Verkuppelt | Nina + Manu

„Bei uns ist das eine bedingungslose Wertschätzung!“

Ok, kurz laut und freudig raus: Es gibt das erste Stuttgarter Pärchen! Vor einer Weile habe ich eine Mail mit den real good news bekommen und soll ich euch was sagen? So sehr das nach einer Danksagung für die Goldene Himbeere klingen mag – ich hätte im Leben nicht gedacht, dass mich das so arg freuen wird. Jetzt noch ein Satz aus Hollywood und dann können wir endlich starten: Genau für diesen Moment machen wir das alles!

Nicht nur, dass sich mit Nina und Manu zwei gefunden haben, nein – mit den beiden haben wir ein astreines, 100-prozentiges im-gegenteil-Pärchen. Nina war damals das erstes Porträt von Sven und mir. Und Manu dann das erste Porträt, das Bene und ich zusammen geschossen haben.

Wir treffen die beiden an der schönen Karlshöhe, es ist Sommer in der Stadt und alles strahlt: die Sonne, die Verliebten und Svens sonnenverbrannte Stirn. Hach.

Offene Frage für den Start: Was ist so passiert seit der Veröffentlichung eurer Porträts?

Manu: Zum Beginn habe ich ein paar Mails bekommen, dann eine Weile nichts und dann noch mal. Mit einigen habe ich geschrieben, mit einer habe ich mich auch getroffen, aber das hat alles nicht so gepasst.

Nina: Ja …. also … das ist kompliziert. Nur so zwei Nachrichten über Facebook, dachte ich. Weil ich hab da ein bisschen was vercheckt …

Was jetzt folgt, ist die besondere und besonders lustige Kennenlerngeschichte von Nina und Manu, in Prosaform. Denn die Geschichte der beiden beginnt schon mit der Veröffentlichung von Ninas Profil. Das sieht der liebe Manu nämlich damals und befindet es gleich für toll. Also klar, die Nina, aber auch die Idee an sich.

In einer kurzen Mail bedankt er sich für die „Inspiration“, denn aufgrund von Ninas Profil entscheidet er sich, sich auch für ein Porträt zu bewerben. Zwar wundert er sich noch, warum Nina nicht antwortet, aber ist auch realistisch genug, um einzusehen, dass sein Dreizeiler zwischen den ganzen mit Fotos geschmückten Liebesbriefen wohl einfach untergeht.

Zwischenzeitlich ist Manus eigenes Profil online und er ebenfalls Teil der internen im-gegenteil-Single-Facebook-Gruppe. Dort findet er Nina und schreibt ihr. Und siehe da: Prompt bekommt er via Facebook eine Nachricht zurück. Ja, ja, der Messenger der Herzen, Tom Hanks und Meg Ryan könnten stolzer nicht sein.

Nach ein bisschen obligatorischem Abtasten via Internet kommt endlich ein erstes Treffen zustande.

Nach ein bisschen obligatorischem Abtasten via Internet kommt endlich ein erstes Treffen zustande, es ist Februar und der Killesberg auch zu dieser Jahreszeit ein Kracher. Als zwischen den beiden schon längst alles klar ist, sitzen sie zusammen und Manu hat zwei neue Mails in seinem im-gegenteil-Postfach. Es ist an der Zeit, alles offiziell zu machen und die Profile auf IN LOVE schalten zu lassen.

Also flattert wieder eine Mail durchs Internet, dieses Mal in die Zentrale nach Berlin. Die Antwort auf die schönen Neuigkeiten findet Manu so toll, dass er sie seiner Nina gleich zeigt. (Wir rufen uns noch mal kurz ins Gedächtnis, dass Nina das „irgendwie vercheckt“ hat.)

Die Mail mit den Postfach-Infos war wohl im Spam gelandet. Hupsi!

Mit großen Augen schaut sie die Mail an und ist erstaunt, wie professionell Manu das angegangen ist und sich extra eine Mailadresse eingerichtet hat. Mit der Antwort, dass jeder ein eigenes Postfach bekommt, hat sie irgendwie nicht gerechnet – die Mail mit den Postfach-Infos war wohl im Spam gelandet. Hupsi!

