Jörg | 48 | Berlin

„Ich bin so dermaßen abgeschliffen und weichgespült.“

Als ich am Morgen dieses grautrüben Tages aufwachte, wusste ich nicht, welches wagemutige Abenteuer ich an diesem Tag würde überstehen müssen. Dieser Job ist immer wieder für eine Überraschung gut und auch im Auftrag der Lieb edarf man ja über seine Grenzen hinausgehen. Ich verspreche nicht zu viel. Stay tuned:

Wir besuchen Jörg in seiner wunderschönen Eigentumswohnung in Neukölln. Wow, schönes Wohnzimmer, wow, schöne Terrasse, wow, schöne Küche, ach eine Wow-Wohnung ist das. Jörg passt hier rein. Definitiv. Locker, lässig, gutaussehend. So wie er, ist auch seine Wohnung. Er denkt, dass er für im gegenteil eigentlich zu alt ist. Pah, finden wir. So ein Quatsch. Imgegenteil.de = Liebe und für die Liebe ist man ja bekanntlich nie zu alt.

Aufgewachsen ist Jörg mit einer drei Jahre älteren Schwester und Reihenhäuschen plus Baumhaus in Uttenreuth in Franken. Mit dem Fahrrad konnte er von dort aus gemütlich nach Erlangen fahren, das war den Akademikereltern wichtig. Damit der Junge mal rauskommt. Dass Uttenreuth bei Erlangen liegt, ist ihm wichtig. Denn so ist er ja fast ein Erlangener. Aber nur fast, Jörg.

In der Schule sauste Kleinjörg ohne Auffälligkeiten gut durch und ist dann auch gleich mit 19 ausgezogen. Um seinen Wehrdienst bei Roth in der Nähe von Nürnberg zu absolvieren, bevor es in die große weite Welt ging. Fertiggewehrdienstet und ab nach Amiland. Hallo Freiheit, hallo Leben. Nach Michigan, nicht weit von Chicago, um es genau zu sagen, hat es ihn hin verschlagen und dort studierte er Spanisch und Fotografie. Beides konnte er dann noch drei Monate in Mexiko anwenden, ausleben und erweitern.

Das Interesse für Fotografie war schon früh da. Mit 14 Jahren bekam er seinen ersten Fotoapparat geschenkt und fotografiert seither wild durch die Gegend, mit dem Wunsch nach mehr. Diese Fotografiebegeisterung begleitet ihn und seine Reiselust seither durch sein Leben. An den Wänden seiner Wohnung vereinen sich diese beiden Leidenschaften in Fotografien seiner Reisestationen. Ach, ich bekomme Fernweh. Im Untergeschoss seiner Wohnung hat Jörg sich ein kleines Fotostudio eingerichtet. Dieses bietet ihm Ausgleich zu seinem jetzigen IT-Job.

Nachdem er nämlich während seines Altamerikanistik-Studiums eine Geschäftsidee für Trekking- und Mountainbiketouren in Peru entwickelte, brach er dieses kurzerhand ab und widmete sich erst Jahre später dem Studium in Wirtschaftsinformatik an der FHW. Ne ganze Zeit hat er sich aber damit seine Zeit vertrieben, deutschen sportbegeisterten Menschen Land und Leute in Peru näher zu bringen und neue Touren selbst auszukundschaften. Kohle brachte das jedenfalls dann doch nicht so richtig ein. Daher dachte Jörg, er müsste mit 27 doch endlich mal einen Abschluss vorweisen können und machte im Jahr 2000 seinen Dipl.-Kaufmann. Na endlich, wurde ja auch Zeit.

Jörg ist sportlich. Der kann und macht einfach alles. Freeclimben (bibber, bibber), Mountainbiken, Kitesurfen und Swingtanzen. Apropos: Jörg tanzt übrigens in etwa die Hälfte des Interviews locker durch die Wohnung zu seiner Playlist, die ihn an seinen letzten dreimonatigen Trip mit seinem VW-Bus entlang der Küsten von Portugal und Spanien erinnert. Aufregend!

Jörg ist jedenfalls kein Stubenhocker, er hat immer Pläne und ist auf Achse. Gern darf seine Auserwählte dann auch mithalten können. Sportlich sollte sie sein, selbstbewusst und neugierig und einen Sinn für gutes Essen haben. Er arbeitet noch ein bisschen an seiner Scheuheit, wenn es um Konflikte geht und dann steht einer gesunden Streitkultur auch nichts mehr im Weg. Diese Konfliktscheuheit ist seiner Meinung nach das Problem bei früheren Beziehungen gewesen. Aber keine Sorge, Jörg wirkt trotzdem sehr reflektiert.

