Désirée | 23 | Stuttgart

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„Ich bin für alles zu haben, was süß ist. Alles.“

Goeie môre, het jy lekker geslaap? So und nicht anders startet man neben Dési in den Tag. Man hätte es auch schlimmer erwischen können, denn Dési gehört zu der nicht sehr häufigen Gattung „Zone 10 OG“. Groß geworden ist sie erst mal am Killesberg, bevor die Obrigkeiten zwei Jahre nach ihrem Schlüpfen entschieden, dass das Kind auf dem Land weiter aufwachsen soll. Also mit Sack und Pack ab nach Vaihingen Enz. Was das Kind davon hatte? Gute Luft, irre viel Platz zum Spielen und bald schon eine ausgeprägte Toleranz gegenüber den Düften der ländlichen Gegenden. Ja, ich rede von Kühen.

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Als Désirée acht Jahre alt war, war es ihren Eltern wieder nach Veränderung. Ein neuer Umzug stand ins Haus, aber bei diesem sprechen wir nicht von 25 Kilometern. Eher so von 10.000, denn auf der neuen Adresse stand Namibia. Richtig gelesen, das ist dieses Land in Afrika, und ja auch ganz richtig, das fast ganz südlich am Zipfel unten. Also wirklich sehr, sehr weit weg. Weil ihre Eltern damals noch mal total neu anfangen wollten, noch mal die eine große Veränderung, kauften und bewirtschafteten sie eine Farm. Dési hatte am Anfang verständlicherweise erst mal so gar kein Bock auf umziehen und schon gar kein Bock auf so weit weg ziehen. Das war ein starkes Stück und ihr Herz wirklich schwer, als sie Freunde und Familie hier ließ und in den Flieger straight to Namibia stieg. Aber dort angekommen schlug die Laune ganz schnell um. Denn was hat Afrika, wo Deutschland jetzt nicht so mithalten kann? Richtig, Wärme. Es war schön warm und es war immer warm. Mehr braucht es fast nicht, um Dési glücklich zu machen. Ist übrigens bis heute so, weswegen für sie ein Umzug in die nördlichen Metropolen ausgeschlossen ist. Hamburg ist wunderschön, aber halt auch arschkalt. Sorry.

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Schrauben wir noch mal 20 Grad höher und kehren zurück nach Afrika. Hier lernte Dési für sich den wohl krassesten Unterschied zur Heimat kennen – die Entfernungen. Unter der Woche besuchte sie ein deutsches Internat in der Hauptstadt Windhoek und am Wochenende kam sie zur Farm und ihren geliebten Tieren zurück. Ihre absoluten Lieblinge waren zwei Esel, die sie zum Geburtstag geschenkt bekommen hat. Eigentlich klingt alles wie bei Unsere kleine Farm, bis auf die Tatsachen, dass diese Farm auch Vogelstrauß beheimatete, und Dési öfter mal verwaiste Antilopenbabys groß zog, die sie in den Büschen fanden. Och hömma, da geht einem aber das Herz auf.

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Weil der Ruf der Heimat irgendwann zu stark wurde, ging es acht Jahre später wieder zurück. Dési war mit ihren 16 Jahren zum Glück in einem kaum kritischen Alter, die Pubertät ist ja auch nur eine Erfindung der Lügenpresse. Zurück nach Deutschland war natürlich ein Schlag, in schlau heißt das umgedrehter Kulturschock oder so ähnlich. Hier war es kalt und ihre ganzen Freunde waren nicht da. Dass auch die Tiere auf der Farm blieben, sagen wir jetzt nur ganz schnell und ganz leise, damit alle Augen trocken bleiben. Aber unsere Hauptattraktion heute ist eine Toughe, auch nach diesem Umzug gewöhnte sie sich schnell wieder ein und spätestens seit dem Studium ist sie super happy wieder hier zu sein. Nach einem Semester im Bereich Bachelor of Fehlversuch (Tourismuswirtschaft in Norddeutschland – zu viel Mathe, zu wenig Grad Celsius) heuerte sie als Prakti bei der Bietigheimer Zeitung an. Und wie es bei einem Praktikum eigentlich immer laufen sollte, wusste sie danach genau wohin mit sich: Crossmedia Redaktion an der HDM. Tatsächlich erhaschte sie einen der zehn Plätze und puh, besser ist das. Denn einen Plan B gab es damals wirklich nicht.

