Lena | 20 | Leipzig

„Ich möchte später mal keine beige Rentnerin werden!“

Komm herein und trink erst mal einen Schnaps mit Lena. Cheers! Denn Kaffee mag die gebürtige Sachsen-Anhalterin überhaupt nicht aber dafür bekommen wir in der WG-Küche gleich einen originalen slowakischen Schnaps angeboten, den sie von einer guten Freundin bekommen hat. Sweet life! So wird man doch gern nach den vielen Treppen und bei knapp 30°C empfangen.

„Nach vier Schnäpsen davon bist du aber auch gut dabei!“ Dass es Lena in den Leipziger Osten nach Neustadt-Neuschönefeld und in ihre tolle Dreier-WG mit Otto und Sophie verschlagen hat, ist noch ganz frisch und ihr Umzug erst drei Wochen her. Aber die Entscheidung für die neue WG, in der sie sich so richtig wohlfühlt, war absolut richtig.

Die Wahl für Leipzig entschied im Oktober 2016 tatsächlich der Wirtschaftspädagogik-Studiengang und ließ Erfurt, Greifswald und Halle weit hinter sich. Good choice! „Aber sag mal, was macht man denn damit mal?“, fragen wir mit rätselnden Blicken. Das sympathische Lachen von Lena ist ansteckend als sie uns davon erzählt, dass sie später mal in die Coaching- und Weiterbildungsrichtung gehen möchte.

Denn für den Job als Berufsschullehrerin fehlt ihr eindeutig die Geduld, verrät sie. Nach dieser Antwort und der Story, dass sie bereits 2014 bei den Commonwealth Games in Schottland mitgearbeitet, Brasilien und Bratislava bereist hat, fragen wir sicherheitshalber noch mal nach dem Alter von Lena. Ok, ziemlich beeindruckend!

Dabei fing vor der großen Liebe zu Schottland alles eher ländlich und kleinstädtisch an. „Bei uns in Schönebeck gab es nur ein Gymnasium. Da sind wir alle gemeinsam zur Schule gegangen!“, erzählt uns Lena, während im Ofen die duftenden Zimtschnecken backen. „So beginnt jede gute Geschichte aus Sachsen-Anhalt“, lacht der Teil unseres Teams, der ganz in der Nähe aufgewachsen ist. In Schönebeck an der Elbe steckt halt „schön“ schon im Namen.

Aber auch die Assoziation zum Bachelor Jan Kralitschka, ebenfalls Schönebecker, hilft meinen geografischen Unkenntnissen nicht weiter. Die Nähe zu Magdeburg hilft da schon eher. Östlich der Magdeburger Börde wurden früher Schnecken gesammelt, Hütten gebaut und ganz beschaulich im Grünen abgehangen. Hauptsache draußen, war das Motto. Vielleicht auch ein Grund für Lenas angenehm ruhige und ausgeglichene Ausstrahlung. Vielleicht aber auch ein Grund für ihre Reiselust.

Ihr Zimmer bleibt minimalistisch eingerichtet mit vielen kleinen Details, die sie an liebe Freunde und Zuhause erinnern. Wolfgang Herrndorfs Tschick zählt zu ihren Lieblingsbüchern. Den Film hat sie allerdings noch nicht gesehen. Könnte man ja noch nachholen, oder? Neben Klaus Manns Mephisto, Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann und Hesses Werken finden wir auch riesige Wirtschaftswälzer, sowie stapelweise Zeit-Magazine. Kein Wunder, denn für den Verlag arbeitet Lena auch als Hostess auf Messen. Lächeln und Abos verkaufen kann sie!

Wir streicheln noch ein letztes Mal die NEON im Bücherregal und verabschieden uns in luftige Höhen, denn nicht nur der gute Ausblick im Dachgeschoss sind ein Plus für Lenas Wohnung, sondern auch der Zugang zum Dach. Die Zimtschnecken sind fertig und wir entführen Leni Love mit ihrer analogen Kamera Richtung Holzleiter.