Fazit: Nach über einem Jahr wirft sie das erste Mal einen Blick in ihre im-gegenteil-Mails. „Da standen schon echt schöne Sachen.“ Inzwischen hat auch jeder, der sich bei Nina gemeldet hat, eine Antwort bekommen. Übrigens, dass Manu ihr damals geschrieben hatte, wusste sie bis dahin auch gar nicht.

Wart ihr aufgeregt vor eurem ersten Treffen?

Nina: Nee, gar nicht. Ehrlich gesagt, war ich einfach nur mega im Stress. Am gleichen Tag hatte meine Oma Geburtstag, und ich bin von der Feier direkt zum Killesberg gedüst. Ich hatte gar keine Zeit, mir einen Kopf zu machen, wie das werden könnte, oder um aufgeregt zu sein.

Manu: Ich auch nicht. Ich hab gar nicht gedacht, dass wir uns jetzt treffen, um zusammen zu kommen. Wir haben uns einfach beim Schreiben gut verstanden und von vorneherein war irgendwie klar, dass wir uns einfach freundschaftlich treffen.

Wann kam der Punkt, an dem es eben keine Freundschaft, sondern eher mehr war?

Man ist sich einig, dass das zweite Treffen erst drei Wochen später stattgefunden hat. In etwa. Was genau man gemacht hat, weiß man gar nicht mehr so genau. Ein Glück hat Manu irgendwo in den Wirren seines Handys alles dokumentiert.

Manu: Ah, du warst bei mir!

Nina: Stimmt, wir waren spazieren. Ewig lang am Neckar entlang. Und dann wollte ich eigentlich wieder nach Hause fahren.

Manu: Aber ich hab dich überredet, noch bei mir zu kochen. Wenn man sich schon die Mühe macht und extra nach Nürtingen kommt, soll das ja auch belohnt werden. (Klar, total selbstlos gewesen, der Manu.) Danach haben wir noch einen Film geschaut und haben wir schon irgendwie gemerkt, dass da mehr ist.

Nina: Wir saßen aber noch ganz anständig nebeneinander auf der Couch. Dann haben wir uns direkt zwei Tage später wieder getroffen und da war es einfach klar. Ich hab gemerkt, dass ich ihn viel zu viel vermisse, dafür dass wir eigentlich nur Freunde sind.

In euren Poträts habt ihr beide erzählt, was ihr in einem Partner sucht und was euch wichtig ist. Habt ihr das gefunden?

Nina: Ich hab ja nicht so viel angegeben. (Größer als sie – check!) Bei mir ist das immer von der Person abhängig. Und was soll ich sagen? Ich bin zufrieden. (Verliebtes Grinsen in Richtung Manu.)

Manu: Ich hab ja gesagt, dass ich nicht unbedingt eine Künstlerin suche. Einfach jemand, der interessiert ist und auch spontan. Und das ist Nina beides. Vor kurzem sind wir spontan nach Berlin geflogen zur Ausstellung The Haus, weil ich das unbedingt sehen wollte. Ich hab Nina gefragt, ob sie mit will und ohne zu zögern hat sie ja gesagt.

Was sind die Dinge, die ihr am meisten in und an eurer Beziehung schätzt?

Nina: Ich würde auf jeden Fall Vertrauen sagen. Weiß nicht, wie siehst du das?

Manu: Ich denke, bei uns ist das eine bedingungslose Wertschätzung. Einfach den anderen so lieben, wie er ist, und nicht für irgendwas beurteilen. Das bekommen wir einfach gut hin.

Nina: Deswegen sind das auch Dinge wie Verlässlichkeit oder Vertrauen. Weil die einfach vorhanden sind.

Letzte Frage an die zwei Herzstücke: Ob es Pläne für die Zukunft gibt? Nein, man macht das weiter wie bisher, schaut eben, was der Tag so bringt. Während ich den Stift weg lege, bin ich immer noch ganz verzückt. Davon wie entspannt Nina und Manu sind. Nicht nur wirken, sondern einfach sind. Und wie echt alles ist – ihr Humor, ihre Lacher, ihre Blicke.

Hier sind zwei zusammen gekommen, die einfach eine perfekte Symbiose bilden. Der beste Beweis? Ich habe noch nie ein Paar so viel und schnell parallel reden sehen. Aber gleichzeitig hören beide dem anderen genau zu. Kann man fast schon als Superkraft verbuchen.

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