Tirol | Zwischen Zugspitze, Bergbahn und Eibsee

Irgendwie verpassten meine Eltern dieses Ding mit dem Verreisen in den Ferienwochen. Was für andere typisch Kindheit war, Ostsee in den Sommerferien, Tirol in den Herbstferien, hole ich in den letzten drei Jahren step by step nach.

Ich bin begeisterte Reisende innerhalb Deutschlands. Wenn ich nur eine Woche Zeit habe, stresst mich der Gedanke an einen Flug eher. Denn das ist ja dann alles irgendwie so einmalig, und muss so richtig ausgekostet werden. Mal eben nach Tirol fahren, klar, dauert von Berlin aus länger als ein Drei-Stunden-Flug nach Portugal, aber irgendwie finde ich dies viel entschleunigender und stressfreier.

Also los! Selbst erteilte Herbstferien in den Bergen! Wochen, ach Quatsch, Monate vorher durchstöberte ich Instagram und diverse Webseiten. Immer aufgeregter wurde ich bei all diesem Nebel- und Wolkenbrei in Baumwipfeln weit oben in den Bergen. Klare, blaue Seen ließen mich vor entzücken fast quieken. Schnell war eine kleine Liste von Ausflugszielen zusammen gestellt, der passende Wanderführer von Rother geordert, die rustikale Ferienwohnung in Lermoos gebucht und schon waren wir startklar.

Empfangen wurden wir an unserer Ferienwohnung von einer netten, älteren Dame und (Achtung, Klischee!) einem Bernhardiner. Aber das Schnapsfass muss wohl an dem Tag kaputt gewesen sein. Gestreichelt wurde er trotzdem, weil Hunde muss man anfassen. Immer!

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Tag 1

Ausschlafen, ganz wichtig. Wir haben ja schließlich Urlaub. Den ersten Tag sollte erst einmal eine kleine Wanderung um den Eibsee ausreichen. HACH! Am liebsten hätte ich mir noch ein Boot geliehen und wäre ein wenig in der Stiller herum gepaddelt. Aber dank der vor zwei Tagen begonnenen Nebensaison gab es keine Bootsausleihe mehr.

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Tag 2

Hups, dieses Ausschlafen haben wir da ein bisschen zu sehr ausgedehnt, weswegen wir nur eins der vorgenommenen Ausflugsziele schafften.

Im Reintal nahe Garmisch Partenkirchen ist der Partnachklamm zu finden. Parken kann man direkt am Olympia-Ski-Stadion. Einen kurzen desinteressierten Blick drauf geworfen, schlenderten wir weiter Richtung Partnachklamm. Schon auf diesem Fußweg wurde mir klar, dass wir hier wohl doch gar nicht so entspannt ohne andere Menschen daher spazieren können. Auf den engen Wegen im Klamm schoben sich Familien und Schulklassen vorbei. Schön war’s trotzdem. 

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Tag 3

Das war unserer Urlaub-vom-Urlaub-Tag. Der Junge hatte Geburtstag, es gab selbst gemachte Frühstückspizza! Wir entschieden uns dann aber doch noch, das Urlaubsörtchen zu erkunden. Bisher sahen wir die Berge nur vom Balkon aus. (Diesen Ausblick wünsche ich mir auch für meine Berliner Hinterhauswohnung!)

Die meisten Restaurants und Lädchen hatten geschlossen. Das war aber ok, wir nahmen die Bergbahn Richtung Grubigstein. Schon auf halber Höhe angekommen empfing uns der erste Schnee. Meine Augen leuchteten. Nichts, wirklich gar nichts geht über die Kombination von Schnee und Bergen! Okay, außer Hundebabys.

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Tag 4

Dies war leider auch schon der letzte richtige Urlaubstag. Es sollte endlich so richtig gewandert werden! Wir nahmen uns die Tour 43 aus dem Rother Wanderführer vor : Seebensee und Coburger Hütte. Die Wanderung ist super für blutige Anfänger wie mich: überwiegend feste Wege, zu bewältigende Steigungen und Aussichtspunkte zum Verweilen.

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Ich war ja vorher schon unheimlich verliebt in die Berge, aber nun möchte ich sofort zurück, wäre am liebsten niemals gefahren! Es war so befreiend, so entschleunigt. Für alle, die nicht zwingend auf Sonnenschein setzen, eine Brise Frischluft und Ruhe dringend nötig haben – absolute Empfehlung!

Tirol, du hübsches Ding, wir sehen uns hoffentlich bald wieder. xoxo

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