Unser erstes Mal BDSM

Du sendest mir ein paar Zeilen von Fifty Shades of Grey und sofort sprudelt meine Fantasie über. Noch bist du im Urlaub, aber schon bald werden wir uns wiedersehen. Doch Moment, ich muss mich auf meine Arbeit konzentrieren! Hier im Büro sollte niemand mitbekommen, was in mir vor sich geht. Da ich das besagte Buch selbst nicht gelesen habe, recherchiere ich fix. Offensichtlich geht es um BDSM, hausfrauentauglich verpackt und mit Romantik garniert. Ich greife mir heimlich ein Holzlineal und stecke es mit einem diebischen Grinsen in die Tasche.

Ich trete zum ersten Mal in meinem Leben in einen Sex-Shop. Früher schämte ich mich wohl oder hatte ganz einfach nicht die Motivation, doch dieses Mal schlage ich mit breitem Grinsen die Türe auf. „Hallo! Wer hat die Ehre, mich zu bedienen?“, sage ich mit einem kindlichen Lächeln. Die Verkäuferin leiert hinter den Tresen genervt mit den Augen. Doch meine Laune ist zu gut, als dass mir das die Show verderben könnte. Ich laufe mit schnellen Schritten auf die Dame zu und sage: „Meine Geliebte ist BDSM-Anfängerin und ich ebenso. Ich brauche Handfesseln, nicht diese albernen Plüschhandschellen, etwas aus Leder bitte.“

Sie läuft mit mir zum Regal und da ich noch nicht weiß, wohin unser Spiel geht, entscheide ich mich für die Low-Budget-Variante. Mit breitem Grinsen bezahle ich die Handschellen und frage nach einem Orion-Beutel. Scheinbar bin ich stolz und will es der halben Welt zeigen. Es gibt aber nur schwarze, wie schade. Da du noch nichts von deinem Glück ahnst, steigt meine Vorfreude ins Unermessliche. Meine Hose spannt sich, mein Blut erhitzt sich, das Adrenalin peitscht mich.

Da du noch nichts von deinem Glück ahnst, steigt meine Vorfreude ins Unermessliche. Meine Hose spannt sich, mein Blut erhitzt sich, das Adrenalin peitscht mich.

Es klingelt an der Tür. In Windeseile drücke ich auf den Öffner. Die Spielsachen wurden noch mit einem weichen, olivgrünen Schal ergänzt und im Nachttischschränkchen verstaut. Du erscheinst in der Tür und ich falle über dich her. Umgreife dein duftendes blondes Haar und wir küssen uns innig. „Darf ich mich noch ausziehen?“, sagst du mit einem Lächeln. „Ja, natürlich! Tritt ein“, antworte ich sanft.

„Ich habe mir eine kleine Überraschung überlegt. Zieh dich aus!“, verlange ich bestimmt. Du leistest meinen Worten folge und entkleidest dich. Die Klamotten fallen von deinem wohl geformten Körper, der mich jedes Mal in Rage bringt. Mein Glied ist bereits steif, aber ich muss mich noch zügeln. In meinem Zimmer steht ein Zwei-mal-zwei-Meter-Bett aus schwarzem Metall. An den Kopf- und Fuß-Enden sind verzierte Seitenstreben. „Ich verbinde dir jetzt die Augen“, sage ich. „Was hast du vor?“, fragst du beinahe ängstlich. „Es wird dir gefallen, vertrau mir“, antworte ich liebevoll. Ich verbinde dir mit dem Schal die Augen.

Dein blondes Haar fällt sanft hinab bis zu deinem Rücken. Ich winke kurz vor deinem Kopf rum, um zu prüfen, ob du auch nichts siehst. Es scheint zu funktionieren. Leise öffne ich die Schublade vom Beistelltisch neben mir. Hole die Handfesseln heraus und führe dich mit den Handgelenken zum Fußende des großen Bettes. Dein Atem ist leicht erhöht. In mir kocht es bereits. Als ich vorsichtig die Fesseln um deine Gelenke lege, beginnst du zu grinsen.

