Urlaubsversuchung

Eine Woche Sommerurlaub in Griechenland. Einfach mit der besten Freundin nochmal ein paar Tage am Strand vertrödeln, bevor der kalte Herbst kommt. Wir sind in einem kleinen privat geführten Hotel, wo überwiegend deutsche Gäste sind. Am ersten Abend wird auf der Dachterrasse ein klassisch griechischer Abend organisiert, wie melden uns an. Frisch geduscht und mit leicht geröteter Haut laufen wir die Treppen hoch und freuen uns auf Wein, Grillfleisch und griechischen Tanz. Es ist noch sehr warm, wir trinken Ouzo und Retsina und schauen, wer die anderen Gäste sind. Ein paar Familien, einige grauhaarige Singles in Birkenstocks und Badeshorts, nichts Aufregendes.

Dann sehe ich dich, du sitzt am Tisch mit deinem Bruder und deinen Eltern. Du bist verdammt jung, ich tippe auf 24 und habe etwas Mitleid, weil ihr sicher von euren Eltern zu dieser Veranstaltung genötigt wurdet. Als die Musik einsetzt und die ersten Leute versuchen, hilflos mit dem Takt der griechischen Musik warm zu werden, gesellst du dich mit deinem Bruder dazu und beginnst völlig ungezwungen zu tanzen. Du hast ganz offensichtlich wirklich Spaß dabei und ich bin völlig verwundert, da ich gedacht hätte, dass ihr diese Art von Freizeitgestaltung sicher total uncool findet. Ich stelle fest, dass du wunderschöne mandelförmige braune Augen hast und bin beeindruckt von deiner Leichtigkeit. Wir haben ab und zu Blickkontakt und ich erwische mich bei der Feststellung, dass du mir gefällst. Ich schiebe sofort einen Riegel vor weitere Gedanken, immerhin machst du Urlaub mit Mama und Papa, aus dem Alter bin ich schon seit 15 Jahren raus!

Am nächsten Tag sehe ich dich am Strand, du joggst in Badeshorts mit deinem Bruder am Strand entlang. Dein Körper strahlt Vitalität und Stärke aus, gleichzeitig finde ich diese sportliche Ertüchtigung in der brütenden Mittagshitze ziemlich poserhaft. Der Zufall will es natürlich, dass deine Eltern sich im selben Strandabschnitt wie wir niedergelassen haben und so sehe ich dich, als ich nach einer kleinen Siesta auf meiner Liege aufwache, etwa zehn Meter von uns entfernt liegen. Shit, wie soll ich mich denn jetzt noch entspannen? Automatisch ziehe ich den Bauch ein und versuche, möglichst grazil zu sitzen, zu liegen, zu stehen.

Irgendwann setzt ihr euch zu uns, wir kniffeln ein paar Runden. Du hast dich neben mich gesetzt, näher als nötig wäre. Unsere Füße berühren sich, wir unternehmen nichts dagegen. Du lachst über so ziemlich alles, was ich sage, suchst den Kontakt, hast keinerlei Scheu. Das verunsichert mich. Wie bringst du den Mut und das Selbstvertrauen dafür auf? Bist du vielleicht doch schon älter und erfahrener als du aussiehst?

Du erzählst mir von deinem Studium, von deinen Lebensplänen, deinem Job und deinen Hobbies. Mir gefällt, was ich höre. Du scheinst genau zu wissen, was du willst, und bist sehr zielstrebig. Ich muss dich einfach fragen, ich muss wissen, wie alt du bist. Du antwortest und ich falle aus allen Wolken. 20! Das kann doch unmöglich dein Ernst sein! Fuck! Fuck! Fuck! Du bist nur zwei Jahre älter als mein kleiner Bruder und der spielt noch mit Legos und muss regelmäßig ans Duschen erinnert werden! Ich bin 32 … Okay, das war‘s, das geht gar nicht!

Ich rücke ein Stück von dir weg, brauche Abstand und eine Abkühlung im Wasser. Ich stehe kommentarlos auf und gehe baden, die kräftigen Schwimmzüge sorgen für einen klaren Kopf. Das tut gut. Plötzlich bist du neben mir, plauderst ungezwungen drauf los und fängst an, mich spielerisch unter Wasser zu drücken. Im ersten Moment bin ich sauer, aber dein Lachen ist ansteckend und ich lasse mich fallen und albere mit dir rum. Immer wieder berühren wir uns dabei, es gehört zum Spiel und ich genieße das.

Später am Abend nehmen wir mit den anderen Gästen vor dem Hotel einen Drink. Es ist voll, alle Stühle sind belegt und wir quetschen uns auf eine Mauer. Wir sitzen ganz dicht zusammen, anders geht es nicht und so fällt es auch nicht auf, dass sich unsere Arme berühren. Ich spüre ein Kribbeln, teils ist es der Alkohol, aber zum großen Teil ist es deine Schuld. Du bist frisch geduscht und ich sauge deinen Duft ein. Mein Blick wandert immer wieder verstohlen in deinen Schoß, wo sich die leichte Wölbung deines Schwanzes abzeichnet.

