Eric | 28 | Rostock

„Früher gab’s bei mir nur Frauenspielzeug.“

Eric ist gelernter Wundpfleger und macht eine Ausbildung zum Medizinischen Dokumentar. Hättste jetzt nicht gedacht, wa?! Ja, das ist oftmals das Problem: die Menschen (Mädchen) können nicht über Erics Hautbemalung hinweg sehen. Wenn Eric nicht gerade auf Rostocker Straßen jede zweite Person grüßt oder in der Klinik arbeitet, jobbt er in einer Bar, malt gerne und muss sich immer irgendwie beschäftigen. Momentan plant er seinen eigenen Laden, das ist sein großer Traum. Eric ist ein Junge vom Dorf. Mit 15 hat er sich zum ersten Mal tätowieren lassen – die vier Karikaturen der Punkband NOFX. Er selbst hat auch schon in mehreren Bands gespielt, dabei ist er dann für die Drums zuständig. Das hört sich erstmal alles hart an, Eric ist aber ganz ein Weicher. So weich, dass bei Phil Collins dank Tarzan Assoziationen die Tränen fließen. Das kommt wohl davon, wenn man mit vier Schwestern aufwächst. Ansonsten hat er immer ein Lachen auf dem Gesicht. Erics Wohnung besteht einzig und allein aus Fundstücken von der Straße, vom alten Trainingsrad aus den 70ern, über die asiatische Familientruhe bis hin zur fetten Ledercouch. Alles bisschen altbacken – das und die Liebe zu Schallplatten hat er von Vattern. Genauso wie seine positiv-mürrische Art und den Hang zur Ordnung. Richtig, Eric ist ein Reinheitshoschi. Er hasst Fussel, liebt dafür sein Fixie, Kassetten und Klamotten. Vor allem Schuhe. Er ist eigen, stolz, aber kompromissbereit. Und möchte niemals auf seinen schwarzen Humor verzichten. In seiner fantastisch großen VHS-Filmsammlung darf Der 200 Jahre Mann nicht fehlen, der letzt gesehene Lieblingsfilm ist HER. Milchreis mit Nutella und Birne ist Erics Leibspeise, Kohl und Fleisch mit Knochen ein No-Go. Alkohol auch. Sein Lieblingsort in der Wohnung: das Ledersofa bei Schmuddelwetter. Da würde er natürlich am liebsten mit einer toughen, aber auch leicht verträumten Frau rumlungern. Die äußere Erscheinung schafft ja bekanntlich keinen Charakter – aber schöne Knie sollte sie haben. Und kleine niedliche Macken. Und Musik mögen. Ja, und mit der Glücklichen wird dann irgendwann mal ganz symbolisch mit Automatenringen geheiratet. Seid ihr jetzt auch so hingerissen vom Unikum Eric und wolltet ihr schon immer mal Pumpernickel mit Schokolade, Pfeffersalami und Käse probieren? Auf los geh’s los! 

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Kontakt

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