Leon | 29 | Köln

Ich bin da eigentlich ziemlich schamlos!

Leon kommt aus einer kleinen verwunschenen Stadt namens Nordhorn. Das liegt in Niedersachsen, quasi genau dort, wo Deutschland Holland boxt. Vor Ort gibt es eine Burg und richtige Fürsten. Edel. Dass Leon ein Franziskaner-Missionsgymnasium besuchen musste, hat er seinen Eltern schon ziemlich übel genommen. Zum mentalen Ausgleich hat er sich frühzeitig in der Holz-AG angemeldet und Kunst zu seinem Lieblingsfach erklärt. In der 10ten hat der Gute sein erstes Produkt entworfen und hergestellt. Salz und Pfefferstreuer anyone? Sportlich hat Leon es der Familie gleich getan und Golf gelernt – das liegt momentan aber auf Eis. Tennis war auch mal en vogue. Schicki. Im ersten Abi-Anlauf 2004 ist er aus Versehen durchgefallen und hat es direkt ‘n Monat später nachgeholt. Bums, da hat‘s geklappt. Da Leon nach dem Zivi immer noch nicht wusste, was er denn nun mit seinem Leben anfangen soll, hat Papa gesagt: „Junge, Du magst doch Holz, mach was draus.“ Es folgte eine Tischlerlehre. Sein Lehrer während der Ausbildung fügte hinzu: „Check doch mal Produktdesign on top“. Ja klar, also ab nach Holland, Enschede – da braucht man nämlich keine Mappe und muss nur Niederländisch lernen. 2012 hat Leon seinen Bachelor of Engineering in Industriedesign entgegen genommen. Das war und ist immer noch seine Berufung. Holland hat ihm übrigens so gut gefallen, dass seine Freunde ihn nur noch den „Holländer“ nennen und er Pindakaas für Satésoße nie wieder missen will. Schon während des Studiums hat der 29-Jährige angefangen bei A1 Productdesign in Köln zu jobben. Direkt nach dem Abschluss wurde er fest als Produktdesigner eingestellt und gestaltet seitdem unter anderem Gehäuse von Industriesteckern. Oder halt ganze Maschinen, Werkzeuge, Smartphones und Haarföhne. Er macht quasi alles, was nahe am Bediener ist und für eine angenehme Anwendung sorgt. Für seine schnieke Wohnung bastelt er sich Leuchten, Tische und alles, was es auf dem Markt nicht gibt. Sehr, sehr schlau ist das. Und so ganz on top sind seine Sachen auch noch wahnsinnig schön. Leon ist irre neugierig und hat eine ausgeprägte, höchst angenehme Körpersprache. Freitags trifft er sich eigentlich immer mit seinen Freunden im Point One auf ein Bierchen. Gerade probiert er ein bisschen mehr auszugehen, das blieb die letzten Jahre so ‘n bisschen auf der Strecke. Und Achtung: Alleine losziehen ist für ihn auch kein Problem. Anschluss findet er eigentlich überall. Offenheit nennt man das in Fachkreisen auch. Gesellschaftsspiele gehören für Leon im Winter genau so zum Leben wie Schnee. Hach, Looping Lui, es wird mal wieder Zeit. Zweimal pro Woche geht er zum Ju-Jutsu-Training. Das fördert die Beherrschung des Körpers und macht extrem viel Laune. Außerdem liebt er ja Japan und den Lebensminimalismus mit der dazugehörigen Portion Liebe. Passt also. Manchmal ist Leon ungeduldig und explodiert, wenn ihn etwas nervt. Aber nur innerlich, weil alles andere echt unhöflich wäre. Notlügen hasst er wie die Pest. Wenn es nach ihm ginge, hätte die nackte Wahrheit einen viel höheren Stellenwert. Leon glaubt, dass er Humor hat. Wir übrigens auch. A Night at the Opera hat ihn zum Kreischen gebracht. Er empfiehlt zum herzlichen Ablachen auch noch unbedingt die Serie De Lama‘s – das gibt‘s im Internetz und im holländischen TV. Wer Männer mag, die sich äußerst gerne von irrsinnigen und kreativen Menschen mitreißen lassen, ein Herz für Orchideen haben und flexible Esser sind, der möge sich doch bitte asap bei Leon melden. Er stellt schon mal den leckeren Reserva warm und ist für einen Trip an den See/das Meer/den Freizeitpark/jeden Scheiß zu haben. Wonderful, lebt euch aus, Kinners!

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Wir bedanken uns bei dem leckeren Belsazar Vermouth, ohne den wir es nie bis nach Köln geschafft hätten! Prösterchen <3

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