Annika | 31 | Neukölln

„Sitzen kann ich echt gut!“

Annika ist gefühlt kein Stadtkind, obwohl sie ‘ne 1-A-Berlinerin ist. Aufgewachsen ist sie im entspannten Britz. Überall grün damals, voll wenig Autos, totale Entspannung. Auf der Blockflöte hat Annika früher Kuckuck gelernt, das kann sie heute noch. Naja, die ersten drei Quietschtöne zumindest. Burner. Mit acht hat ihr Harald Juhnke an der örtlichen Eck-Kneipe ein Eis gekauft. Das Kind war nie wieder so aufgeregt. How very Berlin of her. Ein paar Jahre später ist ihre Familie nach Niedersachsen gezogen, weil: Da war‘s ja auch schön. Sportlich ging es bei Annika in Richtung Ballett und Basketball, ihr wahres Talent lag aber beim Handball. Immerhin hat sie bis zur A-Jugend – ob ihrer stattlichen Größe – alles weggeballert, was ihr in den Weg kam. Frauenhandball, so ganz im Ernst unfassbar brutal. Parallel zum Fachabi hat Annika eine Ausbildung zur Erzieherin gemacht. Danach hatte sie null Bock auf einen Kindergärtnerinnen-Job. Studieren fand sie auch gruselig, also ist sie erstmal nach Flensburg gezogen. Und dann nach Dänemark. Und dann nach Kiel. Und dann kam sie um dieses Studieren, von dem alle reden, auch nicht mehr herum. 2006 hatte Annika ihr Diplom als Sozialpädagogin in der Tasche und kam ohne Umwege wieder nach Berlin, um ihr Anerkennungsjahr in der Drogenhilfe durchzuziehen. Jupp, das war ungefähr so krass, wie man es sich vorstellt. Und weil Reisen halt so viel Sinn macht, ist die Gute direkt weiter nach Neuseeland, um in einem veganen Café für gute Laune und leckere Getränke zu sorgen. Mittlerweile lebt Annika in ihrem Herzensbezirk Neukölln und arbeitet als Familienhelferin in Zehlendorf. Dort unterstützt sie die Entwicklung einer gesunden Beziehung von Eltern zu ihren Kindern. Ihr zuckersüßer Hund Bond sorgt für regelmäßiges Entertainment und ständiges Abhängen auf dem Tempelhofer Feld. Game of Thrones ist so ziemlich die einzige Serie, die sie kennt. Zum Runterkommen wird im TV höchstens mal Trash-Zeuch eingeschaltet. Loriot und Situationskomik machen Annika glücklich. Bibi & Tina Hörspiele ebenso. Internet ist ihr zu anstrengend, für Online Banking reicht es grad noch so. Sie hat alle Haruki Murakami Bücher gelesen und ist großer Fan von Innenarchitektur. Abends trifft man die Berliner Göre im Circus Lemke, Würgeengel, im Kino oder auf Folk- oder Elektropop-Konzerten. Die Clubzeit ist weitestgehend vorbei. Hat ja auch gereicht. Wer auf Ladys steht, die täglich frisch kochen, einen Hang zu parallel liegenden Gegenständen haben und sich beim Reden sehr gerne an die Nasenspitze tippen, kann Annika einfach mal mit einem hervorragenden Espresso am Morgen von sich überzeugen. Schwarzes Gold for the win. Träumchen!

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Kontakt

Sorry, Annika hat jemanden kennengelernt. Du kannst ihr leider nicht mehr schreiben.

Aber keine Sorge. Mehr Mädchen aus Berlin gibt es hier.