Du merkst nicht, was sich in meinem Kopf abspielt, schaust mir immer ganz anständig in die Augen und machst mir Komplimente. Meine Fresse, bist du gut erzogen. Ich habe fast den Eindruck, du hast keine Ahnung, wie attraktiv du bist. Ich merke, wie ich im Schritt langsam feucht werde, wie sich mein Puls beschleunigt. Es fällt mir schwer, mich auf die Gespräche in der Runde zu konzentrieren. Verdammt, du machst mich wahnsinnig! Ich halte diese Nähe nicht länger aus! Abrupt stehe ich auf, verkünde, dass ich müde sei und ins Bett müsse. Du schaust mich verwirrt an, da ich bis dahin nicht einmal gegähnt habe. Mist!

Als ich die Treppen zu meinem Zimmer hochsteige, bist du plötzlich hinter mir und greifst nach meinem Arm. Das Licht ist schummerig und du siehst wunderschön aus. Du fragst mich, wovor ich Angst habe und ich muss unwillkürlich lachen. Es klingt leicht hysterisch, aber du nimmst einfach meine Hand und ziehst mich Richtung Strand. Mein Puls beschleunigt sich nochmals um etwa 20 Schläge die Minute. Ich bin aufgeregt wie ein Teenager, dabei bin ich doch diejenige mit Erfahrung und Reife! Wir setzen uns in den Sand, außer uns ist niemand da.

Du nimmst mein Gesicht mit beiden Händen und küsst mich. Einfach so, ohne Vorwarnung, ohne ein Gespräch hinsichtlich Vernunft und ich lasse mich fallen. Dein Kuss ist zart, deine Lippen warm. Du schaust mich dabei an, wartest auf mein Einverständnis. Ich kann mich nicht regen, kann nichts sagen, ich schaue dich einfach nur an. Du küsst mich erneut, deine Zunge fährt zwischen meine Lippen, öffnet sie und ein Schauer läuft durch meinen gesamten Körper.

Du schmeckst wahnsinnig gut, ich will mehr davon. Deine Hände wandern über meinen Rücken zu meinen Hüften, du streichelst meinen Bauch, küsst meinen Hals. Dein Kuss wird drängender, ich lege meine Hand auf deine Brust und spüre, wie dein Herz schnell und kräftig schlägt. Wie in einem schlechten Film reißen wir uns die Kleider vom Leib. Der Sand klebt an unserer schwitzigen Haut, er reibt, aber das ist völlig egal. Ich spüre deinen harten Schwanz an meiner Bauchdecke und kann es einfach nicht länger abwarten.

Ich setze mich auf dich, lasse dich langsam in mich gleiten und spüre, dass du mich komplett ausfüllst. Du stöhnst kurz auf und ich beginne, mich langsam und rhythmisch zu bewegen. Mit der einen Hand fasst du mir an den Arsch und drückst mich noch ein wenig fester auf dich, die andere Hand streichelt meine Brüste. Du bist sanft, willst mir nicht weh tun, aber ich bin nicht aus Zucker, lege meine Hand auf deine und packe fest zu, damit du weißt, wie ich es mag. Du wirkst kurz erstaunt, aber es gefällt dir. Mein Atem geht schneller, ich bin inzwischen komplett nass und die feuchte Wärme in meiner Muschi macht dich geil.

Plötzlich hebst du mich von dir runter und legst mich auf den Rücken. Ich sehe dir an, dass du bald so weit bist und mich noch mal selber im eigenen Tempo nehmen willst. Dein Schwanz rutscht schnell in meinen Schoß, du bist über mir, schmeckst nach Schweiß und After Sun Lotion, und fängst an, mich kraftvoll zu stoßen. Ich genieße das Gefühl, dich so geil zu machen. Deine Bewegungen sind absolut nicht jungfräulich, du hast schon einige Erfahrung und weißt, was du tust.

Deine Stöße werden härter und schneller, du stöhnst in mein Ohr, sagst mir, wie schön ich sei, wie gut ich mich anfühle. Dein Stöhnen wird lauter, du packst meine Hände und kommst zum Höhepunkt. Ich spüre, wie dein Sperma in mich schießt, spüre die Kontraktion deines Schwanzes in mir pulsieren. Du sackst über mir zusammen, ich schlinge meine Beine um dich und halte dich ganz fest.

Ich kann immer noch nicht glauben, was hier gerade passiert ist, aber ich bin froh, dass du die Zügel in die Hand genommen hast und ich der Versuchung nachgegeben habe.

Julia ist waschechte Berlinerin und arbeitet kaufmännisch im Büro. Sie steht auf Discofox und Lakritz. Kochen und essen sind ihre liebsten Hobbies. Rotwein und Schokolade gehen immer. Seit neustem strickt sie Spüllappen und spielt Klavier. Sie ist Single.

Headerfoto: Marko Anastasov (Sexy Times imprint added) via Creative Commons Lizenz 2.0!

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