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Eigentlich läuft alles rund, bis auf eine Seifenblase, die in den drei Jahren Studium platzen musste. Es war während des Praxissemesters, für das sie tatsächlich eine Stelle in Köln bei RTL eingeheimst hatte. Sich schon im Paradies wähnend, war’s eine brutale Enttäuschung. Wir sagen es mit den Worten des Schafes: Irgendwie war alles doof. Aber halt so richtig oll. Nach zwei Monaten schmiss Dési – und das muss was heißen, denn wir haben es mit einer äußerst zielstrebigen und ehrgeizigen Person zu tun – und begrub ihren Kindheitstraum, Promireporterin zu werden. Etwas Gutes hatte es dann aber doch, denn das Fernsehen ist absolut ihre Welt. Momentan macht sie ein Praktikum beim SWR, wo sie sich pudelwohl fühlt und am liebsten direkt bleiben würde. Ganz ehrlich, wer braucht schon privat, wenn er auch öffentlich-rechtlich kann?

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So, genug von der Karriereleiter, machen wir mal ein Schwenk zu dem bisschen freie Zeit, das da bleibt. An erster Stelle natürlich Mini, die Rehpinscher-Chihuahua-Dame der Herzen, die jedes Vorurteil gegen kleine Hunde direkt aufräumt. Und ja, wir müssen es zugeben, wir hätten sie zu gern mitgenommen. Platz in ihrem Herzen haben auch Sunrise Avenue – weil dieser Samu ist auch ohne Ton ganz vortrefflich! Vor allem seine Balladen haben es Dési angetan, denn schnulzig geht immer. Aber nicht bei Filmen, hier darf es aber auch ehrlich traurig sein. So à la Das Schicksal ist ein mieser Verräter oder Ein ganzes halbes Jahr. Und es ist natürlich auch noch Platz für … DICH! Tadaaa, Herzbuben und Träumchenboys aufgepasst. Das Wichtigste zuerst: Vertrauen und Ehrlichkeit. Zack, dicke Bombe platzen lassen, aber eigentlich ist es gar keine große Überraschung, denn das will doch eigentlich jeder. Und das gehört sich auch so. So!

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Außerdem darfst du gerne Typ Beschützer sein, das ist aber auch gar nicht so schwer bei unserer kleinen, zierlichen und lovely Dési. Weil alle guten Dinge drei sind, folgen jetzt Punkt 3 und 4: Humor ist was Feines und wenn du den besitzt, ohne dass er auf Kosten anderer Leute geht, dann hast du eigentlich schon gewonnen. Tierlieb darfst du naturellement auch gerne sein. Womit du halt leider mit ziemlicher Sicherheit raus bist, ist eine Hundehaarallergie. Captain Obvious over. Wir sind sicher, die hast du nicht. Oder Mini heilt dich auf wundersame Chihuahuaweise. Who knows? Weil die Dési eine Lady ist, hält sie es beim ersten Date auch gerne klassisch. Heißt: Ja, du darfst dir gerne ‘n Köpfchen machen, musst jetzt aber auch nicht die Welt aus den Angeln heben. Ein Spaziergang durch den Wald reicht manchmal schon, denn eigentlich sind es ja die Gespräche, über die man sich kennen lernt. Da ist weniger Ablenkung manchmal einfach mehr. Womit der Schuss übrigens gehörig nach hinten los ginge, wäre ein Ausflug in einen Höhenpark. Würde im Ranking vermutlich gleich nach dem Star-Wars-Overkill-Date kommen. Wir sagen nur: Poster, Sammelfiguren, Bettwäsche, Desktophintergrund, Open-Air-Kino. Also, mach es einfach besser, reservier schon einen Tisch im Tialini und vielleicht hältst du ihr auch mal die Türe auf. Das verdient jede Frau.

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Und in diesem speziellen Fall bekommst du die Luxus happily ever after-Version, die den vermutlich besten Marmorkuchen der Welt backt, lieber nass wischt als staubsaugt, nie ohne Kalender aus dem Haus geht, Auto fahren liebt, gerne Sport treibt und beim Feiern am liebsten mit dem Sonnenaufgang nach Hause geht. Hallo, Ansage! Wir würden jetzt mal kindly suggesten, es werden ein paar hübsche Worte zurecht gelegt, mit Schleife verziert und dann heißt es: Ab geht die Post!

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