Ich küsse dich und unsere Zungen spielen wild miteinander. Dann führe ich die Hände zu den Seitenstangen des Bettes und befestige die Kette daran so, dass du mit dem Kopf zum Bettende ausgerichtet bist und auf den Knien hockst. Die perfekte Doggystyle-Stellung. Ich streiche mit der einen Hand von deinem Kopf über den Knoten vom Schal am Hals hinunter über den Rücken zu deinem Hintern. Dieser beginnt sich vor Vorfreude zu kreisen. Meine Finger wandern zu deiner Venus und ich grinse, als ich merke, wie feucht du bereits bist.

Du stöhnst kurz auf, aber am Klang höre ich, dass es dir gefällt. Ich wiederhole den Schlag etwas fester.

Meine andere Hand greift nach dem Lineal in der Schublade und mit einem leichten Klaps landet dieses auf deinem Hintern. Du stöhnst kurz auf, aber am Klang höre ich, dass es dir gefällt. Ich wiederhole den Schlag etwas fester. Dein Stöhnen wird lauter und dein Kopf fällt in den Nacken. „Gefällt dir das?“, frage ich. „Ja, ich glaub schon“, sagst Du. „Das heißt: Ja, mein Herr!“, sage ich ernst und haue fester zu. „Ja, mein Herr!“, stöhnst du heraus. Ich sehe es glänzen zwischen deinen Beinen und auch ich bin unendlich erregt. Mein Glied ist voller Blut.

Ich gebe dir weitere Schläge auf deinen Hintern und streiche zwischendurch an deiner Venus entlang. Ich spüre, wie du es kaum erwarten kannst, dass ich in dich eindringe. Auch ich halte es nicht mehr aus. Lege das Lineal beiseite, halte den Knoten am Schal fest, so dass dein Kopf in den Nacken fällt, und dringe von hinten in dich ein. Wir beide stöhnen im Gleichklang auf. Oh Gott, in dir zu sein lässt mich jedes Mal alles um mich vergessen. Langsam gleite ich hinein und hinaus hinter dir kniend. Mit der Hand gebe ich dir immer festere Klapse auf den Po, während ich dich langsam stoße.

„Fester!“, sagst du. Ich greife dir von hinten um deinen Hals und sage: „Du weißt, wie das heißt!“ „Stoßt mich fester, mein Herr“, stöhnst du heraus. Ich folge dir und stoße fest zu. Tief in dich rein. Deine Hitze umschlingt mein Glied und ich fülle dich aus. Wir stöhnen beide lauter. Deine Hände umgreifen die Stahlstreben und du versuchst, dich loszureißen. Ich wiederum halte deine Hüfte fest und stoße so fest ich kann. Dann nehme ich deine langen Haare zu einem Zopf und halte dich von hinten fest. Unsere Körper prallen aneinander. Schweiß tropft. Der Atem ist schnell und laut.

Ich will, dass du nun den Takt angibst, während deine Augen noch verbunden sind.

Ich verändere die Position, so dass ich unter dir liege und du mich rücklinks reiten kannst. Ich will, dass du nun den Takt angibst, während deine Augen noch verbunden sind. Du beginnst mit kreisenden Bewegungen zu reiten. Immer schneller werdend und mit dem Kopf umherwirbelnd reitest du uns in Rage. Unser Orgasmus bahnt sich an und wir schreien es gleichzeitig hinaus, während du die Fesseln am Bettpfosten zerreißt.

Während du noch auf mir sitzt, nimmst du dir den Schal von den Augen. Du gleitest langsam aus mir und küsst mich mit einem strahlenden Lächeln. „Das war schön“, sagst du mit einer lieblichen Stimme. „Finde ich auch.“ Ich küsse dich. Wir legen uns nebeneinander, ganz nah und streicheln uns sanft. Dies war erst der Beginn eines neuen Spiels und ich muss lachen, als ich mir das Gesicht der Verkäuferin vorstelle, wenn ich am nächsten Tag die Handfesseln umtauschen werde. Natürlich kaufe ich mir diesmal eine bessere Variante und sicher noch ein weiteres Spielzeug.

Headerfoto: Nackte Frau guckt auf Mann in Unterwäsche via Shutterstock.com. („Sexy-Times“-Button hinzugefügt, Bild gecroppt.) Danke dafür!

LINUS Traumjäger, Herzmensch und Kreativling.

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