Lisa | 28 | Berlin

„Ich tanze echt nicht gut, aber dafür richtig gerne!“

Lisa kommt vom Steinhuder Meer. Klingt exotisch, da wollen wir hin. Moment, kurz mit Maps gecheckt und festgestellt, dass das nur ein läppischer See ist. Pah. Aber keine Sorge: Schön isses da so kurz vor Hannover. Ehrlich. Lisa ist mit mehreren Generationen auf einem Grundstück groß geworden und fand das spitze. Zu ihrem 91-jährigen Opa hat sie heute noch einen Wahnsinnsdraht. #lieblingsmensch. Mit ihrem Bruder hat sie als Kind im Wald Buden gebaut. Mutti hat sich jedes mal gefreut, wenn die ebenerdig und nicht oben in den Baumkronen waren. Die ganze Familie war irre tierverbunden. Obwohl die Eltern was ganz anderes gearbeitet haben, standen im Garten Galloway-Rinder (ja, Mann, die Flauschigen!!!), Gänse, dies und das und Ananas. Im Kontrast zu ihrem Dreckspatzigsein ist Lisa öfter mit der Federboa durchs Dorf gelaufen, um sich eine bunte Tüte zu kaufen. Die Schlümpfe haben dabei immer nach Marlboro Lights geschmeckt, weil die Kioskbesitzerin Kettenraucherin war. Na sichi. Karate hat die Kleine bis zum gelben Gurt geschafft – das ist übrigens der zweite, hihi – auf Pferden war sie dafür ziemlich gut unterwegs. Mit Springreiten und allem. Nach einem Ibizaurlaub in der Jugend mutierte Lisa vom R‘n‘B-Girl zur Elektrobraut. Na ja, zumindest lernte sie diese Musikrichtung mal kennen. Wo auch sonst, als im Pacha, dem ibizianischen place to be. Ihr Fachabi im Sozialwesen hat die schöne Brünette 2005 runtergerockt. Ging gut, trotz des vielen Feierns. Disziplin und ausreichend Partyspaß konnte Lisa damals schon hervorragend vereinen. Jedenfalls ging es dann erst mal als Au-Pair nach Washington DC. Beste Erfahrung ever. Kann sie jedem nur empfehlen. Zurück in Deutschland folgten zwei Jahre Ausbildung zur Sozialassistentin. Langfristig sollte es aber schon noch mal was mit Studieren werden, also ging es nach dem Abschluss ins höchst saubere Düsseldorf, um sich im nahegelegenen Mönchengladbach der Kulturpädagogik hinzugeben. Bachelor 2012. So wie Paul Janke. Scherz. Nebenbei ehrenamtliche Arbeit im Kindersportheim. Danach kurz Istanbul und PR Agentur, weiter Richtung London für ein Hammer-Praktikum beim DAAD – wo Lisa deutsche Stipendiaten in UK betreut hat – und 2013 dann noch schnell ans EU Parlament. Bring it on. Ach ja, in London hat die 28-Jährige ja einen Brief an die Queen geschrieben. Wegen der Wohnungsnot. Unsere Titelheldin hat nämlich ewig nix gefunden. Achtung: 14 Tage später gab es eine offizielle Antwort aus dem Buckingham Palace mitsamt Entschuldigung und der Erklärung, dass die Queen sich um das Anliegen einer einzelnen Wohnungslosen gerade nicht kümmern könne. Und besten Wünschen fürs Praktikum. Höflich. Seit Sommer 2013 ist Lisa in Berlin. Gerade schreibt sie ihre Masterarbeit im Fachgebiet European Studies über syrische Studenten in Deutschland. Sie interessiert sich für Flüchtlingspolitik und will beruflich gerne den Dialog mit dem Bürger verstärken. Die Frau ist echt höchst motiviert, kann einen sofort mitreißen und ist dabei noch witzig. Inspiriert von britischem Humor und der Herzensserie Girls kann sie mit angenehmer Schlagfertigkeit überzeugen. Lisa jobbt übrigens nebenbei im Café in der Villa Oppenheim und als Hostess auf der Fashion Week. Mode ist ihr nicht mehr ganz so wichtig wie früher, aber auch alles andere als egal. Zum Feiern breztelt Lisa sich gerne richtig auf. Das Freudenreich in Neukölln mag sie. Eher klassische Feiertempel wie das Ritter Butzke und Prince Charles aber auch. Zu Hause dudeln so Dinge wie The xx, Chet Faker und We Invented Paris. Im Herzen liebt sie aber immer noch die Spice Girls. Hach, so Klischees bricht die Teilzeit-Joggerin eh gerne. Auf das jodierte Markensalz einfach Chanel schreiben und schwupps, ist alles wieder gut. Lisa mag es, wenn sie auf der Arbeit den Kuchen essen darf, der schon zu lange in der Vitrine liegt und wenn Menschen respekt- und rücksichtsvoll miteinander umgehen. Sie empfindet aus Versehen tiefen Hass für Katy Perry, kann es bis heute nicht nachvollziehen, warum Menschen in der U-Bahn viel zu laut viel zu private Gespräche am Handy führen („Ich lass mich von Dir scheiden, wenn Du nicht aufhörst jede zweite Schlampe vom Kotti zu bügeln!“) und hat eher keine brennende Leidenschaft für Piercings. Happens. Dafür ist Lisa eigentlich immer gut drauf, kann aus ominösen Gründen jederzeit ungefragt die Laune anderer Menschen auf Dauerlächel-Temperatur bringen und bouldern, ja, das kann sie auch. Männers, meldet euch bei unserer lässigen Traumfrau, die als Endziel angibt, doch nur mal in Mareike Amados Zauberkugel zu wollen. Absolut nachvollziehbar, diese Lisa!

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Kontakt

Sorry, Lisa hat jemanden kennengelernt. Du kannst ihr leider nicht mehr schreiben.

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