Ba-Duy | 34 | München

„Offiziell würde ich das nie zugeben.“

Er war zehn Jahre lang Cowboy, Freunde. Wer in der Nähe von Düsseldorf aufwächst, dem wird der Karneval in die Wiege gelegt. Doch weil seine Eltern aus Vietnam geflohen waren, um sich ein besseres Leben in Deutschland aufzubauen, war nicht besonders viel Geld übrig für den einzigen Sprössling, der im Rheinland zur Welt kam. Bei Kaffee und Kuchen im Joon schauen wir uns amüsiert Fotos aus seinen Kindertagen an – viele davon zeigen ihn im immergleichen Cowboykostüm oder seine Eltern in super modischer 70er-Klamotte mit Mustertapete und obligatorischer Zimmerpflanze. Ba-Duy hat seine Kindheit unter anderem mit dem Spielen von Instrumenten verbracht. Blockflöte, der Klassiker, der uns alle verbindet, aber – wie cool ist das denn – sogar Posaune. Mit acht Jahren, man stelle sich an dieser Stelle das unfassbar niedliche Bild vor. Danach kam die Gitarre und mittlerweile hat er sich ein E-Piano angeschafft, auf dem er jeden Tag (wirklich!) eisern übt. Derzeit Bach. Ja, der Mann ist ambitioniert. Mit zehn Jahren ging es von Düsseldorf nach Wolfratshausen, von der Clique aus Türken und Asiaten direkt nach Niederbayern, wo er plötzlich der Exot war. Machte ihm aber gar nichts aus, die Leute haben ihn ganz normal behandelt, erzählt er. Na also. Ba-Duy war schon damals ne richtige Sportskanone, obwohl er augenzwinkernd feststellt, dass er sich Sportarten aussucht, für die er eigentlich zu klein ist: Beachvolleyball und Basketball zum Beispiel. Eins seiner Hobbys ist außerdem, Videos der Clique beim Sport zu drehen oder den letzten Urlaub in Thailand festzuhalten. Was dabei herauskommt, ist ziemlich nice, wir haben es uns angeschaut. 

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Bis zu seinem Fachabi 2000 und dem Abschluss Maschinenbau/Fahrzeugtechnik an der FH München vertrieb er sich die Zeit mit Skateboard fahren, Homeboy tragen und Tanzen zu Green Day, Metallica und Nirvana. Nachdem er bei BMW gearbeitet hat und zwei Jahre in der Maxvorstadt wohnte, zog er zurück nach Wolfratshausen, wo er eine Stelle im Project Engineering annahm (und was er da macht, das fragt ihr ihn am besten mal selbst, das gehört nämlich nicht in unser Aufgabengebiet). Dank guter Freunde in der Stadt ist er aber mehrmals im Monat in München unterwegs, vor allem, um Essen zu gehen, denn das ist eine seiner großen Leidenschaften. Für Burger empfiehlt er euch den Holy Burger („ganz frisches Fleisch, das deswegen auch medium gebraten werden kann“) und für die authentisch-vietnamesische Küche das Pho 79 – unbedingt die Nudelsuppen probieren! So, und jetzt bitte anschnallen, denn nicht nur hat er mit seinen Freunden schon mal ne richtige Burgertour durch die Staaten gemacht, nein, was er daraufhin gesagt hat, setzt seinen eh schon vorhandenen Sympathiepunkten das Krönchen auf: „Von meiner Freundin erwarte ich nicht, dass sie Sport macht, aber essen soll sie schon.“ In Hunde ist er übrigens so richtig verschossen und interessiert sich sehr für deren Erziehung. Wenn er mal privat abgesichert ist, kann er sich vorstellen, sich zum Hundetrainer ausbilden zu lassen – der Beagle einer Freundin hörte ihm nämlich nach zwei Wochen aufs Wort. Ansonsten steht er seit kurzem auf Whiskey, kann viel mit Technik und ist bei allem, was er anfängt, mit Leidenschaft dabei. Und zieht’s durch, siehe Klavierspielen. 

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Die Haken? Morgenmuffel und tollpatschig. Total zu vernachlässigen. Letzteres führt außerdem zu extrem witzigen Anekdoten, aufgepasst und hergehört: Weil es keinen Dresscode bei seiner Arbeit gibt, kam er letzten Sommer des Öfteren in Flip Flops und kurzer Hose an. Blöd nur, dass er das wichtige Meeting per Skype verpeilt hatte, weswegen er sich schnell mal Hemd und Krawatte leihen musste, um zumindest oberhalb der Tischkante einen seriösen Eindruck zu machen. Finden wir super (sympathisch). Ba-Duy triffst du im Lucky Who (vor allem im Sommer, wenn der Innenhof mit guter Musik beschallt wird) oder im Kino, ein Hobby, das in eine Diskussion um Leo und seinen Oscar überging (Ba-Duy ist pro Oscar, allerdings nicht für The Revenant, sondern für damals, als Leo sich in Wolf of Wallstreet ebenfalls ‘nen Wolf gespielt hat). Sein Lieblingsfilm ist übrigens Alles eine Frage der Zeit mit Bill Nighy und überhaupt schaut er alles mit dem Schauspieler an. 

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Mit Marzipan oder Fotos deiner Füße kriegst du ihn nicht rum, was ihn so richtig aufregt, sind Nachbarn, die sich aufregen und Prinzessinnen, die mega Ansprüche an Männer haben. Also. Wenn du nicht auf den Mann mit Ross wartest, sondern jemanden suchst, der weiß, dass man einen Espressokocher nur mit Wasser ausspült und das Kaffeepulver nie hineindrückt und dem du verzeihen kannst, dass er mal einen „Mittelscheitel wie Nick Carter auf asiatisch“ trug, dann hau rein in die Tasten! Mal unter uns gesagt: Er ist ein Traumprinz, er weiß es nur selbst noch nicht. Und jetzt alle so: Awww.

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