen und rückblickend war diese Flucht aus dem Alltag das beste, was er je gemacht hat. Dieses Gefühl, ohne Stress im Nacken in den Tag hinein leben zu können, muss auch einfach mega befreiend sein. In der Hängematte baumelnd beschloss Marco dann seine Bewerbung an Mein Fernbus zu schicken. Kennst du nicht? Das ist diese zuverlässige Alternative zur Deutschen Bahn. Dort hat er bis jetzt als Senior Marketing Manager gearbeitet. Nun ist er kurz davor, in die aufregende Phase der Selbstständigkeit zu hüpfen. Bei seinen Kollegen war das Berliner Original übrigens immer heiß begehrt, denn Marco hat nach dem Dienstag den allseits beliebten Mettwoch eingeführt. Zu einem gelungenem Bergfest gehört halt auch ne scharfe Schnitte. Ihr vermutet richtig, wenn ihr Marco jetzt eher weniger als Vegetarier einkategorisiert. Da brutzelt auch mal gerne ein Steak in der Pfanne oder es wird Sushi bestellt. So oder so bewegt sich Marco genüsslich betrachtet sehr flexibel und experimentell. Genauso aufgeschlossen ist er im Übrigen auch bei allen Bewegungsaktivitäten. Seine Hummeln im Hintern hat der 38-Jährige nämlich konsequent beibehalten und sich erfolgreich zum sportlichen Chamäleon entwickelt. Er leitet höchstpersönlich eine Basketballfreizeitgruppe, zu der es ihn zweimal die Woche hinzieht. Einfach aus Spaß an der Freude. Seit Kurzem hat er zusätzlich Yoga für sich entdeckt und regelmäßige Rennradtouren und Joggen im Park powern ihn zusätzlich aus. Der Oberkracher ist allerdings sein geheimes Nachtrodeln im Prenzlauer Berg. Denn der kreative Sportler hat ein Codeword für nächtliches Rodeln entwickelt und wenn dies via moderner Telekommunikationsmittel versendet wird, trifft sich die ganze Bande und feuert wie verrückt im Mondschein mit ihren Schlitten den Berg hinunter. Mit Glühwein versteht sich. Logisch, dass wir da jetzt extrem neidisch sind – fehlt nur noch der Schnee! An den prominenteren Tagen der Woche flieht Marco auch gerne mal ins Berliner Umland. Mit seinem Rennrad oder Auto geht’s voller Euphorie in die Natur oder gerne auch mal in die Therme. Versteckte Alkohollokalitäten wie die Butchers Bar, findet er ebenfalls ganz charmant. Das wundert uns jetzt nicht, war schließlich früher mal eine Fleischerei. Hihi. Und einmal im Jahr lässt es Marco im Club seiner Wahl so richtig krachen, denn da schmeißt er für fast 200 Leute seine legendäre 90er-Jahre-Party. Mädels, da geht’s heiß her, da bleibt kein Titel der Backstreet Boys ungehört und die Macarena-Hüfte wird geschwungen. Das müsst ihr mal live erlebt haben! Marco kann halt problemlos mit seinem musikalischem Gehör, seiner Offenheit und seiner Experimentierfreude punkten. Tauben findet er nicht so geil – die Flatterei eines Spatzes ist ja noch vertretbar, aber die einer monströsen Taube kann Marco einfach echt nicht haben.  Er weiß mit schwarzem Humor und Katzen durchaus zu sympathisieren und reist spontan auch gerne mal dorthin, wo eigentlich keiner hin will. Jetzt wünscht er sich nur noch eine zauberhafte Begleitung, um einmal in seinem Leben die Nordlichter zu sehen. Na, das sollte doch locker machbar sein?

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