Juli | 30 | Berlin

„Wenn ich tanze, tanzen alle mit.“

Es ist Sonntag, die Sonne blitzt hinter den Wolken hervor und es geht in die zweite Runde Lollapalooza. Als ersten Tagespunkt treffen wir Juli im Lolla Fun Fair zwischen Riesenrad und Zirkuswagen zum Plausch. Juli hat sich für heute Abend schon ihre Eltern als Shuttle organisiert, wir haben Kamera und Stift gezückt. Läuft! Zeit, das Berliner Pflänzchen besser kennenzulernen.

Die Gute ist in Hellersdorf geboren und auch dort aufgewachsen. Und wie war’s da so? „War schön“, sagt Juli. Mit ihren Eltern und ihrem älteren Bruder hat sie in einem Neubaublock im, wie sie sagt „hinterletzten Viertel in Hellersdorf“ gewohnt und hatte Wald und Wiesen gleich vor der Nase. Stadt mit Tendenz zum Land sozusagen. Da war sogar auf Bäume klettern jederzeit möglich. Auch darüber hinaus standen bei Juli allerlei sportliche Aktivitäten auf dem Programm: Tischtennis, Kung Fu, Schwimmen und das am besten immer im Doppelpack mit ihrem Bruder. Fanden die Eltern gut und die Kids eigentlich auch.

Nicht nur sportiv, auch künstlerisch hat sich Juli gern ausgetobt. Zeichnen war schon immer ihre „heimliche Passion“. Später gingen daraus erste eigene Tattoovorlagen hervor. Aber noch mal zurück zu Julis Teenie-Zeit. Sie war schon als Kind ein kleiner Wirbelwind und Rebellion eher Normalzustand als Phase. Ihre Eltern konnten das oft nur bedingt nachvollziehen, haben Juli aber machen lassen. Erst mal immer dagegen, fanden sie die verschiedenen Haarfarben und andere modisch-grenzwertige Anwandlungen dann schlussendlich meistens doch ganz okay.

Und wie lief’s in der Schule? Juli wurde gleich in der ersten Klasse hochgestuft und hatte dadurch schon mit 14 die Mittlere Reife in der Tasche. Wir müssen unseren vor Erstaunen offenen Mund kurz wieder zuklappen. Und dann? Es folgte eine Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation. Nicht unbedingt Julis allererste Wahl, aber für die Wunschausbildung zur Fotografin war sie den Betrieben einfach zu jung. So wurde dann sechs Jahre im gelernten Job gearbeitet, bis sich Juli einfach nicht mehr vorstellen konnte, noch dreißig Jahre weiter im Bürostuhl zu versauern. Der Job war ihr schlicht und einfach zu langweilig. Sie entschied sich dazu, ihr Abi nachzuholen.

Jetzt heißt es noch bis nächstes Jahr wieder Vollzeit die Schulbank drücken. Und sonst so? In der Zeit neben der Schule setzt sich Juli grad ausgiebig mit sich selbst auseinander. Gesprächs- und Gruppentherapie, ständig reflektieren und nachdenken – das ist zwar anstrengend, aber für Juli super wertvoll. Das Ganze endet gleichzeitig mit dem Abi und sie ist davon überzeugt: „Ich werde danach voll der Pro sein, was mich und andere Menschen angeht.“ Na wenn das nix ist oder?

Nach der ganzen Paukerei und Selbstreflexion ist dann erst mal ein ausgiebiger Urlaub in Irland geplant. Kleine Notiz am Rande: Irland als Reiseziel kam Juli letzte Nacht auf dem Lolla in den Sinn. Die Entscheidung könnte durchaus durch ein paar Kurze beeinflusst worden sein. Gebucht ist aber noch nichts. Hihi. Danach ist dann das Thema Studium dran. Studieren, neue Leute kennenlernen, gucken, wie der ganze Uni-Kosmos funktioniert – alles Erfahrungen, auf die Juli schon sehr gespannt ist.

Schnell-Fragerunde!

Absolutes Lieblingslied?

„Pittiplatsch – Rolle, Rolle, Rolle, Roll‘ mein Ball.“

Lieblingsschnaps?

„Berliner Luft.“

Wo muss man in Berlin unbedingt feiern gehen?

„Sisyphos, Renate, Berghain.“

Spielst du Gesellschaftsspiele?

„Auf gar keinen Fall, nein.“

Dein liebstes Körperteil an dir?

„Füße.“

Magst du Füße?

„Sehr gerne sogar, her mit den Füßen!“

Lieblingsachterbahn?

„Silverstar im Europapark.“

Lieblingsseite im Netz?

„Pornhub.“

Wer hat dich auf dem Lollapalooza besonders geflasht?

„Two Door Cinema Club und definitiv Marteria!“

Drei Dinge, die du absolut gar nicht magst?

„Spießer, Schlager, Morgenmundgeruch.“

Deine besten Eigenschaften?

„Ich bin immer sehr extrem. Das kann durchaus sehr, sehr positiv sein für alle Beteiligten, zum Beispiel wenn ich mit guter Laune anstecke.“

Hast du schlechte Eigenschaften?

„Ich bin nicht so gut in Emotionsregulation (aber ich übe das) und chaotisch (aber im Chaos sehr perfektioniert).“

Welche Eigenschaften sollte dein/e Partner/in haben?

„Er/Sie sollte gut in Emotionsregulation sein (und wissen was das ist), eine offene Kommunikation anstreben und die eigenen Grenzen kennen.“

Wie würde dein Traumdate aussehen?

„In eine andere Stadt fahren z.B. London.“

Kontakt

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