Leni | 29 | Berlin

„Wenn man es nicht hinterfragt, ist es wirklich total schön!“

Die süße Leni hat ganz lange lieber nicht erzählt, wo sie aufgewachsen ist. Dabei war Berlin-Marzahn gar nicht so schrecklich, wie es im Fernsehen immer aussieht. Nee, nee wirklich nicht! Damals war der Kiez bei vielen jungen Familien extrem beliebt und weil man als Jugendlicher ja sowieso immer irgendwo dazu gehören möchte, entschied sich Leni ganz souverän für rote Haare, Dr. Martens und Rock für Links. Beste Wahl würden wir sagen! Diese Musik war übrigens schon zu Kindertagen dauerhaft in Lenis Hörweite. Mit vier war sie bei Pearl Jam und während wir uns noch beim Topfschlagen amüsierten, rockte der knuffige Knirps an seinem zehnten Geburtstag bereits zu den Toten Hosen. Leni gehörte einfach von Kopf bis Fuß zu den aktiven Weltentdeckerkids mit erhöhtem Unfallrisiko. Für sie gabs Judo als Vereinssport, den Skiurlaub im Winter und das abenteuerliche Campen im Sommer. Zwischendurch purzelte Leni auch hin und wieder vom Klettergerüst oder prellte sich den Finger an der Schultür. Sagen wir mal so, der Chirurg erkannte die Kleine schon von Weitem. Dennoch ist Leni immer gerne in die Schule gegangen. Mit erfolgreichem Abitur spazierte sie dann voller Tatendrang hinaus in das echte Leben und machte eine Ausbildung zur Werbekauffrau. Unterm Strich war es zwar solide, aber der Kracher war es wirklich nicht. Also her mit dem schönen Leben! Ab ging es dafür nach Greifswald – für ein Studium in Kommunikation und Wirtschaft. Angefühlt hat sich das wie eine dauerhafte Klassenfahrt. Jeder hat jeden gekannt, nach der Uni chillte man zusammen am Strand und ihren Erasmusaufenthalt in Spanien versüßte sich die Sportlerin mit einem Surfkurs. Da Leni aber im Herzen eine waschechte Berlinerin ist, kam sie wieder zurück und lebt nun im schönen Friedrichshain. Bereits im Studium hat sich die 29-Jährige für alles interessiert, was sich im Socialnetworkbereich abspielte. Ihr Freunde nannten sie deshalb liebevoll „Facebookleni“. Da wundert es niemanden, dass sie heute als Social Media Manager die Internetseiten von verschiedensten Unternehmen betreut. Das ist einfach erste Sahne, denn jetzt darf Leni täglich auf Facebook sein, kann ihre Brötchen damit verdienen und in ihrer Freizeit etwas anderes tun. Zum Beispiel das ein oder andere Festival oder Konzert besuchen. Ihr merkt schon, ohne Musik gibt’s die Leni nicht. Auf die Fusion geht sie mittlerweile seit acht Jahren, denn das ist ihr absolutes Lieblingsfestival schlechthin. Dort kann man einfach alles machen kann! Die Beatsteaks könnte Leni bedenkenlos immer live sehen, der Sänger von Annenmaykantereit bereitet ihr Gänsehautfeeling deluxe und am Wochenende lautet die einfache Frage: „Wer legt wo auf?“ Irgendwer kennt halt immer irgendwen, der hinter den Turntables steht und wenn es elektronische Klänge sind, dann tanzt die Leni auch dazu. Ansonsten gönnt sie sich gerne einmal im Monat einen Wochenendtrip und benötigt zum Glücklichsein eine große Portion Sport und Sonne. Bei 30 Grad drinnen sitzen? Mit der U-Bahn fahren? Nicht mit Leni! Sie radelt zur Arbeit, besucht Fitnesskurse und ist gerade den Halbmarathon mitgelaufen. Alle Achtung, da bleibt verständlicherweise einfach nicht die Zeit, um die eigenen Koch-Skills zu verbessern. Dafür ist Leni perfekt im Essen gehen. Seit Januar bevorzugt sie dafür Falafel anstatt Burger, weil ihr die ganzen Lebensmittelskandale den Appetit auf Fleisch verdorben haben. Außerdem war sie erfolgreiche Teilnehmerin der „Green Smoothie Challenge“, weil Obst einfach nur püriert wirklich sinnvoll ist. Fotoausstellungen und Independent Filme mag sie so gerne wie das Brunchen im Datscha. Männer, die nicht wissen, was sie wollen, ihr Leben nicht mögen und eine eigene Familie kategorisch ausschließen, findet sie dagegen weniger heiß. Leni ist auch privat oft die liebenswerte Vermittlerin, die tolerant und pünktlich zur Stelle ist, wenn man sie braucht, nur dieses Abwarten muss sie noch üben. Der Partner muss für unsere Traumfrau kein Ersatzprodukt für ein schönes Leben sein, das zaubert sich Leni schon selbst. Aber ein Mann für gemeinsame Konzertbesuche, fürs gemeinsame Paragliden in Südamerika oder für die gemeinsame Tour mit dem VW-Bus. Das wäre voll ihr Ding. Das wäre wie Eis mit Cookies, wie ein Sonntag mit Sonnenschein und einfach das Beste für alle!

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Kontakt

Sorry, Leni hat jemanden kennengelernt. Du kannst ihr leider nicht mehr schreiben.

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