Ansonsten ist Jörg pflegeleicht und für alles, und wirklich ALLES zu begeistern. Fotografin Pat betont dies ausdrücklich. Sie kennt ihn seit Jahren und sagt, dass er immer das gleiche, gutgelaunte Level hat. Herrlich. Aus der Ruhe bringt ihn nur noch extreme Spontanität. Neben Jörgs ganzem Können und Sporteln wäre ein gesitteter Familienkram aber auch gerne noch drin. Denn kinderlieb ist Jörg auch. Mit eigenen Kindern, hat es bislang nicht geklappt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Und dann wird’s ernst. Die beiden wollen mit mir aufs Dach. Was? Wie? Aufs Dach? Warum? Na, schöne Aussicht und gute Fotos. Ah, aber ich? Och, bitte nicht. Na gut, es wurde mir ein schönster Ausblick über Berlin versprochen. Ich wage mich also todesmutig, zitternd auf allen Vieren über das Vordach an der Nachbarswohnung vorbei und voilà – wir sind da. Ich lebe. Die beiden anderen auch. Sie tänzelten zwar zweibeinig an mir vorbei, aber sie sind ja schon geübt. Im Sommer muss es herrlich sein, da oben zu sein. Zum Glück wohnt Kletterjörg im Dachgeschoss und wir mussten nicht an der Häuserwand freeclimben.

Wenn Jörg in seiner Freizeit mal nicht auf Dächern rumlungert oder sich sportlich irgendwo auf der Welt betätigt, dann findet man ihn auch auf Tanzveranstaltungen oder beim Swingtanzen oder mal einen guten Wein in einem Restaurant oder einer Bar trinken. Ja wo denn? Gern in einer Tapas-Bar. Kochen kann Jörg im Übrigen auch und nicht nur Muttis Erbensuppe.

In seiner kleinen Bibliothek finden sich Bücher von Mario Vargas Llosa und diverse Historienschinken oder aber Comicbände von Calvin & Hobbes. Man findet außerdem alle Staffeln von Friends, über die er immer noch lachen kann. Zeitlos halt. Ich stimme zu. Von seinen Reisen bringt Jörg übrigens immer eine Schneekugel mit und stellt sie brav zu den anderen (gefühlten) 300. Eine große Schneekugelfamilie findet man schon neben seinen Büchern. Natürlich müssen wir diese erst einmal alle durchschütteln. Wozu stehen die sonst da so rum?

Filme schaut er gerne auf der Berlinale. El Bar fand er besonders gut. Star Wars geht aber auch immer und The Notebook ist einer seiner Lieblingsfilme. Jörg ist also ein bisschen romantisch. Schön. Wie geschrieben, Jörg ist offen für alles. Außerdem ist er sehr aufmerksam. Zum Abschluss des Interviews gibt es für uns noch Geschenke. Jippie! Ein Notizbuch für mich und für Pats Kamera eine Tasche und ein Pinhole-Objektiv. Wir haben uns mega gefreut!

Jörg hat übrigens einen grünen Daumen, wie auf den Fotos vielleicht zu erkennen ist. Ich bin ganz neidisch auf die Riesenpflanzen in seiner Wohnung. Er macht nicht viel, sagt er. Es wächst einfach. Ähm, ja, das ist auch mein Motto. Aber bei mir gehen sogar die Plastikpflanzen ein. Also irgendwas muss er ja richtig machen. Naja. Jörg ist nicht nur ein Allesmacher, sondern auch ein Alleskönner.

Du möchtest auch gut durchdachte Geschenke bekommen, bist selbstbewusst und keine Bewegungslegasthenikerin? Du bist schwindelfrei (siehe Teil wegen Dach und so), neugierig auf das Leben und stehst auf gutes Essen? Wenn du den pragmatischen, gutgelaunten, sportlichen Jörg kennenlernen möchtest, dann nix mit: Ach, vielleicht schreib ich mal … Nee, mach hinne, sonst beschenkt er eine Andere!

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MANDY ist waschechte Berlinerin und war bislang nur im privaten Bereich kreativ. Da ihr das nicht reicht, jetzt also raus in die Welt für im gegenteil. Im Entscheidungen treffen ist sie normalerweise nicht so gut, denn: "Gut Ding will Weile haben." Dank Freundin Patricia hat sie sich dann aber schnell entschieden, bei uns einzusteigen. Vielleicht der Anfang von schnellen Entscheidungsfindungen? Ansonsten versucht sie sich im Allein-Erziehen ihrer Tochter, steht auf Ohrstäbchen, Städtereisen, Schachtelsätze, Hefeweizen, Konsequentseins-Versuche und ihren Freundeskreis.
PAT ist ein spanisches Insel-Mädchen, das schon lange in Berlin lebt. Berlin, das war einfach Liebe auf den ersten Blick. Das Meer fühlt sie trotzdem - durch die Energie der Menschen, die durch Berlin eilen. Fotografie ist ihre Leidenschaft und ihr Leben geworden. Zauberhafte Momente zu erleben und einzufangen ... der Anfang einer längeren Geschichte.

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