Daniel | 29 | Berlin

„Zeitungsleser in der U-Bahn? Da geht mir das Herz auf!“

Daniel ist letzte Woche seine Umluft kaputt gegangen. Die am Herd. Richtig scheiße. Jetzt hat er ‘n kleines Problem beim Backen, aber keine Sorge, seine Apfel-Zimt-Nuss-Muffins waren trotzdem außen knackig und innen fluffig. Warum kann Daniel sowas? Liegt es am Geburtsort Eutin an der Ostsee oder an Pietling, am entgegengesetzten Ende Deutschlands, wo er aufgewachsen ist? Wissen wir auch nicht. Ha! Jedenfalls Bayern, Landkreis Traunstein, mehr Kühe als Menschen, mehr Wiese als Beton. Schön war es da. Wenn man als Kind was angestellt hat, wussten die Eltern schon Bescheid, bevor man zu Hause war. Stille Post geht halt nirgends besser als aufm Dorf. Daniel fand Schule nervig. Er wollte eh lieber das machen, was die Eltern genau nicht sinnvoll fanden. Anti for the win. Als Jugendlicher hat er das Skaten für sich entdeckt, so richtig mit Halfpipe-Gedöns und viel zu laut Punk hören. Geil. Aus fadenscheinigen Gründen ist das mit 17 Richtung Italo-Disco-House abgeschweift. Muss daran gelegen haben, dass Daniel anfing aufzulegen. Auf einmal war Gigi D’Agostino das große Ding. Kreisch. Jedenfalls hat der Gute gegen 2002 mit seiner Ausbildung zum Kommunikationselektroniker begonnen. Das hat spitze geklappt. Bis 2008 hat er sogar im selben Laden gearbeitet und unter anderem Platinen gebastelt und verbaut. Ja, und nebenbei hat er dann schon in Clubs aufgelegt. In drei verschiedenen war er damals Resident DJ. Hut ab. Aber das Gehirn wollte mehr. Mehr lesen, mehr lernen, mehr wissen. Schnell Fachabi und ab nach Berlin. Das war vor knapp fünf Jahren. Und weil Daniel grad nix Besseres eingefallen war, hat er Tourismus und Eventmanagement studiert und Gefallen an diesem einen VWL-Kurs bei dem einen guten Prof gefunden. Die logische Folge war ein Studiengangswechsel. Fragt bitte nicht, wie scheiße kompliziert das ist, mit Fachabi an eine normale Uni zu wechseln. Daniel kann ein Lied davon singen. Kein schönes, so viel ist sicher. Mittlerweile steckt er im 5ten Semester VWL und liebt es. Danach soll der Master und die Promotion folgen. Ein Mann mit Bock auf eine wissenschaftliche Laufbahn. Finden wir sexy. Im Sommer ist der 29-Jährige aus Versehen beim Public Viewing des Fußball-WM-Finales am Brandenburger Tor gelandet. Für ihn ja eine Sozial- und Emotionsstudie, die ihresgleichen sucht. Heimlich guckt er lieber Leuten beim Schach spielen zu, als 22 Männern und einem Ball, aber psssst. Daniel ist nach zwei Bier und ‘nem Glas Wein ziemlich angesoffen. Ein günstiger Gast. Herrlich. Er ist passionierter Zeit- und The Economist-Leser, hält Daniel Kahnemanns Schnelles Denken, langsames Denken für Literatur, die jeder mal durchgeblättert haben sollte, und würde gerne in der Szenerie von Midnight in Paris leben. Hier, diesem zauberhaften Woody Allen-Film, kennt ihr doch. Man könnte schon sagen, dass unser Titelheld ein bisschen Richtung Nostalgiker tendiert. Wenn er so auf seinem Lesesessel sitzt und erklärt, warum die Muffins durch die Luftfeuchtigkeit von Gas halt eben besser werden als mit Ober-Unterhitze, dann fehlt nur noch die Pfeife im Mund und er geht als the original Ernest Hemingway durch. Im Sommer geht Daniel im Suicide Circus tanzen, im Winter macht er ganz gediegen Feierpause. Da hört er sich dann so Schmankerl wie Hailu Mergia auf Spotify an. Nasse Spülschwämme findet er creepy, bei Kartenspielen vergisst er immer die Regeln und überhaupt hat er das Gefühl, dass Bananen weniger schnell braun werden, wenn sie hängen. Seine Bilder leiht er sich in der Artothek. Kannten wir nicht. Finden wir spitze. Wer auf preppy Boys steht, die Manieren haben, sich stundenlang unterhalten können und ihr bestes Taucherlebnis nachts mit Plankton und einer Taschenlampe in Thailand hatten, der wird hier glücklich. Außerdem macht Big Bang Theory zu zweit gucken und sich dabei schlapp lachen eh viel mehr Spaß. Also bitte: Ran an den Daniel, der ist Top-Material, Ladies!

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