Denn, wenn sie gerade nicht mit der Nase über ihren Uni-Sachen sitzt, fotografiert sie, zeichnet kleine Illustrationen, tanzt zu Indie Rock, erzählt begeistert vom letzten Coldplay-Konzert, gerät auf lustige Grillfeste mit berühmten Schlagerstars, fährt spontan auf polnische Festivals, nimmt auch mal ihre Mama auf den 90er-Partyfloor mit und hilft Flüchtlingen beim Schreiben von Bewerbungen. Irgendwas ist immer los und Leni steckt voller Energie!

Da wird es schwierig, mitzuhalten, denkst du jetzt, oder? No pressure. Leni weiß, was sie will und genießt die knallbunten Zwanziger. Du auch? Herrlich! Ein bisschen Spaß gehört dazu und ein Satz wie „Ich höre manchmal gern Alexander Markus“ sollte dich nicht abschrecken. Lass dich von Lenis ruhiger Art nicht täuschen, denn die junge Dame hat es wirklich in sich. Doch genau diese Kombination macht es umso spannender. Beim ersten Date geht sie am liebsten Döner oder ein Eis essen. Why not?

Wenn du dabei über alte Helge-Schneider-Witze lachen kannst, umso besser. Die Idee, Lenis Vorstellungstext mit dem Helge-Schneider-Lied Bonbon aus Wurst einzuleiten, fällt mir an dieser Stelle wieder ein. Chance verpasst. Du solltest sie allerdings nicht verpassen. Kino klingt beim zweiten Date übrigens auch gar nicht so verkehrt.

So eine richtige Vorstellung von ihrem Brad Pitt hat Leni auch nicht unbedingt. Offen und humorvoll solltest du sein. Die Chemie sollte zwischen euch einfach stimmen! Wir verraten dir auch einen Tipp, wie du ihr Herz gewinnen kannst: Bring unserer Leni doch einfach ein paar Datteln im Speckmantel mit. Damit sammelst du garantiert Pluspunkte! Prollos können gleich zuhause bleiben.

Ihre Freunde beschreiben Leni als verpeilt, sehr ehrlich, vielleicht manchmal auch ein wenig zu direkt, und extrem loyal. Da auch Hartmut Engler schon einiges über Lena geschrieben hat, bleibt uns nur zu sagen, dass es sich absolut lohnt, die Dame aus dem Leipziger Osten kennenzulernen, auf einen Döner oder Ice Rolls im Café Das Molekühl einzuladen oder die nächste Karaoke-Bar mit ihr unsicher zu machen.

Falls ein Date aber doch mal schiefgeht, dann ist das aber auch kein Beinbrechen, denn ihre liebe Freundin Neele ist immer zur Stelle. „Neele weiß schon, wenn ich anrufe: Was hat sie jetzt wieder angestellt?“ Beeilt euch, Jungs, denn ab September verschwindet Leni für eine Weile nach Frankreich und genießt den Blick auf die Alpen in Grenoble. Aber im Sommer lässt es sich eh viel besser flirten. Say hi to Leni! Wir sagen: Daumen hoch!

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ANNE is the girl with the golden touch. Immer und überall in Leipzig unterwegs. Leipzigliebhaberin. Geschichtenerzählerin. Auf ihrem Blog „annabelle sagt“ erzählt sie von Künstlern, Designern, kreativen Köpfen, den coolsten Cafés und schönsten Orten. Ganz nach dem Motto: Einfach die Augen offen halten und die kleinen Dinge entdecken. Gegen ein Zitroneneis verrät sie auch gern ihre Geheimtipps.
ROBERT ist der Mann mit dem Hut und der Kamera in der Hand. Auf seinem Blog schreibt er über Orte, Menschen und Sachen, die ihm passieren – und eigentlich passiert immer was. Always on the run. Das sind die Dinge, die ihn glücklich machen. Zu seinen liebsten Städten gehören Lissabon, London, Montreal und an allererster Stelle New York. Wenn er nicht gerade unterwegs ist, radelt er mit seinem Projekt „We Ride Leipzig“ durch die Stadt.

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