Christian | 32 | Berlin

„So ein Gehirn ist schon irgendwie dekorativ.“

Christian ist in einem Haus auf dem Berg am Wald aufgewachsen. Wo? In Gera. Hört man ihm gar nicht an. Da hätten wir jetzt wirklich einen dolleren Slang erwartet. Hihi. Als Kind durfte Christian schon sehr früh eigenständig die örtliche Kirschplantage plündern, Schafe füttern und auf dem Dreirad Treppen runterfahren. Zu Unfällen kam es in freier Wildbahn eigentlich nie, aber zu Hause, ja, das ist echt ‘ne andere Story: Dart im Kopf, Spüli-Wasser getrunken, die giftige Blüte einer Hauspflanze gegessen und lauter anderer Schnickschnack. Was man halt so macht als Halbwüchsiger. Christian war semi-musikalisch, hat es immerhin bis zur Blockflöte geschafft und im Kirchenchor gesungen. Sportlich konnte er im Badminton-Verein und bei der ein oder anderen Kampfsport-Tätigkeit überzeugen. In der Jugend begeisterte ihn das Basteln – anders – das Werkeln natürlich. Hangoutspot des Herzens: Die Holzwerkstatt. Und sonst so fand der Jungspund dieses Lesen schon immer ziemlich spitze. Anders als die meisten hat sich Christian schon mit 16 gerne Hermann Hesse, Goethe und Schiller reingezogen. Das erklärt auch, warum er in der Schule eher brav und ziemlich gut war. Ha. Der Mathe-Olympiaden-Zweite hat nur ein einziges Mal wirklich aufgemuckt und einen Mitschüler umgeschubst. Man könnte sogar sagen zurecht, weil der Typ ihm was ziemlich Fieses zugeraunt hat. Nach dem Abi 2002 wollte Christian Ingenieur werden, fand das aber superstrange nach kurzem Abchecken, und hat sich sicherheitshalber erfolgreich ausmustern lassen. Kriege gegen, sagen wir mal, Russland würde er sowieso mit gutem Wodka und seinen zwischenmenschlichen Skills beenden. Weil es irgendwie Sinn gemacht hat, ist Christian mit dem europäischen Freiwilligendienst nach Le Havre in Frankreich gegangen, um im örtlichen JUZ das Kulturprogramm zu betreuen. Themen: Verkehrssicherheit, HIV, Drogenmissbrauch und die Orga der dazugehörigen Events. Nebenbei hat Christian gezeichnet und fotografiert, sich an der Kunsthochschule beworben und auf einmal Freie Kunst studiert. Dieses Studium hat ihn aber nicht gefordert. Die Professoren haben einfach nichts kritisiert, also 2004 ab zu Wirtschafts- und Kulturraumstudien nach Passau. Zwischendurch war er ein Jahr in Saratow/Russland – der Osten fasziniert ihn wirklich – hat dort Literatur und Deutsch unterrichtet und selbst Russisch gelernt. Chapeau und so. Später ist der Gute durch Sibirien gereist, hat in einem Forschungszentrum für Tiere und Pflanzen ausgeholfen, das Wandern und die Vorzüge der Geothermie für sich entdeckt. Nerd-Heaven for the win. Bevor Christian 2011 diplomiert wurde, kam übrigens sein Sohn zur Welt, er hat also noch Elternzeit genommen und angefangen in einem Passauer Verlag zu jobben. Irgendwann lebte er auch noch mal zwei Jahre in Georgien und dozierte an der Uni. Mensch, richtig was los bei dem Mann. Alter Falter. Seit September 2014 residiert Christian nun in Berlin und macht gerade eine Weiterbildung zum EU-Fundraiser. Da wird einem beigebracht, wie man hoch dotierte Förderanträge stellen kann. Außerdem gibt Christian für den zauberhaften ITAP e.V. Flüchtlingen Deutschunterricht. Gerne auch mit Hand und Fuß. Die Menschen, die in unserem Land Zuflucht suchen, sind ihm wahnsinnig dankbar und top motiviert Deutsch zu lernen. Christian geht bei jedem Erfolg das Herz auf. Win-Win für alle. Mega. Programmkino à la Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach, Kinder und Narren von Erich Fried und Frisbee spielen liebt er ja. Kreative Menschen, die auch mal ausflippen, um ein Statement zu setzen, und die erste Nacht in frisch bezogener Bettwäsche bereitem ihm jederzeit helle Freude. Was für Christian gar nicht geht sind Intoleranz, dreckige Fußböden und Innereien. Bei Insekten hingegen ist seine Schmerzgrenze hoch, da hat er in China bereits verschiedenste Köstlichkeiten probiert. Der 32-Jährige kann kochen und hat dabei keine Angst vor Experimenten. Gut, so ein Chili-Pudding kann auch mal schiefgehen, aber wenigstens hat er es probiert. Wir können bestätigen: Er ist Meister der leckeren Häppchen und homemade Dips. Wer Bock hat mit Christian mal ‘n schönes Glas Rotwein im k-fetisch zu trinken, auf Elektro feiern zu gehen oder ‘ne Runde Murmelbahnen spielen will, der oder die möge sich bitte melden. Geschlecht zweitrangig, Hauptsache der Inhalt stimmt. Mega und ein Herz für Christian!

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